Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Sozialpolitische Analysen

In diesem Bereich finden Sie detaillierte Informationen zu folgenden sozialpolitisch relevanten Themen:

Unter „Lebensbedingungen und Armut“ finden Sie Daten zur Einkommenssituation und den Lebensbedingungen der österreichischen Bevölkerung.

Der aktuelle „Sozialbericht“ enthält einen Überblick über aktuelle Tätigkeitsbereiche des Sozialministeriums sowie sozialpolitische Analysen.

Informationen zu den Kosten der österreichischen Sozialleistungen und deren Finanzierung erhalten Sie unter dem Punkt „Sozialausgaben“. 

SORESI, die webbasierte, frei zugängliche und benutzerfreundliche Sozialreform-Mikrosimulation des Sozialministeriums bietet NutzerInnen die Möglichkeit, ausgewählte Sozial- und Steuerreformen durchzuführen und deren Auswirkungen berechnen zu lassen.

Sozialpolitik kompakt

Sozialpolitische Fragestellungen beschäftigten sich oftmals mit Querschnittsmaterien oder komplexen Zusammenhängen. Diese komplexen Themen werden in geeigneten (Kurz-)Publikationen auf die wesentlichen Punkte, allgemein verständlich, zusammenzufassen.

Sozialpolitische Indikatoren im EU-Vergleich

Im regelmäßig aktualisierten, sozialpolitischen Vergleich wird die Situation in Österreich anhand von Indikatoren aus verschiedenen sozialpolitischen Bereichen mit jener in anderen EU-Staaten verglichen.

Verwendet werden Indikatoren wie z.B. die Lebenserwartung, die Sozialquote und die Armutsgefährdung aus folgenden Bereichen:

  • Gesellschaftspolitischer Kontext 
  • Arbeit
  • Sozialausgaben
  • Armut
  • Pension

Für jeden Indikator gibt es auf jeweils ein bis zwei Seiten folgende Übersicht:

  • Definition des Indikators
  • kurze Beschreibung der Situation in Österreich und einen
  • Vergleich Österreichs mit dem EU-15/-28- oder OECD-Durchschnitt sowie mit ausgewählten Staaten.

Die Daten stammen hauptsächlich von Eurostat, der Europäischen Kommission und der OECD, in Einzelfällen wird auf individuelle Studien zurückgegriffen.
 

Lebensbedingungen und Armut

Armutsreduktion ist für die Sozialpolitik ein wesentliches Thema. Insgesamt sind 18,3 Prozent der österreichischen Bevölkerung von Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung betroffen. Der EU-Durchschnitt liegt bei 24,5 Prozent. 

EU- weite Erhebung der Einkommens- und Lebensbedingungen

Basis für die Berechnung der Armutsgefährdungsquote ist die Erhebung der Einkommens- und Lebensbedingungen. Die Erhebung erfolgt in allen EU-Mitgliedstaaten. Die Daten werden jährlich von der Statistik Austria im Auftrag des Sozialministerium erhoben.

Alle Ergebnisse zu EU-SILC 2015 können im aktuellen Tabellenband abgerufen werden.

Eine inhaltliche Darstellung der Ergebnisse aus EU-SILC 2014 finden Sie im Bericht „Lebensbedingungen in Österreich – ein Blick auf Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie (Mehrfach-)Ausgrenzungsgefährdete“ nachgelesen werden.

Indikatoren für soziale Eingliederung

Zur Verbesserung der Armutsberichterstattung in Österreich  wurde ein Indikatorenset unter Beteiligung der österreichischen Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung von der Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums entwickelt. Es umfasst Indikatoren zu Lebensstandard, Wohnraum, Erwerbsleben, Bildungschancen und Gesundheit.

Die aktuellen Ergebnisse finden Sie in der Publikation „Eingliederungsindikatoren 2015 – Kennzahlen für soziale Inklusion in Österreich“.

Die Indikatoren zur sozialen Eingliederung sind eine wichtige Grundlage für  sozialpolitische Analysen und die Identifizierung von Handlungsfeldern. Dieses Set von Indikatoren aus den Bereichen

  • Lebensstandard
  • Wohnraum
  • Erwerbsleben
  • Bildungschancen und
  • Gesundheit

soll die EU-Armutsberichterstattung in Österreich ergänzen. Dies ermöglicht ein dauerhaftes Monitoring der Armutslagen in Österreich.

Österreichische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung

Im Rahmen der "Europa 2020"-Strategie wurde die Europäische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung initiiert. Sie soll den Mitgliedstaaten dabei helfen, das Kernziel zu erreichen – 20 Millionen Menschen aus Armut und sozialer Ausgrenzung zu befreien. In Österreich wurde vom Sozialministerium dazu eine eigene Plattform eingerichtet.

Neben den Sozialpartnern beteiligen sich auch regionale und lokale AkteurInnen sowie AkteurInnen der Zivilgesellschaft an der Plattform. Der Austausch findet auf regelmäßigen Plattformtreffen statt. Die nächste Sitzung wird voraussichtlich am 21. Juni 2016 stattfinden.

Sozialdaten-Monitoring

Daten zur sozialen Situation gibt es sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene.
Seit 2008 berichtet der EU-Sozialschutzausschuss über die sozialen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise. Im Rahmen der Berichterstattung erklärten sich auch die Mitgliedstaaten bereit, regelmäßig aktuelle Zahlen zur Verfügung zu stellen. Ab 2009 gab es Quartalsberichte zu den Bereichen Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit, Insolvenzentgeltsicherung, Sozialhilfe, Zahlungsstörungen bei Privatkrediten und Einnahmen des Staates und der Sozialversicherung sowie vier vertiefende Hintergrundberichte. Ab 2011 wurde die Berichterstattung halbjährlich fortgesetzt, ab 2015 jährlich.

Das Sozialministerium stellt unter "Downloads" Sozialdaten-Monitoring Berichte, Folder und eine Broschüre zum Thema „Soziale Folgen der Krise: Welche Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zeigen sich in Österreich?“ zur Verfügung. Es können auch kostenlose Druckexemplare im Broschürenservice bestellt werden.

Sozialberichte

Der Sozialbericht wird alle zwei Jahre vom Sozialministerium herausgegeben und dokumentiert in einem ersten Teil aktuelle sozialpolitische Entwicklungen und Maßnahmen in den Bereichen Arbeit und Beschäftigung, Soziales, Konsumentenpolitik sowie europäische und internationale Zusammenarbeit.

Der aktuelle Bericht enthält darüber hinaus folgende sozialpolitische Analysen, welche hier auch als Einzelkapitel abrufbar sind:


Der Sozialbericht 2013-2014 sowie jene der letzten Jahre stehen als Download zur Verfügung. Beim Broschürenservice können kostenlose Druckexemplare bestellt werden.

Sozialausgaben

Wie viel für Sozialleistungen ausgegeben wird, ist ein wichtiger Maßstab, um die künftige Finanzierung des Sozialsystems planen zu können. Deshalb werden alle Ausgaben detailliert statistisch erfasst. Seit 1996 gibt es für die gesamte EU eine einheitliche Methode, wie Sozialschutzausgaben erhoben werden: das Europäische System der Integrierten Sozialschutzstatistik (ESSOSS).

Zu den Ausgaben des Sozialsystems zählen:

  • Sozialleistungen (Geld- und Sachleistungen)
  • umgeleitete Sozialbeiträge (z.B. Überweisungen der Pensionsbeiträge für KinderbetreuungsgeldbezieherInnen aus dem Familienlastenausgleichsfonds an die Pensionsversicherung)
  • Übertragungen an andere Systeme (darunter fällt die Übertragung von Mitteln, um das Defizit in einem anderen System zu verringern)
  • Verwaltungskosten
  • sonstige Ausgaben 

Finanzierung des Sozialsystems

Das Sozialsystem wird finanziert durch:
  • die Sozialbeiträge der ArbeitgeberInnen
  • die Sozialbeiträge der geschützten Personen
  • umgeleitete Sozialbeiträge
  • Übertragungen von anderen Systemen
  • staatliche Zuweisungen, also zweckgebundene oder allgemeine (Steuer-)Mittel des Staates zur Finanzierung des Sozialschutzes
  • sonstige Einnahmen

Eigenbeiträge der LeistungsbezieherInnen

Wenn LeistungsbezieherInnen direkt in das Sozialsystem einzahlen, um Kosten zu decken (zum Beispiel bei Selbstbehalten im Gesundheitswesen oder Kostenbeiträgen in der Sozialhilfe), gilt das nach ESSOSS nicht als Einnahme und wird nicht in den Daten erfasst. Die Eigenbeträge der LeistungsbezieherInnen werden getrennt erfasst.

PensionsleistungsbezieherInnen 

Neben dem Kernsystem bietet ESSOSS ein eigenes Modul für PensionsleistungsbezieherInnen. Dieses umfasst alle Personen, die mindestens eine Pension oder Rente aus den ESSOSS-Pensionskategorien beziehen (Invaliditätsrente, Vorruhestandsgeld bei mangelnder Erwerbstätigkeit, Altersruhegeld, Frührente, Teilrente, Hinterbliebenenrente, Arbeitslosenruhegeld). Die aktuellen Daten zu diesem Modul stehen hier als Download zur Verfügung:

Europäische Sozialschutzstatistik: ESSOSS

Das ESSOSS-Kernsystem besteht aus einem Datensatz, der jährlich erhoben wird. Dieser gibt Auskunft über sämtliche Finanzierungsquellen und Ausgaben des Sozialschutzes. Ab 1980 liegen Daten vor. Zudem ist es möglich die Daten strukturiert nach Sozialschutzsystemen, nach Funktionen oder danach abzurufen, welche Personengruppe die Leistung bezieht.

Jeder EU-Mitgliedstaat hat eine Liste von Sozialschutzsystemen (auch Sozialschutzschemen) erstellt. Alle Leistungen des Sozialschutzes werden einem Schema zugeordnet. In Österreich gibt es 30 Sozialschutzschemen. Die Ausgaben und die Finanzierung dieser Schemen werden jährlich von der Bundesanstalt Statistik Austria erhoben.

Soziale Risiken

Zusätzlich werden die Leistungen aller Sozialschutzsysteme den acht folgenden sozialen Risiken (ESSOSS-Begriff „Funktionen“) zugeordnet.
  • Krankheit/Gesundheitsversorgung
  • Invalidität/Gebrechen
  • Alter
  • Hinterbliebene
  • Familie/Kinder
  • Arbeitslosigkeit
  • Wohnen
  • Sonstige Leistungen
Die Übersichtstabellen zu den 30 Sozialschutzschemen sowie zu den sozialen Risiken stehen hier als Download zur Verfügung:
 
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