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02.02.2019

BM Hartinger-Klein: Konstruktive Gespräche zu "Qualitätsmessung bei niedergelassenen Ärzten".

Auf Initiative der Bundesministerin haben Patientenanwalt, Ärztekammer und Sozialversicherung erfolgreiche Gespräche zum Thema "Qualitätsmessung bei niedergelassenen Ärzten" geführt.

"Um die Qualitätsmessung bei niedergelassenen Ärzten zu verbessern, haben wir uns unter anderem darauf geeinigt, dass die im aktuellen ÖQMed Bericht festgestellten Mängel dem wissenschaftlichen Beirat zur Evaluierung und Weiterentwicklung des Systems vorzulegen sind. Auch eine zukünftige Erhöhung der Stichprobenanzahl der Vor-Ort Besuche bei Überprüfung der Qualität in der Ordination wurde vereinbart", zeigt sich Hartinger-Klein erfreut über die Ergebnisse des runden Tisches mit Vertretern der Ärztekammer.

Durch den 2018 in Auftrag gegebene Studienvergleich (IHS-Studie, LSE-Studie aus 2017, Bericht des Rechnungshofes) sind Frau Dr. Brigitte Piso, Leiterin des Bundesinstituts für Qualität im Gesundheitswesen, sowie die Bundesministerin der Meinung, dass auf Grund der rund 40 Einzelempfehlungen, an verschiedensten Punkten angesetzt werden muss, um die Qualität der Versorgung weiter zu optimieren.

"Zur Qualitätssicherung sind die Vorgaben zur Identifikation und Ursachenfindung von Mängeln, sowie eine Ausarbeitung von Verbesserungsvorschlägen für die ÖQmed festgelegt worden. Für die Reihung von Kassenärzten, Niederlassungskriterien, Disziplinarkriterien, Öffnungszeiten und Wartezeitenmanagement, sollen die Messkriterien zwischen der Ärztekammer und der Sozialversicherung abgeglichen und angepasst werden", so Hartinger-Klein.

ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres: "Wir freuen uns, dass wir gemeinsam das Potential für zusätzliche Verbesserungen ausloten konnten, dieses werden wir nun in Folgeterminen weiter behandeln. Wir sind bei der Umsetzung weiterer Verbesserungen gerne mit an Bord. Einen Teil der Empfehlungen haben wir bereits umgesetzt."

GD-Stv. Mag. Bernhard Wurzer (Hauptverband d. österr. Sozialversicherung): "Die Sozialversicherung bezahlt nicht nur für die Gesundheitsversorgung ihrer Versicherten, sondern kümmert sich auch um die Qualität der Versorgung. Deswegen engagieren wir uns auch für ein gutes Qualitätsmanagement bei unseren Vertragspartnern, denen wir für ihren Einsatz große Anerkennung aussprechen möchten."

Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger: "Der Bericht der Gesundheit Österreich ist eine gute und klare wissenschaftliche Grundlage damit in weiteren Schritten Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle im niedergelassenen Bereich verbessert werden können. Fünf Handlungsfelder sind geortet und analysiert worden und wir haben damit eine fundierte Ausgangslage für weitere Verbesserungsinitiativen. Besonders hervorzuheben ist, dass die umfassende Bereitschaft besteht, Hinweise auf Defizite, mit evidenzbasierten, wissenschaftlichen Methoden zu erkennen und aufzuarbeiten. Aus Sicht der Patientenanwaltschaft ist noch ein weiterer Bereich als zukünftiger kritischer Erfolgsfaktor zu nennen, nämlich die Intensivierung der Kontrollintervalle. Wenn die Methode der weitgehenden Selbstevaluierung grundsätzlich beibehalten werden soll, dann müssen flankierend die zeitlichen Intervalle der Kontrollbesuche wesentlich verkürzt werden. Statt statistisch alle 70 Jahre, müssen statistische Kontrollintervalle von etwa alle 5 Jahre erreicht werden.

Rückfragehinweis: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Axel Ganster, MAS Pressesprecher von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein +43 (1) 71100-86 2456 pressesprecher@sozialministerium.at www.sozialministerium.at www.facebook.com/sozialministerium

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OTS0001 2019-02-02/08:00

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