Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Lebensqualität und Würde

Lebensqualität bedeutet in jeder Phase des Alterns etwas anderes. Im frühen Alter geht es oft um das Gestalten der neu gewonnenen Freizeit in der Pension. Später ist vor allem wichtig, die Gesundheit zu erhalten und geeignete Betreuungsmöglichkeiten vorzufinden.
Das Sozialministerium setzt vielfältige Maßnahmen, um auch für ältere Menschen eine hohe Lebensqualität sicherzustellen.

Zu diesen Maßnahmen gehören:

  • der verbesserte Zugang zu Bildung im Alter
  • die Sicherstellung der politischen Teilhabe
  • die Förderung von Projekten zum Aktiven Altern
  • Forschungsprojekte zum Thema Lebensqualität älterer Menschen 
  • das Nationale Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime als Anreiz für hohe Dienstleistungsqualität

Besonders wichtig ist es aber ebenso, ein „neues“ gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen. Alter(n) soll nicht nur mit Abbau und Einschränkungen assoziiert werden, sondern als wichtige und wertvolle Lebensphase.

Gesund und aktiv Altern

Viele ältere Menschen wollen ihr Wissen und ihre Zeit der Gemeinschaft zur Verfügung stellen und engagieren sich ehrenamtlich. Der Leitfaden „Erfolgreich Projekte initiieren!" sowie der Leitfaden für intergenerative Projekte „Begegnung der Generationen" geben Tipps rund um die Planung und Umsetzung von Projekten.

50+ Gesundheitsförderung in der Nachbarschaft

Dialog „Gesund und aktiv Altern durch soziale Teilhabe"

Eine Arbeitsgruppe der Sektion Soziales, der Sektion Gesundheit, des Fonds Gesundes Österreichs und des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger beschäftigt sich im Rahmen der Umsetzung des Gesundheitsziels 1 „Gesunde Lebens- und Arbeitswelten" mit dem Unterziel 3.3.3 Politikfeldübergreifender Dialog zu gemeinsamer Strategie „Aktiv Altern".

Der „Dialog gesund und aktiv Altern durch soziale Teilhabe" soll Maßnahmen identifizieren und umsetzen, die dazu beitragen selbstbestimmtes und gesundes Altern zu ermöglichen, die Anzahl der gesunden Lebensjahre in der Bevölkerung zu erhöhen und das Sozialkapital der älteren Menschen, und insbesondere von benachteiligten älteren Menschen, zu stärken. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Stärkung eines positiven Altersbildes.

Dazu erfolgt die Vernetzung von Organisationen und Personen zur Verbreitung von Wissen und Generierung von Synergien, um ein Leitbild von Standards und Modellen guter Praxis zur Ausrollung im Sinne der Gesundheitsförderungs-Strategie aufzubereiten.

AUF GUTE NACHBARSCHAFT eine Initiative des Fonds Gesundes Österreich

Im Mittelpunkt der aktuellen dritten Phase von „Auf gesunde Nachbarschaft!" steht das Thema Gesundheitsförderung, Gesundheitskompetenz und Chancengerechtigkeit älterer Menschen in Nachbarschaften. Ältere Menschen sind häufiger als andere Personengruppen von Einsamkeit und gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen und können daher von funktionierenden Nachbarschaftsnetzwerken, die Unterstützung und ein gutes Miteinander bieten, besonders profitieren.

Derzeit entwickeln sieben Projektteams innovative Maßnahmen zur gesundheitsfördernden Teilhabe und zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz älterer Frauen und Männer in Regionen, Stadtteilen, Gemeinden und Nachbarschaften. Drei dieser Projekte wurden vom Sozialressort co-finanziert. Auch das Unabhängige LandesFreiwilligenzentrum in Linz beteiligt sich an dieser Initiative mit dem Projekt SPALLER.MICHL.

http://www.gesunde-nachbarschaft.at/schwerpunkte/phase-iii-ab-2019-%C3%A4ltere-menschen

Bild älterer Menschen in der Öffentlichkeit

Die Bedürfnisse der älteren und alten Menschen sind vielfältig und unterschiedlich. Es geht daher auch darum, eine differenziertere Sicht auf das Thema „Alter(n)“ zu schaffen.    

Der Film  „Und a jed's Leben is' anders" zeigt auf, dass der dritte und vierte Lebensabschnitt mit und ohne stärkere Beeinträchtigungen sinn- und wertvoll sind und dass eine professionelle Unterstützung und Begleitung ein autonomes und selbstbestimmtes Altern fördern. Als wichtiger Aspekt werden auch die Beziehungsmuster in der häuslichen Betreuung thematisiert.

Der Dokumentarfilm „Wir begleiten alte Menschen. Einblicke in eine bunte Welt" gibt jenen Personen ein Forum, die in einer demographisch alternden Gesellschaft immer wichtiger werden: den Fachkräften in der Begleitung älterer Menschen. Der Film informiert über die vielfältigen Möglichkeiten der Berufsgestaltung und zeigt auf, dass es sich lohnt, alte Menschen zu begleiten.  

Beide Filme und die dazugehörenden Begleitbücher können in der Ausbildung oder Beratung eingesetzt werden, beispielsweise als Einleitung für Diskussionsrunden. Bestellungen unter der Servicenummer 0800 / 20 20 74 oder per Email an broschuerenservice@sozialministerium.at.

Forschungsprojekte zum Thema Lebensqualität

Die Studie „Lebensqualität im Alter bis zuletzt. Die Bedeutung von informeller Hilfe für einen Verbleib zu Hause von alten und hochbetagten Menschen in Einpersonenhaushalten" geht der Frage nach, inwieweit  informelle Netzwerke dazu beitragen können, dass alleinlebende hochbetagte Menschen trotz Hilfe- und Pflegebedürftigkeit zu Hause bleiben können.

Menschen mit Demenz

Die Expertise Beratung von Angehörigen von Menschen mit Demenz – Ein Beitrag zur Lebensqualität von Menschen mit Demenz zu Hause" befasst sich damit, wie betreuende Angehörige von Menschen mit Demenz durch spezifische Beratung unterstützt werden können, um den Alltag im (Zusammen)Leben mit einer Person mit Demenz gut gestalten zu können.

Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime

Das Nationale Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime in Österreich (NQZ) ist ein Verfahren zur objektivierten Bewertung der Qualität von Alten- und Pflegeheimen in Österreich. Ziel ist es, die Qualität sichtbar zu machen und Anreize zur Weiterentwicklung zu geben.

Überprüft werden nicht die Strukturen wie z.B. die Zimmergröße. Diese Strukturen geben die für die Alten- und Pflegeheime zuständigen Länder gesetzlich vor und überprüfen deren Einhaltung. Es geht beim Nationalen Qualitätszertifikat vielmehr um die Bewertung der Prozess- und Ergebnisqualität: überprüft wird also z.B., wie das Haus seine Abläufe regelt, um die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigen zu können, oder wie das Haus erhebt, ob die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Arbeitsplatzgestaltung zufrieden sind.

 
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