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18.03.2019

Europaweites Verbot der Pelztierhaltung muss angestrebt werden

Hartinger-Klein: Es besteht großer Handlungsbedarf im Tierschutz!

Bundesministerin Hartinger-Klein ersucht dringend um erneutes Überdenken der erfolgten Ausschreibung "Referenzzentrum der Europäischen Union für Tierschutz beim Geflügel und anderen kleinen Farmtieren": "Wenn wir mehr Tierwohl erreichen wollen, dann dürfen wir nicht zulassen, dass das Referenzzentrum um andere kleine Farmtiere erweitert wird."

Im Österreichischen Tierschutzgesetz ist die Haltung von Pelztieren zur Pelzgewinnung verboten und bereits 1998 wurde aus gutem Grund die letzte Pelztierfarm in Österreich geschlossen.

Bereits im Dezember 2018 wurde von Österreich im Rahmen der Ratsarbeitsgruppe der leitenden Veterinärbeamten die angekündigte Ausschreibung eines zweiten EU -Tierschutzreferenzzentrum, welches sich mit Pelztierhaltung beschäftigen soll, kritisch hinterfragt. Heftige Kritik äußert man nun auch bei der aktuellen Ausschreibung.

"Es ist unbestritten, dass Tierschutz bei der Haltung von Geflügel ein für ganz Europa wichtiges Thema darstellt, aber dass bei der nun erfolgten Ausschreibung auch Pelztiere umfasst sind, ist zu hinterfragen. Hinsichtlich der Pelztierhaltung wäre ein europaweites Verbot anzustreben, bis dahin sind andere weiterführende Möglichkeiten zu suchen und bestehende Projekte für Alternativen zu fördern", so die Bundesministerin.

Neben Österreich ist die Pelztierhaltung in Belgien, Niederlande, Luxemburg, Slowenien, Tschechien und das Vereinigte Königreich verboten.

Kritik auch in anderen Bereichen

Von Seiten der EU-Mitgliedstaaten wurde die Europäische Kommission wiederholt ersucht, die Verordnung Nr. 1/2005 zum Tierschutz beim Transport zu überarbeiten und in einigen Punkten einheitliche Standards festzulegen.

"In diesem Sinne wäre es aus Sicht Österreichs wichtiger, die Arbeiten zum Tierschutz beim Transport auch im Lichte der notwendigen Novellierung der Tiertransportverordnung 1/2005, die jedenfalls von der neuen Kommission in Angriff genommen werden muss, zügig voranzutreiben", betont Hartinger-Klein abschließend.

Rückfragehinweis: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Axel Ganster, MAS Pressesprecher von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein +43 (1) 71100-86 2456 pressesprecher@sozialministerium.at www.sozialministerium.at www.facebook.com/sozialministerium

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OTS0111 2019-03-18/12:33

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