Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Mitteilungen für das öffentliche Gesundheitswesen

In der aktuellen Ausgabe der Mitteilungen für das öffentliche Gesundheitwesen finden Sie einen interessanten Beitrag zur Childhood Obesity Surveillance Initiative, die Übergewicht und Adipositas bei Schulkindern zum Thema hat.

Im Beitrag zum Gesundheitsberuferegister finden sich hilfreiche Links u.a. für angestellte Berufsangehörige während sich im Bereich der übertragbaren Infektionskrankheiten Jahresberichte zu u.a. Polioviren, Legionellen und Tuberkulose finden.

Zum Schluss darf noch auf kommende Veranstaltungen wie dem Symposium zum 12. Europäischen Antibiotikatag am 18. November 2019 und die 132. Amtsärztliche Fortbildungsveranstaltung vom 02. - 03. Dezember 2019 verwiesen werden.

 

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe aus dem laufenden Quartal. Die bisherigen Ausgaben stehen Ihnen in unserem Archiv zur Verfügung.

Aktuelle Ausgabe 3. Quartal 2019

Preisveröffentlichungen von Juni bis August 2019

Die Höchstpreise laut Preisgesetz (BGBl. Nr. 145/1992) werden laufend auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) verlautbart.

Preisveröffentlichungen

Childhood Obesity Surveillance Initiative (COSI)

Österreich nimmt heuer zum zweiten Mal an der Childhood Obesity Surveillance Initiative (COSI) des WHO Regional Büros für Europa teil. Die an COSI teilnehmenden Länder wiegen und messen in regelmäßigen Abständen die Körpergröße und das Körpergewicht von Volksschulkindern, um so die Trends von Übergewicht und Adipositas in dieser Altersgruppe zu erfassen und europaweit vergleichen zu können. Zudem werden Einflussgrößen auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten im schulischen und familiären Umfeld erhoben. Die bisherige COSI-Erhebung zeigte, dass in Österreich jeder dritte Bub und jedes vierte Mädchen im Alter von acht Jahren übergewichtig oder adipös ist.

Die Erhebung wird von der Obesity Academy Austria im Auftrag des BMASGK durchgeführt. Die Messungen finden an ca. 100 Schulen in ganz Österreich von September bis November 2019 statt.

COSI in Österreich

COSI in Europa

Gesundheitsberuferegister

Mit dem Gesundheitsberuferegister werden erstmals alle in Österreich berechtigten Angehörigen der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe und der gehobenen medizinisch-technischen Dienste erfasst. Am 01. Juli 2018 begann die Registrierung dieser zehn Gesundheitsberufe im Gesundheitsberuferegister.
Mit der Registrierung wurde ein wichtiger Schritt zur Erfassung des vorhandenen Personals im Gesundheitswesen gemacht, der langfristig eine genauere Planung der Personalressourcen im Gesundheitswesen unterstützt. Zudem dient das öffentlich zugängliche Register auch der Transparenz und der Qualität im Gesundheitswesen. Das Gesundheitsberuferegister gibt den Patientinnen und Patienten damit die Sicherheit, von einer gut ausgebildeten Fachkraft gepflegt, behandelt bzw. betreut zu werden. Das BMASGK stellt die technische Infrastruktur des Gesundheitsberuferegisters zur Verfügung.

Bundesarbeitskammer Registrierungsbehörden für die angestellten Berufsangehörigen

Gesundheit Österreich GmbH für die freiberuflich Tätigen

Öffentliches Register der eingetragenen Personen

Verleihung des Papageno-Medienpreises für suizidpräventive Berichterstattung

Medienberichte über Suizid spielen eine wichtige Rolle in der gesellschaftlichen Aufklärung und der Prävention. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine bestimmte Form der Berichterstattung nicht nur Imitationssuizide („Werther-Effekt") verhindert, sondern generell suizidpräventiv wirken kann („Papageno-Effekt").

Zur Förderung der suizidpräventiven Berichterstattung wurde vom BMASGK und der österreichischen Gesellschaft für Suizidprävention (ÖGS) sowie der Wiener Werkstätte für Suizidforschung erstmals der „Papageno-Medienpreis" ausgelobt. Bundesministerin Dr.in Brigitte Zarfl hat am 10. September 2019, dem Welttag der Suizidprävention, den Preis an Dr. Thomas Hödlmoser für seinen in den Salzburger Nachrichten erschienenen Beitrag „Und trotzdem weiterleben" verliehen.

Papageno-Medienpreis

Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche - Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2018

Im Jahr 2018 wurden in Österreich 52 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche mit 222 Erkrankten in das Epidemiologische Meldesystem (EMS) eingemeldet. 58 Personen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden, es wurden keine Todesfälle in Verbindung mit den Ausbrüchen gemeldet. Verglichen mit dem Jahr 2017 (69 Ausbrüche) kam es zu einem Rückgang an Ausbrüchen. 49 Ausbrüche wurden durch Bakterien verursacht, 2 durch Noroviren und einer durch das Hepatitis-A-Virus. Von den gemeldeten Ausbrüchen durch Bakterien wurden die meisten durch Campylobacter (46 %) und durch Salmonellen (40 %) ausgelöst.

Jahresbericht 2018 Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche

Legionellen - Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2018

Im Jahr 2018 wurden von der Nationalen Referenzzentrale für Legionella-Infektionen 237 Fälle von Legionärskrankheit, inklusive zehn Todesfälle, registriert. Von den 237 Fällen waren 176 ambulant erworben, 59 mit Aufenthalten in Beherbergungsbetrieben und 2 mit dem Aufenthalt in einer Gesundheitseinrichtung assoziiert. Im Jahr 2018 wurden vom Europäischen Netzwerk „European Legionnaires' Disease Surveillance Network" 44 Fälle von Legionärskrankheit bei ausländischen Touristinnen und Touristen, die sich während ihrer Inkubationszeit in Österreich aufhielten, an die Nationale Referenzzentrale gemeldet.

Jahresbericht 2018 Legionellen

Tuberkulose - Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2018

In der österreichischen Bevölkerung ist die Tuberkulose-Inzidenz seit Jahren rückläufig. Im Jahr 2018 wurden in Österreich 481 Fälle von Tuberkulose (TB) gemeldet. Männer erkrankten 1,6 Mal häufiger als Frauen. Die niedrigste TB-Inzidenz beobachtete man bei den 5-14 Jährigen (1,9/100.000) und die höchste bei den 15-24 Jährigen (7,4/100.000). Im Jahr 2018 wurden an der Nationalen Referenzzentrale für Tuberkulose 18 Fälle von multiresistenter Tuberkulose bestätigt. Es wurde kein Fall einer extrem resistenten Tuberkulose registriert.

Jahresbericht 2018 Tuberkulose

Escherichia (E.) coli einschließlich Verotoxin bildender E. coli -Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2018

Im Jahr 2018 wurden 314 Erkrankungsfälle an Verotoxin-bildenden Escherichia coli (VTEC) ins EMS gemeldet. Die Inzidenz VTEC-bedingter Erkrankungen lag 2018 in Österreich bei 3,56 pro 100.000 Personen. Die Inzidenzen der VTEC-Fälle in den verschiedenen Bundesländern variierten beträchtlich. Die Inzidenz VTEC-Erkrankter ist in Salzburg mit 16,91 pro 100.000 Personen deutlich höher als in den anderen Bundesländern. Als postinfektiöse Komplikation trat in acht Fällen ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) auf. Vier der acht gemeldeten HUS-Patientinnen und -Patienten waren Kinder im Alter unter 15 Jahren. Im Jahr 2018 wurden 13 VTEC-Ausbrüche registriert. 2018 gab es in Österreich keinen VTEC-bedingten Todesfall.

Jahresbericht 2018 VTEC

Influenza - Epidemiologie - Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2018/2019

In der Saison 2018/2019 zeigte sich die Influenzawelle in 24 der 27 Surveillancewochen mit geringer (endemischer) Aktivität, in drei Wochen erreichte sie moderate Aktivität, es wurde keine hohe Influenza-Aktivität beobachtet. Influenza A(H1N1)pdm09 war mit einem Anteil von 68,6 % der laborbestätigten Fälle von Influenza der vorherrschende-Subtyp, gefolgt von Influenza A(H3N2) mit 30,7 % der virologisch bestätigten ILI-Fälle; in 0,7 % der laborbestätigten Influenzafälle wurde Influenza B identifiziert.

Jahresbericht 2018/19 Influenza

Polioviren - Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2018

Im Rahmen des nationalen Überwachungs- und Meldesystems für AFP (= acute flaccid paralysis, akute schlaffe Lähmung) wurden im Jahr 2018 von insgesamt 5 gemeldeten Fällen Stuhlproben untersucht. In keiner der untersuchten AFP-Proben konnten Enteroviren nachgewiesen werden. Im Rahmen des epidemiologischen Netzwerkes für Enterovirus-Infektionen wurden 14.781 Proben untersucht, in keiner Probe wurde Wildtyp Poliovirus nachgewiesen.

Jahresbericht 2018 Polioviren

HIV/AIDS, Hepatitis B und C in Österreich

Die internationalen Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sehen vor, dass bis 2030 die AIDS-Epidemie beendet sein soll. Auch Hepatitis und andere Infektionskrankheiten sollen bis dahin bekämpft werden. Um HIV/AIDS, Hepatitis B und C in Österreich erfolgreich und nachhaltig eindämmen zu können sind eine Reihe an Maßnahmen notwendig. Die bisher etablierten Vorgehensweisen zur Prävention und Eindämmung von HIV/AIDS, Hepatitis B und C und darüberhinausgehende Initiativen sollen zur Erreichung der nationalen und internationalen Ziele beitragen.

Das Dokument HIV/AIDS, Hepatitis B und C in Ö stellt neben epidemiologischen Informationen bereits implementierte Maßnahmen zur Eindämmung von HIV/AIDS, Hepatitis B und C vor. Es soll als wegweisende Grundlage für weitere Diskussionen unter beteiligten Akteuren und als Planungsgrundlage für die weitere Arbeit in Richtung Eindämmung von HIV/AIDS, Hepatitis B und C dienen.

HIV/AIDS, HepB, HepC

Symposium zum 12. Europäischen Antibiotikatag am 18. November 2019 in Wien

Anlässlich des 12. Europäischen Antibiotikatages (European Antibiotic Awareness Day, EAAD) findet auch heuer wieder ein Symposium zum EAAD statt. Die Veranstaltung wird dieses Jahr in den Räumlichkeiten des Bundesamtsgebäudes, 1030 Wien, Radetzkystraße 2 durchgeführt. Ziel des Symposiums ist eine Vertiefung des Wissens in den betroffenen Fachkreisen und die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung bezüglich eines verantwortungsvollen Gebrauchs von antimikrobiell wirksamen Arzneimitteln. Das Symposium wird vom BMASGK gemeinsam mit dem Nationalen Referenzzentrum für nosokomiale Infektionen und Antibiotikaresistenzen sowie der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und der Veterinärmedizinischen Universität Wien veranstaltet.

Die Anmeldungsmodalitäten und genauere Informationen zur Tagung finden Sie auf der Website der AGES Akademie.

AGES-Akademie

132. Amtsärztliche Fortbildungsveranstaltung vom 02. bis 03. Dezember 2019 in Wien

Die vom BMASGK jährlich organisierte Amtsärztliche Fortbildungsveranstaltung wird dieses Jahr vom 02. bis 03. Dezember 2019 im Bundesamtsgebäude, Radetzkystraße 2, 1030 Wien, stattfinden. Zur Teilnahme sind alle Amtsärztinnen und Amtsärzte Österreichs herzlich eingeladen. Das Tagungsprogramm und die Anmeldemodalitäten werden dem Zielpublikum so bald wie möglich übermittelt. 

3. FrauenGesundheitsDialog Aktionsplan Frauengesundheit
am 25. Juni 2019

Zum österreichweiten bereichs- und länderübergreifenden Austausch fand am 25. Juni 2019 zum dritten Mal der jährliche FrauenGesundheitsDialog statt, der auch die Dokumentation bereits umgesetzter Maßnahmen präsentierte. Die Umsetzung des Aktionsplans Frauengesundheit auf Bundesebene sowie die Einladung zum FrauenGesundheitsDialog erfolgte gemeinsam mit dem für Frauenangelegenheiten zuständigen Ministerium.

Der diesjährige FrauenGesundheitsDialog stellte den Themenschwerpunkt „Psychische Gesundheit - Gewalt gegen Frauen" in den Mittelpunkt. Das Motto der Veranstaltung lautete diesmal „Think Global - Act Local" und fokussierte den Themenschwerpunkt aus der internationalen und wissenschaftlichen Perspektive bei gleichzeitigem Blick auf die Projekte in Österreich.

3. FrauenGesundheitsDialog

6. Europäisches Forum für evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention (EUFEP) am 16.1.2020 auf der Burg Perchtoldsdorf

Der 6.EUFEP Kongress beleuchtet, woran man gute Gesundheitsinformation erkennt, welchen Schaden medizinische Falschinformation verursacht und ob es Mittel zur Entzauberung von hartnäckigen Mythen gibt. Darüber hinaus wird es einen Schwerpunkt zur Risikokommunikation geben.

Website EUFEP Österreich

 
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