Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Gefährliche Produkte und Rückrufe

Wenn Unternehmen erkennen, dass ein von ihnen vertriebenes Produkt gefährlich ist, müssen sie geeignete Korrekturmaßnahmen setzen. Oft wird ein Rückruf durchgeführt – Verbraucher und Verbraucherinnen werden also aufgefordert ein bereits geliefertes Produkt zurückzugeben. Rückrufe müssen den zuständigen Behörden gemeldet werden.

Fragen & Antworten sowie ein Leitfaden für Unternehmen zu Rückrufen, der von PROSAFE (Product Safety Enforcement Forum of Europe) mit Unterstützung der Europäischen Kommission erstellt wurde, finden Sie in den folgenden Downloads:

Verpflichtende Korrekturmaßnahmen

Das Produktsicherheitsgesetz 2004, aber auch andere nationale und europäische Regelungen verpflichten Unternehmen zu Korrekturmaßnahmen, wenn sie ein gefährliches Produkt auf den Markt gebracht haben. Erforderlichenfalls müssen Behörden geeignete Maßnahmen anordnen. Dies kann auch den Rückruf umfassen, also die Aufforderung an Endverbraucher/innen, ein bereits geliefertes Produkt zur Reparatur, zum Austausch oder zur Vernichtung zurückzugeben. Unternehmen sind verpflichtet, die zuständigen Behörden über Rückrufe zu informieren.

RAPEX

Unter bestimmten Bedingungen müssen Rückrufe über das Europäische Schnellwarnsystem RAPEX an die Europäische Kommission gemeldet werden, die ihrerseits die Mitgliedstaaten informiert. Damit ist eine rasche Verständigung aller europäischen Produktsicherheitsbehörden gewährleistet. Entsprechende Informationen über Rückrufe und andere Korrekturmaßnahmen finden Sie auf der englischsprachigen  RAPEX-Website der Europäischen Kommission; deutschsprachige Übersetzungen von RAPEX-Meldungen stehen auf der Website der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zur Verfügung.

Produktsicherheitsportal der AGES - Meldungen des Sozialministeriums

Rufzeichen rot

Wesentliche Rückrufe, die dem Sozialministerium gemeldet werden, werden auf der Website der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit(AGES) verlautbart; die AGES stellt auch eine spezielle App für Rückrufe zur Verfügung.

Sonderfall KFZ-Rückrufe

KFZ-Rückrufe werden in Österreich in der Regel gemäß § 40b (9) KFG durchgeführt: Dabei übermittelt der Vertreter des Fahrzeugherstellers dem zentralen Zulassungsregister beim Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs die Identifikationsnummern der betroffenen Fahrzeuge. Die Fahrzeughalter werden dann zugeordnet und vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs schriftlich über den Rückruf informiert.

Mit dieser Vorgangsweise können somit unter Wahrung des Datenschutzes praktisch alle betroffenen Fahrzeughalter effizient verständigt werden.

Sie finden hier eine periodisch aktualisierte Liste von KFZ-Rückrufen, die dem Ministerium gemeldet wurden. Bitte beachten Sie, dass keineswegs immer alle Fahrzeuge eines Typs vom Rückruf betroffen sind, sondern oft nur aus einem bestimmten Produktionszeitraum.

Achtung: Wenn Sie Ihr Fahrzeug im Ausland gekauft und selbst importiert haben, sind Ihre Fahrzeugdaten beim Vertreter des Fahrzeugherstellers in Österreich in aller Regel nicht erfasst; Sie können daher bei einem Rückruf "durchrutschen". Wenn Sie glauben, dass Ihr selbst importiertes Fahrzeug in eine Rückrufaktion fällt, dann wenden Sie sich bitte an den Vertreter des Fahrzeugherstellers in Österreich.

 
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