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01.02.2019

Jänner-Arbeitsmarktdaten: Rückgang der Arbeitslosigkeit um - 3%

+68.000 Beschäftigte mehr als im Vorjahr

Trotz eines saisonal bedingten Anstiegs im Vergleich zum Vormonat Dezember sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich Ende Januar weiterhin: Mit 367.979 beim AMS arbeitslos vorgemerkten Personen kam es zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um -3,0% bzw. -11.230 Personen im Vergleich zu Ende Januar 2018. Inklusive der Personen in einer AMS-Schulung betrug die Zahl der Vorgemerkten Ende Januar 433.385, das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -22.475 bzw. -4,9%. Die Zahl der Beschäftigten wächst im Januar hingegen auf geschätzte 3.717.000 Personen. Damit gibt es um +68.000 bzw. +1,9% mehr unselbständige Beschäftigungsverhältnisse als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt aktuell bei 9,0%, das ist ein Rückgang von -0,4%-Punkten gegenüber dem Januar 2018. Die Arbeitslosenquote nach internationaler Erhebungsmethode gemäß EUROSTAT liegt für Dezember 2018 bei 4,7% (-0,7), Österreich liegt damit an zehnter Stelle in der EU und unter dem EU-Durchschnitt von 6,6%. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen nach internationaler Definition liegt für Dezember bei 8,9% (-0,8). ****

In AMS Schulung befinden sich aktuell 65.406 Personen (-11.245 bzw. -14,7% gegenüber Ende Januar 2018), davon entfallen rund 42% auf Ausländerinnen und Ausländer, von denen wiederum fast die Hälfte (45%) Asylberechtigte oder Personen mit subsidiärem Schutz waren. Bei den Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten ging die Zahl der AMS-Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer gegenüber dem Vorjahresmonat um -17,5% zurück.

Zwtl.: Arbeitslosigkeit der Österreicher sinkt überdurchschnittlich - Anstrengungen greifen

Wie bereits in den Vormonaten sank die Arbeitslosigkeit der Österreicher und Österreicherinnen Ende Januar überdurchschnittlich (-5,5%). Überdurchschnittliche Rückgänge verzeichnen weiterhin Langzeitarbeitslose mit -12,6%, Jugendliche mit -5,5% sowie Männer mit -4,1% (Die Arbeitslosigkeit der Frauen ging im Vergleich dazu um -1,1% zurück). "Man sieht dass die Anstrengungen der Bundesregierung, die Langzeitsarbeitslosen besser für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren greifen und aber wir dürfen uns nicht auf den Erfolgen ausruhen sondern müssen dabei noch effizienter werden.", so Sozialministerin Beate Hartinger-Klein.

Zwtl: Arbeitslosigkeit der Ausländer steigt

Die Arbeitslosigkeit der Ausländerinnen und Ausländer weist mit +3,1% hingegen erstmals wieder einen Anstieg auf. Auch Menschen mit Behinderungen (+1,0%), ältere Arbeitslose (+1,0%) sowie Arbeitslose mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+0,4%) weisen im Vergleich zum Vorjahr erstmals wieder leicht steigende Arbeitslosigkeit auf.

Zwtl.: Stärkster Rückgang der Arbeitslosigkeit in Steiermark

Alle Bundesländer verzeichnen dennoch weiterhin sinkende Arbeitslosigkeit: Die größten Rückgänge gab es in Tirol (-5,7%), Kärnten (-5,1%), der Steiermark (-8,4%) dem Burgenland sowie der Steiermark (-4,8%). Überdurchschnittliche Rückgänge verzeichnen auch noch Oberösterreich (-4,5%) sowie Niederösterreich (-3,6%).

In der Betrachtung nach Branchen weist Ende Januar 2019 jahreszeitlich bedingt der Bau mit -1,9% den geringsten Rückgang der Arbeitslosigkeit auf während der Tourismus mit -5,0% einen überdurchschnittlichen Rückgange der arbeitslos Vorgemerkten im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen kann. Ebenfalls positiv entwickelten sich im Vorjahresvergleich die Warenproduktion (-5,5%) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (-5,2%), auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Arbeitskräfteüberlassung (-4,4%) und im Handel (-3,4%) liegen über dem Durchschnitt.

Zwtl.: +16,4% Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr

Ende Januar 2019 standen beim AMS 68.823 sofort verfügbare Stellen zur Verfügung, um +9.720 bzw. +16,4% Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig gelang es im ersten Monat des Jahres 2019 bereits 52.202 arbeitssuchenden Personen aus AMS Vormerkung heraus eine Beschäftigung aufnehmen. Darunter waren 7.215 unter 25-Jährige und 8.437 Personen über 50 Jahre.

Am Lehrstellenmarkt zeigt sich Ende Januar österreichweit eine Lehrstellenlücke von 1.258 Lehrstellen (-183). Zwar stieg die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellen im Vorjahresvergleich um +20,6%, ohne die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der überbetrieblichen Lehrausbildung standen den 6.572 sofort verfügbare Lehrstellensuchenden dennoch nur 5.314 gemeldete, sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber. Es zeigen sich wiederum deutliche Unterschiede nach Bundesländern: Stehen in Salzburg aktuell jedem sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden rund 3 sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber (In Oberösterreich und Tirol beträgt das Verhältnis rund 1:2) übersteigt in Wien die Nachfrage nach Lehrstellen klar das Angebot, hier stehen einer sofort verfügbaren offenen Lehrstelle aktuell 7 Lehrstellensuchende gegenüber.

"Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich gut, aber in Zeiten der Hochkonjunktur ist mehr möglich. Immer noch haben wir ungenütztes Potential, das wir heben müssen. Allein bei der Überbetrieblichen Lehre oder den Asylberechtigten die beim AMS gemeldet sind, gibt es fast 40.000 Personen, die wir schneller in Beschäftigung bringen müssen. Hier effizienter zu werden, ist Verantwortung für die Betroffenen und für den Standort", so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. (Schluss)

Rückfragehinweis: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Axel Ganster, MAS Pressesprecher von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein +43 (1) 71100-86 2456 pressesprecher@sozialministerium.at www.sozialministerium.at www.facebook.com/sozialministerium

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OTS0061 2019-02-01/10:29

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