Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Glossar


Gebrauchsgegenstand

Der Begriff "Gebrauchsgegenstand" besteht in dieser umfassenden Form im EU-Recht nicht. Er ist aber ein fester Bestandteil des österreichischen Lebensmittelrechts. Unter Gebrauchsgegenständen versteht man:

  • Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen ("Lebensmittelkontaktmaterialien")
  • Spielzeug (für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr)
  • "Sonstige" Gebrauchsgegenstände (Artikel zur Körperhygiene, bestimmte Babyartikel, Verpackungen mit direktem Kontakt mit Kosmetika)

    Als rechtliche Grundlage für die oben genannten Teilbereiche dient das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz - LMSVG, BGBl. I Nr. 13/2006.


Gender Budgeting

Gender Budgeting in Österreich bedeutet, dass die Budgets von Bund, Ländern und Gemeinden auf ihre Auswirkungen auf Frauen und Männer hin analysiert und entsprechend den Gleichstellungszielen verändert werden.

Die Haushaltsrechtsreform und die Wirkungsorientierung gelten als große Chance für Gender Budgeting und damit einhergehend für die Gleichstellungspolitik in Österreich. Es zählt dabei nur eines: die vorhandenen Mittel so gerecht wie möglich einzusetzen, um die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Haushalt zu erreichen.

Gender Budgeting ist in Österreich bereits seit 1.9.2009 im Bundes-Verfassungsgesetz verankert. Gemäß Art. 13 Abs. 3 haben Bund, Länder und Gemeinden bei der Haushaltsführung die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustreben. Diese Zielbestimmung wird für den Bund ab dem Jahr 2013 mit der Einführung der wirkungsorientierten Haushaltsführung noch verstärkt.


Geringfügigkeitsgrenze

Die Geringfügigkeitsgrenze ist ein Betrag, der bei einer geringfügigen Beschäftigung nicht überschritten werden darf.

Die Geringfügigkeitsgrenze unterliegt einer jährlichen Aufwertung.


Gesundheit

"Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes bildet eines der Grundrechte jedes menschlichen Wesens, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Anschauung und der wirtschaftlichen und sozialen Stellung." (Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), 1948)

"Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben. Gesundheit entsteht dadurch, dass man sich um sich selbst und andere sorgt, dass man in die Lage versetzt ist, selbst Entscheidungen zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben sowie dadurch, dass die Gesellschaft, in der man lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit ermöglichen." (Ottawa-Charta der WHO, 1986)


Gesundheitsförderung

Ausgehend von einem umfassenden, ganzheitlichen Gesundheitsverständnis zielt Gesundheitsförderung auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. (WHO, Ottawa-Charta 1986)

Die Ottawa Charta beschreibt dabei drei Grundprinzipien

  1. Interessen vertreten,
  2. Befähigen und ermöglichen,
  3. Vermitteln und vernetzen

sowie fünf Handlungsstrategien

  1. Entwicklung einer gesundheitsförderlichen Gesamtpolitik,
  2. Gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen, 
  3. Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen unterstützen,
  4. Persönliche Kompetenzen entwickeln,
  5. Gesundheitsdienste neu orientieren, die es Personen und Gruppen ermöglichen sollen, die Kontrolle über ihre Gesundheit zu gewinnen.

Die Gesundheitsförderung versucht nicht nur Menschen durch eine Verhaltensänderung zu einer gesunden Lebensführung zu motivieren (Verhaltensprävention), sondern sie versucht auch die Lebensverhältnisse gesundheitsförderlich zu gestalten (Verhältnisprävention).

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