Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

05.07.2019

Studie belegt gesündere Ernährung von Schülerinnen und Schülern

Die HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) ist die größte europäische Kinder- und Jugendgesundheitsstudie. Sie wird in enger Kooperation mit dem Europabüro der WHO von einem interdisziplinären Forschungsnetzwerk aus 46 Ländern im Vier-Jahres-Rhythmus durchgeführt und schafft so eine einzigartige Datengrundlage für die Kinder- und Jugendgesundheit.

In Österreich wird die HBSC-Studie seit vielen Jahren vom Gesundheitsressort beauftragt und vom Bildungsressort unterstützt. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für gesundheitspolitische Entscheidungen und für nationale Gesundheitsziele.****

Zwtl.: Jugendliche ernähren sich gesünder und machen mehr Sport

Für die aktuelle Studie wurden Daten von 7.585 Schülerinnen und Schülern der Schulstufen 5, 7, 9 und 11 aus allen Bundesländern ausgewertet. Im Vergleich zu vergangenen Erhebungen zeigen sich im mittelfristigen Trend vor allem beim Gesundheitsverhalten der Schülerinnen und Schüler positive Entwicklungen: So weisen im Jahr 2018 gegenüber 2010 mehr Schülerinnen und Schüler ein gesundes Ernährungsverhalten (mehr Gemüse, weniger süße Limonaden, weniger Süßigkeiten, konstanter Obstkonsum) auf. Auch der Sport ist für die Schülerinnen und Schüler wichtiger geworden. Die Nichtraucherrate ist seit 2010 kontinuierlich gestiegen und beträgt derzeit 77% bei den Mädchen und 81% bei den Burschen. Auch Alkohol wurde 2018 laut Studie weniger oft getrunken als noch 2010. Derzeit trinken 26% der Mädchen und 32% der Burschen ab 15 Jahren wöchentlich. Ein weiterer erfreulicher Trend: Die Mobbingraten an den Schulen sind seit 2010 kontinuierlich gesunken.

Zwtl.: Subjektive Gesundheitseinschätzung verschlechtert sich

Obwohl sich die durchschnittliche Lebenszufriedenheit der Schülerinnen und Schüler mit einem Mittelwert von 7,8 auf einer Skala von 0 bis 10 nach wie vor auf einem relativ hohen Niveau befindet, zeigen sich vor allem im Bereich der psychischen Gesundheit auch negative Entwicklungen: So hat sich der subjektive Gesundheitszustand in den vergangenen acht Jahren etwas verschlechtert. Rund 12% der Burschen und 24% der Mädchen zeigen Anzeichen einer depressiven Verstimmung. Nur die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler hat ein positives Körperselbstbild: 35% meinen, dass sie zu dick sind und 15% empfinden sich als zu dünn. Vor allem bei älteren Schülerinnen und Schülern kam es zu einem Anstieg von Belastungsgefühlen durch die Schule.

Neu in die Studie aufgenommen wurden unter anderem Fragen nach dem Konsum von E-Zigaretten, Wasserpfeifen und der Nutzung von sozialen Medien. Dabei zeigte sich, dass 21% der Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren E-Zigaretten und/oder Wasserpfeifen konsumieren. Von diesen raucht ca. die Hälfte auch Zigaretten. 9% aller Schülerinnen und Schüler ab 11 Jahren zeigen eine besorgniserregende Nutzung von sozialen Medien.

Der gedruckte Bericht ist über das [Broschürenbestellservice] (https://sozialministerium.at/broschuerenservice) des Sozialministeriums kostenlos bestellbar.

(schluss)

Rückfragehinweis: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Pressesprecher Mag. Gerd Jung, MBA +43 (1) 71100-86 2476 pressesprecher@sozialministerium.at www.sozialministerium.at www.facebook.com/sozialministerium

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/46/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0008 2019-07-05/08:30

nach oben