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02.02.2018

Arbeitsmarktdaten Jänner 2018

Die Arbeitsmarktsituation Ende Jänner 2018 ist ähnlich der der Vormonate: die Beschäftigung steigt, die Arbeitslosigkeit sinkt.

Aktuell haben geschätzte 3.628.000 Personen ein unselbständiges Beschäftigungsverhältnis, das sind um +82.000 bzw. +2,3% mehr als ein Jahr zuvor.

Im Jänner 2018 konnten 56.110 arbeitssuchenden Personen aus AMS Vormerkung ein Dienstverhältnis antreten, davon waren rund 9.600 jünger als 25 Jahre, und rund 16.200 50 Jahre oder älter.

Vor allem an der Entwicklung der offenen Stellen zeigt sich, dass der Aufwärtstrend in der österreichischen Wirtschaft weiter anhält. Die Zahl der gemeldeten sofort verfügbaren offenen Arbeitsplätze liegt Ende Jänner mit 59.103 nunmehr um +31% über dem Vorjahreswert.

Ein anderer Indikator für die starke Arbeitskräftenachfrage ist der gesamte Zugang an offenen Stellen beim AMS im Jahr 2017: dieser Wert lag um rund +15% über dem des Jahres 2016. Im Jänner 2018 erhöhte sich der Zugang an sofort verfügbaren offenen Stellen um knapp +19% gegenüber dem Jänner 2017.

Vor dem Hintergrund des guten Wirtschaftswachstums (von rund 3% 2017) und des Zuwachses an Arbeitsplätzen Ende Jänner 2018 auch die Arbeitslosigkeit gesunken - mit 379.209 sind gegenüber dem Jänner 2017 um -43.053 bzw. -10,2% weniger Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt.

Diese Zahlen erscheinen zwar oberflächlich betrachtet gut, ein Blick in die Details zeigt aber, dass es hier bedenkliche Entwicklungen gibt: Der Anteil an vorgemerkten arbeitslosen AusländerInnen beträgt in Summe 30%, von denen wiederum 63% lediglich eine Pflichtschulausbildung absolviert haben. Bei den in dieser Gruppe mitgerechneten Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten beträgt der Anteil an Pflichtschulabsolventen sogar knapp 70%.

Betrachtet man die Zahlen differenziert nach der jeweils höchsten abgeschlossenen Ausbildung, so zeigt sich, dass - über alle Alterskategorien hinweg - vor allem Personen mit einer geringen formalen Ausbildung Schwierigkeiten haben, am primären Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.

In Schulung befinden sich aktuell 76.651 Personen, davon entfallen 43% auf AusländerInnen, von diesen sind wiederum 45% Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte.

Somit beträgt die Gesamtzahl aller Vorgemerkten inklusive Personen, die ein AMS-Schulungsangebot wahrnehmen, 455.860, das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -37.992 bzw. -7,7%.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt aktuell bei 9,5%, das ist ein Rückgang von -1,2%-Punkten gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote nach der internationalen Erhebungsmethode gemäß EUROSTAT wird für Österreich für Dezember 2017 mit 5,3% angegeben. Die Jugendarbeitslosenquote beträgt nach dieser Definition 9,3%.

Wie auch im Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen in allen Bundesländern rückläufig, am relativ stärksten jedoch Ende Dezember in der Steiermark (-16,7%), hier auch unterstützt durch eine relevante Ausweitung der AMS Schulungsteilnahmen.

Bei Männern (-11,6%), österreichischen StaatsbürgerInnen (-11,1%) und Jugendlichen (-18,8%) ist die registrierte Arbeitslosigkeit nunmehr bereits seit mehreren Monaten stabil und rückläufig.

Für die Personengruppe der älteren Arbeitssuchenden (-5,3% Arbeitslosigkeit) sowie Menschen mit Behinderungen (-2,2%) zeigt sich aktuell zwar ebenso ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit, doch ist es für diese Gruppen offensichtlich viel schwieriger, von den erweiterten Jobchancen zu profitieren als für andere Gruppen von Arbeitssuchenden.

In den von der konjunkturellen Entwicklung direkt betroffenen Branchen nimmt die Arbeitslosigkeit stärker ab, wobei auch hier andere Faktoren - wie z.B. in der Bauwirtschaft das momentan milde Wetter -entscheidend mit hineinspielen. So sind daher in der Bauwirtschaft Ende Jänner um -14,8% weniger Personen arbeitslos vorgemerkt, in der Warenproduktion um -14,5% und in der Arbeitskräfteüberlassung um -8,7%. Aber auch die AMS-Vorgemerktenzahlen aus den Branchen Tourismus (-11,1%) und Handel (-10,4%) entwickelten sich positiv.

Die wirtschaftliche Erholung zeigt sich, verbunden mit demographischen Trends, auch auf dem Lehrstellenmarkt: So liegt Ende Dezember die Zahl der Lehrstellensuchenden um -2,5% unter dem Vorjahreswert während der Bestand an gemeldeten offenen Lehrstellen um +27% zugenommen hat. Dennoch stehen damit noch immer für 5.846 Lehrstellensuchende derzeit nur 4.405 betriebliche Lehrstellen, die dem AMS gemeldet wurden, zur Verfügung. Ein Überhang an freien Lehrplätzen besteht lediglich - vor allem durch die Nachfrage in Tourismusberufen - in Tirol und Salzburg, aber auch in Oberösterreich. Deutlich mehr Lehrstellensuchende als offene Lehrstellen gibt es insbesondere in Wien. Die Zahl der Lehrlinge in vom AMS geförderten überbetrieblichen Lehrausbildungseinrichtungen ist gegenüber dem Vorjahr bundesweit annähernd unverändert geblieben.

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Weitere Informationen zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten

Berichte und Auswertungen zum Arbeitsmarkt auf der Website des AMS

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