Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Gewaltprävention

Es gibt viele Formen von Gewalt gegen ältere Menschen.

Zum Beispiel:

  • Benachteiligung in der Öffentlichkeit
  • Diskriminierung wegen der Sprache
  • Benachteiligung in Geld-Angelegenheiten
  • Vernachlässigung
  • Einsamkeit und Vernachlässigung
  • Körperliche Gewalt
  • Seelische Gewalt wie zum Beispiel
    Einschränkung des persönlichen Willens
    oder respektlose, entwürdigende Behandlung

Gewalt gegen ältere Menschen kommt in der Öffentlichkeit vor,

aber auch innerhalb der Familie.

Und leider auch in Einrichtungen wie zum Beispiel

Altenheimen oder Pflegeheimen.

Oft passiert die Gewalt unauffällig

und bleibt unbemerkt.

Oder die Menschen nehmen sie 

gar nicht als Gewalt wahr.

Nur wenige ältere Opfer von Gewalt suchen Hilfe.

Die meisten schämen sich sogar dafür,

dass ihnen Gewalt passiert.

Was sind die Gründe für Gewalt?

Verschiedene Bedingungen tragen dazu bei,

dass Gewalt entsteht:

  • Überforderung und Hilflosigkeit
  • Persönliche Probleme
  • Fehlende Unterstützung
  • Das gesellschaftliche Klima

Vorurteile und eine schlechte Einstellung 

gegen ältere Menschen tragen sehr dazu bei,

dass Gewalt gegen ältere Menschen überhaupt entstehen kann.

Maßnahmen zu Gewaltprävention

Prävention heißt Verhinderung, oder Zuvorkommen.

Eine Maßnahme zur Gewaltprävention bedeutet:

Man tut etwas, damit Gewalt gar nicht erst entstehen kann.

Was macht das Sozialministerium für die Gewaltprävention?

  • Maßnahmen zur Bildung des Bewusstseins für Gewalt
    Den Menschen soll bewusst werden,
    was alles Gewalt ist und wie man sie verhindern kann.
  • Förderung der Forschung auf diesem Gebiet
  • Fachtagungen
  • Sensibilisierung von Menschen für das Thema Gewalt,
    das bedeutet:
    Die Menschen sollen ein besseres Gespür dafür bekommen
    und aufmerksamer dafür werden.
    Zum Beispiel Angehörige oder Pflegekräfte,
    und auch Ärztinnen und Ärzte
  • Ausführliches Informationsmaterial soll die Menschen
    auf das Thema aufmerksam machen.
  • Es gibt eine Reihe von Informationsheften mit dem Namen
    Gewalt erkennen.
    Sie können die Hefte hier herunterladen.
    Der Aufbau und die Verbesserung
    von besonderen Beratungsangeboten
    ist eine wichtige Maßnahme des Sozialministeriums

Verschiedene Einrichtungen und Organisationen

sollen sich miteinander vernetzen.

Zum Beispiel Senioren-Organisationen und Opfer-Hilfe-Einrichtungen.

Oder Altenheime, Pflegeheime und Hilfsdienste in der Region.

Auch Krankenhäuser und der ärztliche Bereich gehören dazu.

Das Sozialministerium hat veranlasst,

dass in den verschiedenen Regionen

Workshops und Arbeitskreise dazu stattfinden.

Gewalt gegen ältere Menschen hat viele Gesichter: Sie reicht von Benachteiligungen im öffentlichen Raum, sprachlicher Diskriminierung und finanzieller Ausbeutung über Vernachlässigung und Isolation bis hin zu körperlicher Gewalt und psychischen Misshandlungen wie der Einschränkung des freien Willens, entwürdigender Umgang und respektlose Kommunikation. Gewalt gegen ältere Menschen kommt sowohl im öffentlichen Raum als auch in Institutionen und innerhalb der Familie vor. Dies geschieht häufig unauffällig, bleibt vielfach unbemerkt oder wird nicht als Gewalt betrachtet. Nur wenige ältere Gewaltopfer suchen Hilfe. Viele schämen sich für ihre Opferrolle.

Es sind vielfältige Bedingungen dafür ausschlaggebend, dass Gewalt entsteht. Überforderung und Hilflosigkeit, persönliche Probleme und fehlende Unterstützung, aber auch das gesellschaftliche Klima: Abwertende Einstellungen gegenüber dem Alter und negative Vorurteile gegenüber alten Menschen tragen maßgeblich dazu bei, dass Gewalt gegen ältere Menschen überhaupt entstehen kann.

Maßnahmen zur Gewaltprävention

Deshalb setzt das Sozialministerium gezielt Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung - mit Förderung der Forschung auf diesem Gebiet, Fachtagungen sowie der Sensibilisierung von Familien, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Institutionen, Ärzten und Ärztinnen, Pflegekräften, aber auch der Öffentlichkeit für alle Formen von Gewalt gegen ältere Menschen. Umfassendes Informationsmaterial soll auf dieses Thema aufmerksam machen und damit Gewalthandlungen vorbeugen. Die Folderserie „Gewalt erkennen" steht zum Download zur Verfügung.

Eine weitere wichtige Maßnahme ist der Auf- und Ausbau eines speziellen Beratungsangebots in Österreich. Um Seniorenorganisationen mit Opferhilfseinrichtungen, regionalen Hilfsdiensten, Alten- und Pflegeheimen, dem medizinischen Bereich und  Behörden zu vernetzen, hat das Sozialministerium regionale Workshops initiiert.

 
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