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25.11.2019

Zarfl: Studienpräsentation zu Bedarfsprognose Pflegepersonal und zur Finanzierung der Langzeitpflege

Studien von Gesundheit Österreich GesmbH und von IHS zur Zukunft der Pflege

Auf Initiative von Bundesministerin Mag.a Dr.in Brigitte Zarfl fand heute in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Stakeholdern am 25.11.2019 eine Präsentation zweier Studien zum Thema der zukünftigen Finanzierung der Langzeitpflege und dem Pflegepersonalbedarf statt. Die Ergebnisse sollen eine weitere Grundlage für die Vorbereitung weitere Maßnahmen auf Ebene des Bundes und der Länder darstellen.

"Aufgrund unserer demografischen Situation ist der Handlungsbedarf im Bereich der Langzeitpflege evident. Die Initiativen der Parlamentarier brachten Beschlüsse einer jährlichen Valorisierung des Pflegegeldes und der Einführung des Rechtsanspruchs auf Pflegekarenz. Mein Ressort hat sich u.a. weiter für die Verbesserung der Rahmenbedingungen von pflegenden Angehörigen und Maßnahmen zur Qualitätssteigerung in der 24-Stundenbetreuung eingesetzt. Damit konnte im vergangenen halben Jahr bereits einiges für die Weiterentwicklung des österreichischen Pflegevorsorgesystems erreicht werden," zog die Sozialministerin Bilanz.

Bei der heutigen Studienpräsentation stand der Blick in die Zukunft im Vordergrund. Prof. Dr. Martin Kocher und Dr.in Monika Riedel vom Institut für Höhere Studien, präsentieren die Ergebnisse der Studie zur "Zukünftigen Finanzierung der Langzeitpflege" und ao. Univ.-Prof. Dr. Herwig Ostermann sowie MMag.a Dr.in Elisabeth Rappold von der Gesundheit Österreich GmbH, jene der "Pflegepersonal Bedarfsprognose". Abschließend gibt Sektionschef Mag. Roland Sauer einen Einblick zum Thema "Pflegeausbildungen durch das AMS" und im Anschluss fand noch ein angeregter Austausch zwischen Studienautorinnen und -autoren und Publikum im Rahmen einer Podiumsdiskussion statt.

Wie die Ergebnisse der Studien zeigen, braucht es daher pragmatische Lösungsansätze, welche gemeinsam mit den Ländern weitere Schritte zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit in Abstimmung mit den Finanzierungserfordernissen und der Berücksichtigung der Wechselwirkung zwischen Gesundheits- und Sozialsektor bieten. Hier sind vor allem im Bereich der Finanzierung der Stellenwert der Prävention im Hinblick auf Kostendämpfungseffekte zu beleuchten.

Pflege- und Betreuungsberufe arbeiten in unterschiedlichsten Settings und interagieren mit einer Vielzahl an Professionen. Sie bilden die größte Gruppe der im Gesundheits- und Sozialbereich tätigen Personen. Hier gilt es insbesondere die vorherrschenden Rahmenbedingungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, des Images und der beruflichen Perspektiven weiterzuentwickeln um dadurch sicherzustellen, dass Menschen auch in Zukunft Pflege- und Betreuungsberufe ergreifen und auch nach erfolgten Ausbildungen versorgungswirksam den Sektoren zur Verfügung stehen.

"Wir müssen hier verstärkt Initiativen setzen, Menschen für diese Berufe, die mit viel Verantwortung einhergehen, zu gewinnen und diese möglichst lange und gesund im Beruf zu halten. Ich bin überzeugt davon, dass wir - wenn wir das Gemeinsame in den Vordergrund stellen - innovative, zukunftsträchtige und nachhaltige Lösungen finden werden. Wir alle können unseren Teil zu einem auch in Zukunft qualitativ hochwertigen Pflegevorsorgesystem beitragen.", so Bundesministerin Mag.a Dr.in Brigitte Zarfl abschließend.

Rückfragehinweis: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Pressereferentin Mag.a Veronika MARIA Tel.: +43 (1) 71100-86 2480 e-mail: pressesprecher@sozialministerium.at www.sozialministerium.at www.facebook.com/sozialministerium

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