Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Mitteilungen für das öffentliche Gesundheitswesen

In der zweiten Ausgabe des Jahres 2019 finden Sie einen Beitrag zum Netzwerk der Antibiotikaresistenz-Testung CARBA-Net 2018 und dem Antibiotikaverbrauch in der Humanmedizin in Österreich 2018.

Masern- und Polio-Durchimpfungsraten 2018 für Österreich sind in der aktuellen Ausgabe genauso vertreten, wie der Depressionsbericht und ein Bericht zum Thema Suizid und Suizidprävention.

Weiters liegen auch Informationen über ein Update bei den Gesundheitszielen Österreich vor.

Unter der Kategorie „Tagungen und Kongresse" wird auf das 3. Interdisziplinäres Dialogforum Mensch und Endlichkeit vom 25. - 27. September 2019 in Goldegg am See (Pongau) hingewiesen.

 

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe aus dem laufenden Quartal. Die bisherigen Ausgaben stehen Ihnen in unserem Archiv zur Verfügung.

Aktuelle Ausgabe 2. Quartal 2019

CARBA-Net 2018 - Diagnostik und Surveillance von Carbapenemase produzierenden gramnegativen Bakterien in Österreich

Multiresistenten gramnegativen Erregern wird aufgrund eingeschränkter therapeutischer Optionen und der notwendigen krankenhaushygienischen Maßnahmen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Seit dem Jahr 2015 wurden über 1.050 solcher Isolate im Rahmen von CARBA-Net am Nationalen Referenzzentrum für nosokomiale Infektionen und Antibiotikaresistenz abgeklärt. Die Ergebnisse dieses Projektes werden in einem Kapitel des AURES 2018 zusammengefasst.

CARBA-Net 2018

Antibiotikaverbrauch in der Humanmedizin in Österreich 2018

Die Entwicklung antimikrobieller Resistenz ist ein multifaktorielles, globales Geschehen. Ein wichtiger Faktor hierfür ist grundsätzlich der multisektorale Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier. Das vorliegende Projekt monitiert speziell den Einsatz von Antibiotika zur Behandlung von Infektionen in der Humanmedizin in Österreich und betrachtet dazu den niedergelassenen und zunehmend stationären Bereich im Hinblick auf Gesamtmengen, aber auch im Detail auf Ebene der diversen Substanzklassen. Die erhobenen Daten sind unerlässlich um Vergleiche mit anderen Sektoren, in denen Antibiotika verwendet werden, anstellen zu können, aber auch um Ansatzpunkte für Antimicrobial Stewardship Programme zu entwickeln.

AB-Verbrauch in der Humanmedizin 2018 

 

Preisveröffentlichungen von März bis Mai 2019

Die Höchstpreise laut Preisgesetz (BGBl. Nr. 145/1992) werden laufend auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) verlautbart.

Preisveröffentlichungen

Masern- und Polio-Durchimpfungsraten 2018 für Österreich

Die Analysen der Durchimpfungsraten hinsichtlich Masern und Polio für das Jahr 2018 liegen nun vor. Sie zeigen, dass Kinder in Österreich weiterhin zu spät und zu wenig konsequent mit allen empfohlenen Impfungen geimpft werden. Die Durchimpfungsraten sind auf zu niedrigem Niveau stabil.

Masern-Durchimpfungsraten 2018 für Österreich 

Polio-Durchimpfungsraten 2018 für Österreich

Suizid und Suizidprävention in Österreich: Bericht 2018

Keine Todesart löst so viel Betroffenheit aus und stellt für Angehörige sowie das weitere Umfeld eine so große Belastung dar wie die Selbsttötung. Der Bericht Suizid und Suizidprävention in Österreich 2018 bietet im ersten Teil ein Update der wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zu Suiziden in Österreich, während sich der zweite Teil des Berichts mit aktuellen Aktivitäten im Rahmen von SUPRA befasst.

Im Jahr 2017 starben in Österreich 1.224 Personen durch Suizid, fast dreimal so viele wie im Straßenverkehr. Dies entspricht einer bevölkerungsbezogenen standardisierten Suizidrate von 14,6 pro 100.000 Einwohnerinnen bzw. Einwohnern. Seit den 1980er Jahren war ein deutlicher Rückgang der Suizidhäufigkeit zu beobachten, der sich mit Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise zwischen 2008 und 2014 stark verlangsamte. Der relative Rückgang seit 1986 ist bei Frauen deutlich stärker ausgeprägt als bei Männern. Mehr als drei Viertel der Suizidtoten sind Männer.

SUPRA

Bericht Suizid und Suizidprävention in Österreich 2018

Depressionsbericht Österreich - Eine interdisziplinäre und multiperspektivische Bestandsaufnahme

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Weltweit leiden nach aktuellen Schätzungen rund 322 Millionen Menschen, das sind 4,4 Prozent der Weltbevölkerung, an Depressionen. Für Österreich schätzt die WHO die Zahl der depressiven Menschen im Jahre 2015 auf über 400.000, das sind 5,1 Prozent der Bevölkerung. Nach Vorliegen aktueller Prävalenzzahlen aus Österreich kann davon ausgegangen werden, dass die Erkrankungshäufigkeit tatsächlich etwas höher, nämlich bei rund 6,5 Prozent der erwachsenen österreichischen Bevölkerung liegt.

Ein Ziel des vorliegenden Berichts ist es, als Planungs- und Entwicklungsbasis eine Datengrundlage mit entsprechenden Kennzahlen zur Situation in Österreich bereitzustellen. Des Weiteren soll der Bericht über depressive Erkrankungen und alle damit verbundenen Aspekte - Ursachen, Risiko- und Schutzfaktoren, Behandlungsmöglichkeiten und gesundheitliche, soziale und ökonomische Konsequenzen dieser Erkrankungen - informieren.

Depressionsbericht Österreich

Joint Action ADVANTAGE

Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Anzahl chronischer Krankheiten und von körperlicher und geistiger Einschränkung. Die Europäische Union und deren Mitgliedstaaten haben sich zum Ziel gesetzt, Menschen ein möglichst langes Leben bei guter Gesundheit, ohne derartige Einschränkungen, zu ermöglichen. Um dieses Ziel umzusetzen wurde mit 01. Jänner 2017 ein Mitgliedstaatenprojekt (Joint Action, JA) unter dem Namen „Advantage" initiiert. Die JA wird von 22 Mitgliedstaaten sowie 35 Organisationen unterstützt und wird von der EU und den Mitgliedstaaten kofinanziert. Das gemeinsame Ziel ist, über Berufs- und Staatengrenzen hinweg, ein Verständnis für Frailty (Syndrom, das die chronische altersbedingt herabgesetzte Belastbarkeit bei vermindertem Kraftzustand bezeichnet) und Verhinderung derselben in den Mitgliedsstaaten schaffen. Österreich hat bei dieser Initiative eine zentrale und führende Rolle unter Leitung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz sowie der Medizinischen Universität Graz übernommen. Das Papier liefert ein Update zum Fortschritt der JA.

Factsheet Joint Action ADVANTAGE

Update zu den Gesundheitszielen Österreich

Bei den Gesundheitszielen Österreich gibt es Neuigkeiten zu den Themen Digitalisierung, Bewegung, Ernährung und psychosoziale Gesundheit. Beim 21. Plenumsworkshop am 21. März 2019 wurden u.a. Inputs zu Bewegungsmonitoring, Digitalisierung von Gesundheitsversorgung und Pflege, nationalen Aktivitäten im Bereich Ernährung und Co-Benefits im Ernährungssystem präsentiert. Der erste Workshop der Arbeitsgruppe zum Gesundheitsziel („Ernährung") fand am 04. Juni 2019 statt. Auf Initiative der Arbeitsgruppe zum Gesundheitsziel 9 („psychosoziale Gesundheit") wurde 2018 eine „Kompetenzgruppe Entstigmatisierung" etabliert. Sie bündelt Expertise und fungiert als Drehscheibe für Projekte zur Entstigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Gesundheitsziele Österreich - Update

3. Interdisziplinäres Dialogforum Mensch und Endlichkeit: 25. - 27. September 2019 in Goldegg am See (Pongau)

Heutige gesellschaftlich verbreitete Vorstellungen über Alter(n) und Pflege finden oft ihren Ausdruck in einer ambivalenten Bildersprache, die auf negative und defizitäre Zuschreibungen an den alten Menschen verweist. Alte und pflegebedürftige Menschen werden dabei in erster Linie unter dem Aspekt der ökonomischen Belastung betrachtet, da sie nicht dem gesellschaftlichen Ideal von Produktivität und Aktivität zu entsprechen scheinen. Das diesjährige Dialogforum Mensch und Endlichkeit hinterfragt die Bedingungen und Auswirkungen gesellschaftlicher Altersbilder auf Sorgestrukturen und widmet sich der Frage nach dem „guten Leben" im Alter, das ein Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Altersbildern, kulturellen Repräsentationen und Alters- und Sorge-Diskursen voraussetzt.

Website Dialogforum Mensch und Endlichkeit

 
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