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28.02.2017

Geplante Neuerungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte

Im Ministerrat wurden Neuerungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte (RWR-Karte), die AusländerInnen eine befristete Niederlassung und zur Beschäftigung bei einem/einer bestimmten ArbeitgeberIn ermöglicht, beschlossen:

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Die Geltungsdauer der Rot-Weiß-Rot-Karte wird von zwölf auf 24 Monate verlängert, um Lohn- und Arbeitsbedingungen in der ersten Phase der Zuwanderung länger kontrollieren zu können.
  • Eine eigene Regelung wird für die Zulassung von drittstaatsangehörigen Start-up-GründerInnen im Rot-Weiß-Rot-Karten-System geschaffen.
  • Das Punktesystems für Fachkräfte in Mangelberufen wird verbessert. Die Kriterien „Sprachkompetenz" und „Berufserfahrung" werden aufgewertet, um auch älteren Fachkräften mit qualifizierter Berufserfahrung eine Zulassung und Beschäftigung über die RWR-Karte zu ermöglichen.
  • Bachelor- und (PhD-)DoktoratsstudienabsolventInnen werden künftig in das Rot-Weiß-Rot-Karten-System einbezogen.
  • Das Aufenthaltsrecht von StudienabsolventInnen für die Arbeitssuche wird von sechs auf zwölf Monate verlängert. Drittstaatsangehörigen StudienabsolventInnen österreichischer Hochschulen soll länger Zeit eingeräumt werden, um eine qualifikationsadäquate Beschäftigung mit entsprechender Entlohnung zu finden.
  • Das zulässige Beschäftigungsausmaß für Bachelor-, Master- und (PhD-)Doktoratsstudierende wird auf 20 Wochenstunden vereinheitlicht.


Die Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte soll im Frühjahr vom Parlament beschlossen werden und am 1. Juli 2017 in Kraft treten.

Links

Weitere Informationen auf der Migrationsplattform der österreichischen Bundesregierung www.migration.gv.at
 
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