Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Schulstartpaket

Der Schulstart stellt viele vor hohe finanzielle Belastungen. Um diese Belastung auszugleichen und im Besonderen einkommensschwachen Haushalten zu helfen, gibt es seit dem Schuljahr 2015/2016 die österreichweite Aktion „Schulstartpaket“. Das Schulstartpaket ist kostenlos und wird mit Mitteln des Sozialministeriums und des europäischen Hilfsfonds finanziert.
Zielgruppe der Aktion waren SchülerInnen in Haushalten mit Bezug einer Bedarfsorientierten Mindestsicherung. 2015 wurden rund 33.000 Schulstartpakete verteilt.
Im Schuljahr 2016/2017 wurden rund 41.000 Pakete verteilt.

Europäischer Hilfsfonds

Der europäische Hilfsfonds wurde 2014 von EU-Parlament und Rat beschlossen und hat das Ziel im Rahmen der Strategie Europa 2020, den sozialen Zusammenhalt in der Union zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, steht die unentgeltliche Verteilung von materieller Unterstützung für die am stärksten benachteiligten Personen im Vordergrund. Diese materielle Unterstützung reicht von Nahrungsmitteln über Bekleidung bis zu beispielsweise dem Schulstartpaket.

Jedes EU-Land entscheidet, welche Art von Hilfe es an die Bevölkerung leisten möchte. Mithilfe von Partnerorganisationen (öffentliche Stellen oder Nichtregierungsorganisationen) sollen die Güter an die Menschen verteilt werden, die am stärksten von Armut betroffen sind. Eine Grundregel ist, dass es sich nur um Sachleistungen, nicht um Geldleistungen, handeln darf.
Österreich erhält für den Zeitraum von 2014 bis 2020 18 Millionen Euro vom Gesamtbudget (3,4 Milliarden Euro). Um auf dieses Budget zugreifen zu können, muss Österreich ein „operationelles Programm“ vorlegen, das von unabhängigen ExpertInnen geprüft wird. Die Kosten für die Umsetzung des Programms werden nach dem Prinzip der Kofinanzierung zu 85  Prozent aus dem Fonds gedeckt. 15 Prozent der Kosten trägt der Mitgliedstaat selbst.

 
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