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Glossar


Nabelschnurblut

Das sich zum Zeitpunkt der Geburt in der Nabelschnur befindliche Blut, welches Blutstammzellen enthält, wird als Nabelschnurblut bezeichnet. Es kann konserviert und in Nabelschnurblutbanken gelagert werden, um die Blut-Stammzellen für eine allfällige Blut-Stammzelltherapie zu nutzen.


Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) dienen zur Ergänzung der normalen (allgemeinen) Ernährung. Sie können eine abwechslungsreiche Ernährung nicht ersetzen. Sie gleichen daher auch Ernährungsmängel, die durch eine ungesunde, einseitige Ernährung entstehen können, nicht aus. Die Kennzeichnung und Aufmachung von NEM sowie deren Bewerbung dürfen keinen Hinweis enthalten, mit dem behauptet oder der Eindruck erweckt wird, dass bei einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung im Allgemeinen die Zufuhr angemessener Nährstoffmengen nicht möglich ist. NEM dürfen keine "kosmetische" Anwendungsempfehlung aufweisen. Nahrungsergänzungsmittel dürfen nur verpackt an die LetztverbraucherInnen abgegeben werden.


Nanotechnologie

Die Vorsilbe "Nano" leitet sich vom griechischen Wort "nanos" (der Zwerg) ab. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch bezeichnet "nano" eine Größenordnung von 10-9. Zur besseren Vorstellung: Ein Nanometer verhält sich zu einem Meter wie der Durchmesser einer Haselnuss zum Durchmesser der Erde. Die Nanotechnologie ist ein Fachgebiet der angewandten Wissenschaften und Technologien, das sich mit der gezielten Beeinflussung von Materie auf atomarer und molekularer Ebene, normalerweise im Bereich von unter 100 Nanometern befasst. Nanomaterialien können ganz andere physikalische und chemische Eigenschaften aufweisen als dieselben Stoffe in normaler Form, wie etwa eine erhöhte chemische Reaktionsfähigkeit aufgrund der größeren Oberfläche.


Naturkosmetik

Als Naturkosmetik werden kosmetische Mittel bezeichnet deren „natürliche“ Inhaltsstoffe meist pflanzlicher, teilweise auch mineralischer oder tierischer Herkunft sind. Die überwiegend tier- und umweltfreundliche Produktion, die Vermeidung gesundheitsgefährdender Verunreinigungen, die Beschränkung der Verarbeitung auf physikalische, mikrobiologische und enzymatische Methoden sowie der weitgehende Verzicht auf synthetischen Inhaltsstoffen (ausgenommen Konservierungsstoffe) stellen für viele Verbraucher eine Alternative zu herkömmlichen Produkten dar.

Wie auch für Biokosmetika, existiert derzeit keine gesetzliche gesetzlich gültige Definition für den Begriff „Naturkosmetik“ sodass der Name rechtlich nicht geschützt ist. Dies hat zur Folge, dass von nicht staatlichen und/oder nicht offiziell anerkannten privaten Vereinigungen häufig Richtlinien und Zertifikate (Gütezeichen) erstellt und vergeben werden. Da diese Kriterien sich voneinander sehr unterscheiden, finden sich auf dem Markt zahlreiche Kosmetikprodukte, die als „Naturkosmetik“ ausgelobt werden. Generell sind Hersteller kosmetischer Mittel verpflichtet, die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen einzuhalten.


Natürliches Mineralwasser

Natürliches Mineralwasser stammt aus einem unterirdischen, vor jeder Verunreinigung geschützten Wasservorkommen, ist von ursprünglicher Reinheit und wird aus einer oder mehreren natürlich oder künstlich erschlossenen Quellen annähernd gleicher Charakteristik gewonnen. Seine Eigenart ist vor allem durch den konstanten Gehalt an charakteristischen Bestandteilen gekennzeichnet. Es muss in unmittelbarer Nähe zum Ort der Gewinnung abgefüllt werden und darf nur in Behältnissen transportiert werden, die an die LetztverbraucherInnen abgegeben werden. Natürliches Mineralwasser muss den in der Mineralwasser- und Quellwasserverordnung genannten mikrobiologischen Werten sowie den Grenzwerten natürlich vorkommender Bestandteile entsprechen. Behandlungsverfahren, bei denen Stoffe zugesetzt werden, sind nicht erlaubt. Es dürfen auch keine Verfahren angewandt werden, welche den Keimgehalt verändern. Insbesondere ist natürliches Mineralwasser aber Gegenstand eines amtlichen Anerkennungsverfahrens, bei dem die Anforderungen der Mineralwasser- und Quellwasserverordnung geprüft werden. Die Sachbezeichnung lautet "Natürliches Mineralwasser". Zusätzlich kann das Wasser als "Säuerling" bezeichnet werden, wenn es einen natürlichen Gehalt an Kohlensäure von mehr als 250 mg pro Liter aufweist. Anstelle von "Säuerling" kann die Bezeichnung "Sprudel" verwendet werden, wenn das Wasser unter natürlichem Gasdruck oder hydrostatischem Druck hervortritt.

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