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29.11.2019

Zarfl: HIV-Infektionen bleiben eine weltweite Herausforderung

Frühzeitige Diagnose für Therapieerfolg entscheidend

Laut Schätzungen der WHO leben weltweit fast 38 Millionen Menschen von einer HIV-Infektion betroffen. In Europa wurden im Vorjahr 141.000 Neudiagnosen gestellt. In den vergangenen Jahren hat es große Fortschritte in der Behandlung von HIV-Infektionen gegeben. So wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass HIV-Infizierte, die sich in Behandlung befinden und bei denen keine Viruslast nachweisbar ist, die Infektion nicht weitergeben können "Vorrangiges Ziel ist weiterhin die Vermeidung einer Ansteckung mit dem Virus. Wichtig ist auch, dass im Ansteckungsfall eine frühzeitige Diagnose einer HIV Infektion erfolgt. Eine frühe Diagnose ermöglicht einen rechtzeitigen Therapiestart und dieser bringt mitunter mehr Lebensjahre mit besserer Lebensqualität", erklärt Gesundheitsministerin Brigitte Zarfl anlässlich des Welt AIDS Tages. ****

Ziel- und risikogruppenspezifische sowie niederschwellige Präventionsarbeit, Beratung und Testung und zugleich ein gemeinsames entschlossenes Vorgehen gegen eine Diskriminierung von HIV-infizierten Menschen stellen auch in Zukunft wesentliche Maßnahmen dar, um die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen - ein Ende der AIDS-Epidemie im Jahr 2030 - erreichen zu können, erläutert die Gesundheitsministerin.

"In Österreich leisten die AIDS-Hilfen einen wesentlichen Beitrag zur HIV-Prävention, insbesondere durch Aufklärungsaktivitäten für Personengruppen mit erhöhtem Risikoverhalten und Antidiskriminierungsarbeit. Die AIDS-Hilfen bieten anonyme und kostenlose Testung sowie Beratung an. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz unterstützt die AIDS-Hilfen seit deren Bestehen in Österreich", würdigt Zarfl die Arbeit der AIDS-Hilfen.

Im Vorjahr wurde zudem das HIV-Testangebot in Österreich durch die Möglichkeit des Erwerbs eines HIV-Heimtests in Apotheken erweitert.

Der Welt-AIDS-Tag wurde heuer vor 31 Jahren erstmals von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen und findet seitdem jährlich am 1. Dezember statt. Seit 1996 wird der Welt-AIDS-Tag von der AIDS-Organisation der Vereinten Nationen (UNAIDS) organisiert. Weltweit erinnern verschiedenste Organisationen daran, dass HIV und AIDS nach wie vor nicht besiegt sind. (Schluss)

Rückfragehinweis: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Pressereferentin Mag.a Veronika MARIA Tel.: +43 (1) 71100-86 2480 e-mail: pressesprecher@sozialministerium.at www.sozialministerium.at www.facebook.com/sozialministerium

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