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06.12.2018

Schutz vor krebserzeugenden Arbeitsstoffen

Die zweite und die dritte Änderung der Karzinogenerichtlinie setzen neue Maßstäbe für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Beim Rat am 6. Dezember 2018 konnte zum Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der Arbeit zur 3. Änderung der Karzinogene-Richtlinie eine politische Einigung (allgemeine Ausrichtung) im Rat erzielt werden.

Der Schutz vor krebserzeugenden Arbeitsstoffen ist ein großes Ziel der europäischen Politik im Arbeitnehmerschutz. Trotz vieler Anstrengungen erkranken nach wie vor zu viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der EU an dieser Krankheit. Studien gehen davon aus, dass jedes Jahr in Europa über 100.000 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen sterben. Mit der dritten Änderung der Karzinogene-Richtlinie wird ein weiterer wichtiger Meilenstein gesetzt, um die Arbeitsplätze im Europa sicherer und gesünder zu machen.

Schon im vergangenen Jahr wurden mit der ersten Änderungsrichtlinie und während des österreichischen Ratsvorsitzes im 2. Halbjahr 2018 mit der zweiten Änderungsrichtlinie große Anstrengungen unternommen, den Schutz vor krebserzeugenden Arbeitsstoffen zu verbessern. Insgesamt sollen für bis zu fünfzig Stoffen oder Stoffgemischen Arbeitsplatzgrenzwerte festgelegt werden. In dieser dritten Welle sind es konkret fünf: Cadmium, Beryllium, Arsensäure und deren Verbindungen, Formaldehyd du MOCA (4,4‘-Methylen-bis(2-chloranilin). Die Europäische Kommission geht davon aus, mit der Einführung dieser Maßnahme über eine Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa besser zu schützen. Insbesondere die Zahl der Menschen, die gegenüber Formaldehyd exponiert sind, ist beachtlich.

Bundesministerin Beate Hartinger-Klein zeigt sich sehr zufrieden, dass unter österreichischem Ratsvorsitz eine politische Einigung zwischen den Regierungen gefunden wurde: "Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, den legislativen Prozess voranzutreiben. Nur durch die Schaffung von gesetzlichen Rahmenbedingungen können wir ein einheitliches Schutzniveau für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreichen und somit langfristig das Auftreten von neuen arbeitsbedingten Krebserkrankungen verhindern. Diese Richtlinie ist ein weiteres Puzzleteil für das Europa, das schützt."

Die im Rat erzielten Ergebnisse zur dritten Änderung der Karzinogene-Richtlinie sind in der Folge noch mit dem Europäischen Parlament abzustimmen.

Rückfragehinweis: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Axel Ganster, MAS Pressesprecher von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein +43 (1) 71100-86 2456 pressesprecher@sozialministerium.at www.sozialministerium.at www.facebook.com/sozialministerium

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OTS0162 2018-12-06/13:19

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