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Schulstartpaket

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Logo des Schulstartpakets
Der Schulstart stellt viele Familien vor hohe finanzielle Belastungen. Ganz besonders betrifft das jene Haushalte, in denen Mindestsicherung bezogen wird. Die Folge davon tragen die Kinder: Benachteiligungen im Lernalltag und soziale Ausgrenzung. Genau hier setzt das Schulstartpaket des Sozialministeriums an, das seit 2015 aus Mitteln des Europäischen Hilfsfonds „FEAD" (Fund for European Aid to the Most Deprived) finanziert wird. Ziel ist es, diese Belastung am Anfang des Schuljahres auszugleichen, einkommensschwachen Haushalten zu helfen und gleichzeitig positiv zur Motivation der Kinder und Jugendlichen beizutragen. Das Projekt ist in Österreich in Form und Größe bisher einzigartig. Die Evaluierung (siehe Downloads) stellt dem Schulstartpaket ein hervorragendes Zeugnis aus, zeigt was besonders gut gelaufen ist und aus welchen Erfahrungen man lernen sollte.

Schon die Zahlen sprechen für sich und zeigen, wie erfolgreich aber auch wie notwendig die Aktion ist. Wurden im Jahr 2015 noch rund 33.000 Schulstartpakete verteilt, hat sich diese Zahl bis ins Jahr 2018 auf über 45.000 Pakete erhöht.

Die Zufriedenheit während der letzte Jahre war ungebrochen hoch, sehr zur Freude des Ministeriums, das die Aktion auch im Jahr 2019 fortführen wird. Knapp 90 Prozent der Befragten gaben an, dass das Schulstartpaket eine hilfreiche Unterstützung für die Familie bedeutet.

Wie funktioniert die Aktion?

Wer kann ein Schulstartpaket bekommen?

In Frage kommen Schülerinnen und Schüler, die in Haushalten mit Bezug von Mindestsicherung leben, unabhängig vom Alter und Schultyp (ausgenommen Berufsschülerinnen und Berufsschüler).


Stichtage für die Bezugsberechtigung sind der 30. Juni 2019 oder für neu hinzugekommene Haushalte der 31. Juli 2019.

Wie erfahren die Familien von der Aktion?

Die Familien erhalten von den Landesregierungen ab Mitte Juli automatisch ein Schreiben mit einem Antragsformular und einem Katalog mit den Schulstartpaketen.


Um den größten Andrang in Wien besser bewältigen zu können, werden die Schreiben an die in Frage kommenden Haushalte gestaffelt verschickt:


Bezirke 5, 6, 7, 8, 9, 10, 21: Versand 15.7.2019
Bezirke 1, 2, 3, 4, 18, 19, 20, 23: Versand 22.7.2019
Bezirke 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 22: Versand 29.7.2019

Wann kann ein Paket bestellt werden?

Die Bestellperiode für 2019 findet in folgendem Zeitraum statt:

Burgenland 29. Juli bis 6. September 2019
Kärnten 22. Juli bis 6. September 2019
Niederösterreich 29. Juli bis 6. September 2019
Oberösterreich 22. Juli bis 13. September 2019
Salzburg 22. Juli bis 6. September 2019
Steiermark 29. Juli bis 6. September 2019
Tirol 22. Juli bis 13. September 2019
Vorarlberg 29. Juli bis 6. September 2019
Wien 22. Juli bis 13. September 2019

Welche Schulstartpakete gibt es?

Insgesamt kann unter 9 Paketen ausgewählt werden.
Zur Auswahl stehen zum Beispiel Schultaschen und Rucksäcke oder nur Schulmaterialien. Bei der Zusammenstellung der Pakete wurde auf ökologische, langlebige und gängige Produkte geachtet.

Wie kommt man zum Paket?

Grafik zum Bestell- und Abholvorgang des Schulstartpakets

Das Rote Kreuz ist als Partnerorganisation des Sozialministeriums für die Abwicklung des gesamten Vorganges zuständig. Mit dem Schreiben der Landesregierung (= Gutschein) und dem Antragsformular kann beim Roten Kreuz das kostenlose Schulstartpaket bestellt und abgeholt werden.


Wichtig: Für die Antragstellung und Abholung muss ein amtlicher Lichtbildausweis mitgenommen werden.

Wo kann ich mich in meiner Nähe hinwenden?

Das Rote Kreuz hat in ganz Österreich Stellen für die Bestellung und Abholung eingerichtet. Eine Übersicht finden Sie hier

Bestell- und Abholstellen des Roten Kreuz

Wo erhalte ich genauere Informationen zum Schulstartpaket?

Sollte es noch Fragen geben, steht dafür die Hotline des Roten Kreuzes zur Verfügung. Für jedes Bundesland wurde auch eine eigene E-Mail Adresse für Fragen an das Rote Kreuz eingerichtet.

Burgenland:

Telefon: (+43) 05 70 144-9023, besetzt von Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 12:00 Uhr

E-Mail: schulstartpaket@b.roteskreuz.at

Kärnten:

Telefon: (+43) 05 09 144-1064, besetzt von Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 14:00 Uhr

E-Mail: schulstartpaket@k.roteskreuz.at

Niederösterreich:

Telefon: (+43) 05 91 44-8189, besetzt von Montag bis Freitag von 14:00 bis 19:00 Uhr

E-Mail: schulstartpaket@n.roteskreuz.at

Oberösterreich:

Telefon: (+43) 07 32 76 44-0 besetzt von Montag bis Freitag von 08:00 bis 13:00 Uhr

E-Mail: schulstartpaket@o.roteskreuz.at

Salzburg:

Telefon: (+43) 080 08 080 01, besetzt von Montag bis Freitag von 11:00 bis 16:00 Uhr

E-Mail: schulstartpaket@s.roteskreuz.at

Steiermark:

Telefon: (+43) 050 14 45-393 66, besetzt von Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 16:30 Uhr und Freitag von 08:00 bis 13:30 Uhr

E-Mail: schulstartpaket@st.roteskreuz.at

Tirol:

Telefon: (+43) 05 71 44-123, besetzt von Montag bis Donnerstag von 09:00 bis 15:30 Uhr und Freitag von 09:00 bis 12:30 Uhr

E-Mail: schulstartpaket@roteskreuz-tirol.at

Vorarlberg:

Telefon: (+43) 06 648 22 44 66, besetzt von Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 15:00 Uhr

E-Mail: schulstartpaket@v.roteskreuz.at

Wien:

Telefon: (+43) 01 20 56 56-56, besetzt von Montag bis Donnerstag von 07:30 bis 16:30 Uhr und Freitag von 07:30 bis 13:30 Uhr

E-Mail: schulstartpaket@w.roteskreuz.at

Europäischer Hilfsfonds - Allgemeines

Der Europäische Hilfsfonds wurde 2014 von EU-Parlament und dem Rat beschlossen und hat das Ziel den sozialen Zusammenhalt in der Union zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, steht die unentgeltliche Verteilung von materieller Unterstützung für die am stärksten benachteiligten Personen im Vordergrund. Diese materielle Unterstützung reicht von Nahrungsmitteln über Bekleidung bis zu beispielsweise dem Schulstartpaket.

Jedes EU-Land entscheidet, welche Art von Unterstützung es an die Bevölkerung leisten möchte. Mithilfe von Partnerorganisationen (öffentliche Stellen oder Nichtregierungsorganisationen) sollen die Güter an die Menschen verteilt werden, die am stärksten von Armut betroffen sind. Eine Grundregel ist, dass es sich nur um Sachleistungen, nicht um Geldleistungen handeln darf.
Österreich erhält für den Zeitraum von 2014 bis 2020 18 Millionen Euro vom Gesamtbudget (3,4 Milliarden Euro). Um auf dieses Budget zugreifen zu können, muss Österreich ein sogenanntes „Operationelles Programm" vorlegen, das von unabhängigen Expertinnen und Experten geprüft wurde. Die Kosten für die Umsetzung des Programms werden nach dem Prinzip der Kofinanzierung zu 85 Prozent aus dem Fonds gedeckt. 15 Prozent der Kosten übernimmt der Mitgliedstaat selbst.

Betrugsvermeidung

Für die Umsetzung des Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (FEAD) in der Förderperiode 2014-2020 legt die Europäische Kommission großen Wert auf die Vorbeugung und Bekämpfung von Betrug.

Gemäß Art. 32 Abs. 4 lit. c der VO (EU) Nr. 223/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2014, hat die Verwaltungsbehörde unter Berücksichtigung der ermittelten Risiken wirksame und angemessene Betrugsbekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen.

Die Einrichtung und Bekanntgabe von Betrugsmeldeverfahren ist ein wichtiger Aspekt der Betrugsverhütung. Sollten Sie daher im Zusammenhang mit der Abwicklung des Europäischen Hilfsfonds in Österreich einen Betrug(sverdacht) vermuten und diese(n) melden wollen, so können Sie das internetbasierte anonyme Anzeigesystem der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption (WKStA) nutzen. Dieses Hinweisgebersystem wurde speziell für Ermittlungen im Bereich der Wirtschafts- und Korruptionsdelikte entwickelt.

Wenn Sie Straftaten im Bereich der Wirtschaftskriminalität und Korruption betreffend den Europäischen Hilfsfonds in Österreich melden möchten, können Sie das Hinweisgebersystem der WKstA zu nutzen.

 

Während des Meldevorgangs entscheidet der Hinweisgeber über die namentliche oder anonyme Nutzung des Systems. Eine Rückverfolgbarkeit der IP-Adresse des Hinweisgebers bei Nutzung des Hinweisgebersystems ist nicht möglich.

Direkter Link zum elektronischen Meldeprozess

 
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