Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Glossar


Lebensmittelenzyme

Enzyme sind Eiweißmoleküle, die in allen Lebewesen vorkommen und gezielt chemische Reaktionen beschleunigen. Sie können durch Extraktion aus Pflanzen oder Tieren bzw. durch Gärungsverfahren mit Mikroorganismen gewonnen werden.

Enzyme werden in der Regel Lebensmitteln zugesetzt, um bei deren Herstellung, Verarbeitung, Zubereitung und Behandlung einen technologischen Zweck zu erfüllen. Beispiele hierfür sind Enzyme, die bei der Herstellung von Backwaren zur Teigzubereitung verwendet werden, oder zum Abbau der festen Bestandteile von Obst, damit mehr Saft ausgepresst werden kann.


Lebensmittelzusatzstoffe

Zusatzstoffe sind Stoffe, die in der Regel weder selbst als Lebensmittel verzehrt, noch als charakteristische Zutat verwendet werden und einem Lebensmittel aus technologischen Gründen wie z.B. zum Süßen oder Konservieren absichtlich zugesetzt werden. Nur die in sogenannten "Positivlisten" geregelten Zusatzstoffe dürfen unter den dort festgelegten Bedingungen verwendet werden. Zusatzstoffe müssen auf der Verpackung von Lebensmitteln in der Zutatenliste mit dem Klassennamen und dem spezifischen Stoffnamen oder der E(U)-Nummer gekennzeichnet werden.

Für die Aufnahme eines Lebensmittelzusatzstoffes in eine "Positivliste" muss nachgewiesen werden:

  • dass eine hinreichende technische Notwendigkeit gegeben ist
  • die Verwendung nicht zur Irreführung der VerbraucherInnen führt
  • er bei der vorgeschlagenen Dosis gesundheitlich unbedenklich ist.

Die Bewertung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Lebensmittelzusatzstoffen erfolgt durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (früher durch den Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU). Die Ergebnisse der Bewertungen werden in Form von Berichten (Reports) veröffentlicht.

nach oben