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03.06.2019

Arbeitsmarkt im Mai: Rückgang der Arbeitslosigkeit um -2,5%; Beschäftigung steigt

Mit 278.948 beim AMS arbeitslos vorgemerkten Personen ist Ende Mai 2019 weiterhin ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Der Rückgang um -2,5% bzw. -7.199 Personen im Vergleich zum Vorjahr ist dabei jedoch schwächer als in den Vormonaten. Inklusive der Personen in einer AMS-Schulung betrug die Zahl der Vorgemerkten Ende Mai 343.137, das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -16.424 bzw. -4,6%. Gleichzeitig wächst auch die Zahl der Beschäftigten weiterhin. Geschätzte 3.808.000 Personen, um +71.000 bzw. +1,9% mehr als im Vorjahr, befanden sich im Mai 2019 in unselbständigen Beschäftigungsverhältnissen. ****

Beim AMS standen zudem Ende Mai 2019 82.280 sofort verfügbare offene Stellen zur Verfügung, um +6.712 bzw. +8,9% mehr als im Vorjahr. Der Abgang in Arbeit aus AMS Vormerkung gestaltet sich jedoch schwieriger als noch im Vorjahr. Zwar konnten in den ersten 5 Monaten des Jahres bereits 300.367 Arbeitsaufnahmen aus AMS-Vormerkung verzeichnet werden, dies sind jedoch -9.049 Personen bzw. -2,9% weniger als im Vorjahr. Unter den Beschäftigungsaufnahmen aus AMS-Vormerkung heraus waren 38.477 unter 25-Jährige und 62.013 Personen über 50 Jahre.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt aktuell bei 6,8%, das ist ein Rückgang von -0,3%-Punkten gegenüber dem Mai 2018. Die Arbeitslosenquote nach internationaler Erhebungsmethode gemäß EUROSTAT liegt für März 2019 [letztverfügbarer Wert] bei 4,8% (-0,1). Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen nach internationaler Definition liegt für März bei 8,0% (-2,1).

Zwtl.: Überdurchschnittlicher Rückgang bei Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen

Wie bereits in den Vormonaten sank die Arbeitslosigkeit der Österreicher und Österreicherinnen Ende Mai überdurchschnittlich (-5,0%). Überdurchschnittliche Rückgänge verzeichnen ebenso Langzeitarbeitslose mit -6,6%, Jugendliche mit -6,3% sowie Männer mit -4,3%. Auch Frauen (-0,5%) verzeichnen im Mai sinkende Arbeitslosigkeit. Ältere (+1,5%), Arbeitslose mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+1,6%), Menschen mit Behinderungen (+ 2,2%) sowie Ausländerinnen und Ausländer (+3,2%) weisen im Vergleich zum Vorjahr jedoch wieder leicht steigende Arbeitslosigkeit auf.

Mit Ausnahme Vorarlbergs (+1,9%) verzeichnen die Bundesländer weiterhin sinkende Arbeitslosigkeit: Die größten Rückgänge gab es in Oberösterreich (-3,6%) sowie in Kärnten, Niederösterreich und Salzburg (jeweils -3,3%). Rückgänge verzeichnen auch Tirol (-2,8%) und Wien (-2,4%).

Zwtl.: Baubranche weist stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit auf

In der Betrachtung nach Branchen zeigt sich Ende Mai 2019 erneut die Baubranche als starke Triebfeder. Mit -6,3% weist die Branche den größten Rückgang der arbeitslos Vorgemerkten im Vergleich zum Vorjahresmonat auf. Auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Gesundheits- und Sozialwesen (-6,1%) ist überdurchschnittlich. Positiv entwickelten sich im Vorjahresvergleich auch die Arbeitskräfteüberlassung (-4,4%), die Warenproduktion (-3,9%) sowie der Handel (-3,4%). Die Arbeitslosigkeit im Tourismus sinkt hingegen mit -2,0% nur unterdurchschnittlich.

In AMS Schulung befinden sich aktuell 64.189 Personen (-9.225 bzw. -12,6% gegenüber Ende Mai 2018). Am Lehrstellenmarkt zeigt sich Ende Mai österreichweit eine Lehrstellenüberhang von 661 Lehrstellen (-304). Den 5.163 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden (ohne Teilnehmerinnen und Teilnehmer der überbetrieblichen Lehrausbildung) standen 5.824 gemeldete, sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber. Ist das Verhältnis von Lehrstellensuchenden zu offenen Lehrstellen auch im Mai bundesweit fast ausgeglichen, zeigen sich dennoch wieder deutliche Unterschiede nach Bundesländern: In Wien übersteigt die Nachfrage mit 4 Lehrstellensuchenden, die einer sofort verfügbaren offenen Lehrstelle gegenüberstehen, das Angebot, während in Oberösterreich, Salzburg und Tirol dreimal so viele Lehrstellen offen sind als Lehrstellensuchende gemeldet.

Rückfragehinweis: Sozialministerium Abteilung Kommunikation und Service (AKS) 01-71100-862199 kommunikation@sozialministerium.at www.sozialministerium.at www.facebook.com/sozialministerium

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