Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Mitteilungen für das öffentliche Gesundheitswesen

Für die Ausgabe des ersten Quartals 2019 erwarten Sie wieder interessante Beiträge aus den verschiedensten Gesundheitsbereichen.

Aus dem Bereich Antibiotikaresistenz finden Sie zwei Forschungsberichte zu Schimmel- bzw. Hefepilze.

In der Rubrik Drogen-und Suchtangelegenheit informieren wir Sie über den Epidemiologiebericht Sucht 2018 sowie über einen Bericht zur Drogensituation 2018.

Weiters wurde ein Bericht zur Bestandserhebung zur psychoonkologischen Versorgung in Österreich publiziert.

Der aktuelle Newsletter bietet Ihnen Berichte der Nationalen Referenzzentralen für das Jahr 2018 über Botulismus, Campylobakter und weitere übertragbare Infektionskrankkeiten.

Aktualisierungen erfolgten bei der Bundesweiten Patientensicherheitsstrategie sowie der Bundesqualitätsleitlinie zur integrierten Versorgung von erwachsenen Patientinnen und Patienten für die präoperative Diagnostik bei elektiven Eingriffen.

Zum Abschluss wird auf das Symposium anlässlich des Internationalen Tag der Händehygiene hingewiesen, welches am 3. Mai 2019 im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz stattfindet.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe aus dem laufenden Quartal. Die bisherigen Ausgaben stehen Ihnen in unserem Archiv zur Verfügung.

Aktuelle Ausgabe 1. Quartal 2019

Antifungale Resistenzen von Schimmelpilzen

Infektionen mit Schimmelpilzen sind besonders für immunsupprimierte Personen (z.B. Chemotherapie, künstliche Beatmung) sehr gefährlich und verursachen oft schwer therapierbare invasive Infektionen und Krankenhausausbrüche. Das Forschungsprojekt befasst sich mit der österreichweiten Sammlung und Analyse von Resistenzdaten bei Schimmelpilzen. Damit soll die aktuelle Häufigkeit dieser Resistenzen gegenüber Antimykotika dargestellt werden.

Antifungale Resistenzen von Schimmelpilzen

Antifungale Resistenzen von Hefepilzen

Das Forschungsprojekt befasst sich mit der österreichweiten Sammlung und Analyse von Resistenzdaten bei Hefepilzen. Insbesondere bedarf Candida auris einer besonderen Aufmerksamkeit, da diese Art meist resistent gegenüber Azolen und unter Umständen auch gegenüber Echinocandinen ist. C. auris kann einerseits als Besiedler andererseits als Erreger therapieresistenter Infektionen wie z.B. Candidämien auftreten.

Antifungale Resistenzen von Hefepilzen

Preisveröffentlichungen von November 2018 bis Februar 2019

Die Höchstpreise laut Preisgesetz (BGBl. Nr. 145/1992) werden laufend auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) verlautbart.

Preisveröffentlichungen

Epidemiologiebericht Sucht 2018

Ziel des "Epidemiologiebericht Sucht 2018 - illegale Drogen, Alkohol und Tabak" ist es, basierend auf den verfügbaren Datenquellen ein möglichst klares und verständliches Bild der Epidemiologie des risikoreichen/problematischen Drogengebrauchs in Österreich sowie der Entwicklungen zu zeichnen.
Der „Epidemiologiebericht Sucht 2018" beinhaltet 8 Kapitel, ein Schwerpunktkapitel setzt sich dabei speziell mit dem Thema „Mortalitätskohortenanalyse von Personen in Opioid-Substitutionsbehandlung " auseinander. Darüber hinaus wird in eigenen Kapiteln auf das Thema „Tabak und verwandte Produkte" und „Alkoholkonsum" eingegangen.

Epidemiologiebericht Sucht 2018

Epidemiologiebericht Sucht 2018 - Annex

Bericht zur Drogensituation 2018

Der Bericht zur „Drogensituation in Österreich" wird jährlich im Auftrag der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) und des BMASGK erstellt und befasst sich mit den illegalen Drogen. Der Drogenbericht 2018 erfasst die epidemiologische Situation im Jahr 2017 sowie Entwicklungen bei den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen und bei den Maßnahmen der Nachfragereduktion.

Bericht zur Drogensituation 2018

Psychoonkologie in Österreich

Für die Planung psychoonkologischer Versorgung ist es notwendig, den Behandlungsbedarf sowie das tatsächliche Betreuungsangebot zu kennen. Aus diesem Grund wurde eine Bestandserhebung zur psychoonkologischen Versorgung in Österreich durchgeführt. Der kürzlich fertiggestellte Bericht wurde nun publiziert.

Artikel zu Psychoonkologie in Österreich

Bundesweite Patientensicherheitsstrategie aktualisiert

Die Patientensicherheitsstrategie gibt österreichweit den Rahmen für die sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten vor. Ende 2018 wurde die Strategie entsprechend dem Auftrag der Zielsteuerung-Gesundheit aktualisiert. Dabei wurden insbesondere aktuelle Neuerungen eingearbeitet (z.B. Hinweis auf das Webtool Kliniksuche) und die Handlungsempfehlungen gestrafft.
Die aktualisierte Strategie soll dazu beitragen, Bewusstsein für das Thema zu schaffen und Entscheidungsträgerinnen und -träger, Finanziers und Gesundheitsberufe dabei unterstützen, ein hohes Maß an sicherer Versorgung für alle zu gewährleisten. Zudem sollen Risiken in Behandlung und Betreuung für die Patientinnen und Patienten so weit wie möglich reduziert werden. Außerdem ist die Strategie eine Orientierungshilfe für die Rahmenbedingungen zur Patientensicherheit im österreichischen Gesundheitswesen für Bürgerinnen und Bürger sowie Patientinnen und Patienten.

Patientensicherheitsstrategie 2.0

Qualitätsstandard Integrierte Versorgung (IV) Schlaganfall

In Österreich ist der Schlaganfall nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache und die Ursache für bleibende Behinderungen. Der Qualitätsstandard soll dazu beitragen, Leben zu retten, Behinderungen zu vermeiden und die Patientenorientierung in den Fokus zu rücken.
Der Qualitätsstandard IV Schlaganfall umfasst sämtliche Versorgungsphasen vom Notfallmanagement, Versorgung im Krankenhaus, Rehabilitation und ambulante Nachbetreuung bis hin zur anschließenden Weiterbetreuung und Sekundärprävention. Der Qualitätsstandard ist eine Empfehlung für die bundesweite Vorgehensweise und wurde Ende 2018 von der Bundes-Zielsteuerungs-Kommission zur Veröffentlichung freigegeben.

Qualitätsstandard Integrierte Versorgung Schlaganfall

Bundesqualitätsleitlinie zur integrierten Versorgung von erwachsenen Patientinnen und Patienten für die präoperative Diagnostik bei elektiven Eingriffen (BQLL PRÄOP) - aktualisiert

Gemäß dem Grundgedanken der Empfehlung sollen Abklärungen vor einer elektiven Operation nicht mehr routinemäßig, sondern personenspezifisch vorgenommen und Doppelbefundungen vermieden werden. Gleichzeitig soll ein qualitätsgesicherter, sektorenübergreifender und patientenfreundlich gestalteter Betreuungsprozess gewährleistet werden. Die BQLL PRÄOP wurde Ende 2018 von der Bundes-Zielsteuerungskommission zur Veröffentlichung freigegeben und wird von der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz für die österreichweite Anwendung empfohlen.

BQLL Präoperative Diagnostik

Nationale Referenzzentrale für Botulismus: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurde von der Nationalen Referenzzentrale für Botulismus in Österreich ein Fall von humanem Botulismus dokumentiert. Bei einer jungen aus Polen stammenden und in Oberösterreich lebenden Frau wurde Clostridium botulinum Typ A nachgewiesen.

Jahresbericht Botulismus 2018

Nationale Referenzzentrale für Campylobacter: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurden in Österreich 7.981 Fälle von Campylobacteriose registriert, was einer Zunahme um 10,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Ciprofloxacin-Resistenzrate von Campylobacter spp. betrug 76,3 %. Im Berichtszeitraum 2018 kam es bei Schülerinnen und Schülern einer Bildungseinrichtung in Salzburg zu einem Campylobacteriose-Ausbruch mit 50 Erkrankten.

Jahresbericht Campylobacter 2018

Nationale Referenzzentrale für Clostridium difficile: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurden an die österreichische Referenzzentrale für Clostridium difficile 67 Einsendungen übermittelt (61 Kulturisolate und 6 Stuhlproben). In das Epidemiologische Meldesystem (EMS) wurden 375 Fälle schwer verlaufender C. difficile-Infektionen eingemeldet, für 67 davon wurden Isolate oder Probenmaterial an die Referenzzentrale eingesandt. Der hochvirulente PCR-Ribotyp 027 fand sich bei 21 (32 %) der 66 typisierten Isolate des Jahres 2018.

Jahresbericht Clostridium difficile 2018

Nationale Referenzzentrale für Diphtherie-Labor: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurden an der Nationalen Referenzzentrale für Diphtherie - Labor elf Proben humanen Ursprungs untersucht. In sieben Proben konnte Corynebacterium diphtheriae nachgewiesen werden. Es wurden keine toxigenen Korynebakterien nachgewiesen.

Jahresbericht Diphtherie-Labor 2018

Nationale Referenzzentrale für Gonokokken: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurden an der Nationalen Referenzzentrale 311 Gonokokken-Isolate von 286 Patientinnen und Patienten analysiert. Alle Isolate waren in vitro empfindlich gegenüber Ceftriaxon. Gegenüber Cefixim zeigten 3,4 % und gegenüber Ciprofloxacin 57 % der Isolate eine Resistenz. Gegenüber Azithromycin wiesen 14 % eine Resistenz auf, was gegenüber dem Vorjahr (4 % Resistenz im Jahr 2017) eine deutliche Resistenzzunahme darstellt.

Jahresbericht Gonokokken 2018

Nationalen Referenzzentrale für Listeriose: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurden 27 Fälle invasiver Listeriosen verifiziert; schwangerschafts-assoziiert waren zwei Fälle (dabei ein intrauteriner Fruchttod). Im November 2017 war vom Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ein multinationaler Listeriose-Ausbruch aufgezeigt worden, in dem Österreich mit zwei Fällen (inkl. ein Todesfall) aus dem Jahr 2016 involviert war; tiefgefrorener Mais konnte im Juli 2018 als Quelle benannt werden. Im Jänner 2018 wurde die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) mit der Abklärung eines bundesländerübergreifenden Listeriose-Ausbruchs beauftragt, von dem in den Jahren 2015 bis 2017 sieben Personen betroffen waren (inkl. ein Todesfall); Fleischprodukte eines Herstellers in Ostösterreich waren die Quelle dieses Ausbruchs.

Jahresbericht Listeriose 2018

Nationale Referenzzentrale für Meningokokken: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurden an der Nationalen Referenzzentrale für Meningokokken 30 laborbestätigte Fälle invasiver Meningokokken-Erkrankungen (davon 4 Todesfälle) registriert. In 24 Fällen konnte eine Serogruppen-Bestimmung durchgeführt werden: Serogruppe B wurde mit 62,5 % am häufigsten nachgewiesen, gefolgt von Serogruppe C (12,5 %), Serogruppe Y (8,3 %) und Serogruppe W (8,3 %). In zwei weiteren Fällen konnten molekularbiologisch nur die Serogruppen B und C ausgeschlossen werden (2/24; 8,3 %).

Jahresbericht Meningokokken 2018

Nationale Referenzzentrale für Pneumokokken: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurden 611 invasive Pneumokokken-Erkrankungen (IPE) durch das nationale Surveillancesystem für IPE registriert. Bei 546 Fällen (89,4 %) konnte der Serotyp bestimmt werden. Es wurden 40 verschiedene Serotypen identifiziert. Serotyp 3 wurde mit 23,8 % am häufigsten nachgewiesen, gefolgt von den Serotypen 19A (14,7 %), Serotyp 8 (9,2 %) und Serotyp 22F (4,8 %). In der Altersgruppe ≥50 Jahre wären 50 % (231/463) der 2018 festgestellten Pneumokokken-Serotypen durch den für Erwachsene empfohlenen Impfstoff PCV13 und 75 % (347/416) durch den 23-valenten Polysaccharidimpfstoff (PPV23) abgedeckt.

Jahresbericht Pneumokokken 2018

Nationale Referenzzentrale für Salmonellen: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurden 1.543 humane Salmonellenerstisolate (von 1.540 Erkrankten/Infizierten) an die Nationale Referenzzentrale eingesandt. Dies entspricht einer Abnahme der Anzahl eingesandter humaner Erstisolate um 9,6 % gegenüber dem Vorjahr. Ein internationaler Ausbruch, verursacht durch S. Typhimurium, betraf die Steiermark mit acht bestätigten (und weiteren wahrscheinlichen) Fällen; Gruppenreisen nach Međugorje in Bosnien und Herzegowina stellten die gemeinsame Infektionsquelle dar.

Jahresbericht Salmonellen 2018

Nationale Referenzzentrale für Yersinien: Jahresbericht 2018

Im Jahr 2018 wurden 179 Erstisolate von Yersinia spp. an die Nationale Referenzzentrale für Yersinien gesandt. Von den pathogenen Isolaten wurden 129 Stämme als Yersinia enterocolitica identifiziert - davon 112 als Serovar O:3, Biovar 4. Im Jahre 2018 hat es keine Erkrankungshäufungen gegeben.

Jahresbericht Yersinien 2018

ANISS/ASDI Meeting am 13. Dezember 2018 in Wien

Das jährliche ANISS/ASDI Meeting fand am 13. Dezember 2018 im Festsaal des Bundesamtsgebäude statt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Netzwerke ANISS (Austrian Nosocomial Infection Surveillance System) für postoperative Wundinfektionen und ASDI (Österreichisches Zentrum für Dokumentation und Qualitätssicherheit in der Intensivmedizin) sowie dem BMASGK.

Artikel zur Veranstaltung

Enthüllung eines Denkmals von Ignaz Semmelweis am
20. Februar 2019

Am 1. Juli 2018 jährte sich zum 200. Mal der Geburtstag von Ignaz Semmelweis. An der Medizinischen Universität Wien wurde am 20. Februar 2019 eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest.

Artikel zur Denkmalenthüllung

Symposium am 3. Mai 2019 anlässlich des Internationalen Tags der Händehygiene

Das BMASGK veranstaltet am 3. Mai 2019 anlässlich des Internationalen Tags der Händehygiene, in Kooperation mit dem Nationalen Referenzzentrum für nosokomiale Infektionen und Antibiotikaresistenz und der Gesundheit Österreich (GÖG), das jährliche Symposium zum Thema Händehygiene. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hygieneteams und an Qualitätsbeauftragte sowie alle, die sich in den Bereichen Surveillance und Prävention nosokomialer Infektionen engagieren. Anmeldungen richten Sie bitte - unter Angabe Ihres Namens und der Krankenanstalt bzw. dem Institut an der/dem Sie beschäftigt sind - an folgende E-Mail-Adresse: VeranstaltungenIXA5@sozialministerium.at

 
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