Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Sozialpolitische Analysen

In diesem Bereich finden Sie detaillierte Informationen zu folgenden sozialpolitisch relevanten Themen:

Aktuelles

Soziale Mobilität und Vermögensverteilung

Es „herrscht doch weite Einigkeit darüber, dass demokratische Gesellschaften Chancengleichheit fördern sollten. Das heißt, sie sollten dafür sorgen, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund, über die gleichen Möglichkeiten für ein erfolgreiches Leben verfügen“ schreiben Michael Förster und Sebastian Königs in ihrem Beitrag. Wenn der Erfolg im Leben davon abhängt, in welche Familie jemand geboren wird, spricht man von geringer sozialer Mobilität einer Gesellschaft. Die beiden Autoren der OECD messen die soziale Mobilität in Österreich und zeigen, welche Maßnahmen die soziale Mobilität in Österreich fördern können.

Darauf aufbauend beschreiben Pirmin Fessler und Martin Schürz von der österreichischen Nationalbank wie die privaten Vermögen in Österreich verteilt sind. Sie zeigen die steigende Bedeutung von Vermögen gegenüber Einkommen in den letzten Jahrzehnten und vermitteln, wie stark Erbschaften den Vermögensaufbau bestimmen. Die Autoren analysieren den Zusammenhang von Vermögen mit sozioökonomischen Merkmalen wie Alter, Beruf, Bildung, Einstellungen, Sozialisation und lebensgeschichtliche Erfahrungen. Damit werden Vermögensakkumulation und soziale Mobilität inhaltlich verknüpft.

Hier finden Sie die Präsentationsfolien der OECD. 

Hier finden Sie die Präsentationsfolien der OeNB. 

Die Studie ist hier abrufbar.  

Entwicklung und Verteilung von Lebenshaltungskosten - Analyse der Konsumerhebungen 1999/00 bis 2014/15

Kaum einer anderen Kennzahl kommt bei wichtigen ökonomischen und politischen Entscheidungen eine ähnlich große Bedeutung zu wie der Inflationsrate. Viele Menschen spüren steigende Preise und Lebenserhaltungskosten auch im Alltag.

Doch welche Haushalte sind in den vergangenen Jahren tatsächlich am meisten belastet von steigenden Preisen und Lebenserhaltungskosten? Und wie wirkt sich die Teuerung auf die finanziellen Spielräume der Bevölkerung in Österreich aus?

Stefan Humer und Severin Rapp vom Forschungsinstitut Economics of Inequality (INEQ) der Wirtschaftsuniversität Wien gehen in dieser Studie auf diese Fragen ein und untersuchen die verteilungspolitischen Dimensionen der Inflation.

Hier finden Sie die Präsentationsfolien des INEQ. 

Die Studie ist hier abrufbar.   

Sozialpolitik kompakt

Sozialpolitische Fragestellungen beschäftigten sich oftmals mit Querschnittsmaterien oder komplexen Zusammenhängen. Diese komplexen Themen werden in geeigneten (Kurz-)Publikationen auf die wesentlichen Punkte, allgemein verständlich, zusammengefasst.

Sozialpolitische Indikatoren im EU-Vergleich

Im regelmäßig aktualisierten, sozialpolitischen Vergleich wird die Situation in Österreich anhand von Indikatoren aus verschiedenen sozialpolitischen Bereichen mit jener in anderen EU-Staaten verglichen.

Verwendet werden Indikatoren wie z.B. die Lebenserwartung, die Sozialquote und die Armutsgefährdung aus folgenden Bereichen:

  • Gesellschaftspolitischer Kontext 
  • Arbeit
  • Sozialausgaben
  • Armut
  • Pension

Die Daten stammen hauptsächlich von Eurostat, der Europäischen Kommission und der OECD, in Einzelfällen wird auf individuelle Studien zurückgegriffen.
 

Lebensbedingungen und Armut

Armutsreduktion ist für die Sozialpolitik ein wesentliches Thema. Insgesamt sind 17,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung von Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung betroffen. Der EU-Durchschnitt liegt bei 22,4 Prozent. 

EU- weite Erhebung der Einkommens- und Lebensbedingungen

Basis für die Berechnung der Armutsgefährdungsquote ist die Erhebung der Einkommens- und Lebensbedingungen. Die Erhebung erfolgt in allen EU-Mitgliedstaaten. Die Daten werden jährlich von der Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums erhoben.

Alle Ergebnisse zu EU-SILC 2018 können im aktuellen Tabellenband abgerufen werden.

Der Sozialbericht-Analysebeitrag "Lebensbedingungen, Armut und Einkommen in Österreich" basiert auf EU-SILC-Daten aus dem Jahr 2015.  Eine inhaltliche Darstellung der Ergebnisse aus EU-SILC 2016 mit dem Schwerpunkt Vererbung von Armut und Chancenungleichheiten finden Sie im Bericht „Armut und soziale Ausgrenzung 2008 bis 2016. Entwicklung von Indikatoren und aktuelle Ergebnisse zur Vererbung von Teilhabechancen in Österreich“ (Reiter "Weitere Informationen" -> SILC 2016).

Indikatoren für soziale Eingliederung

Zur Verbesserung der Armutsberichterstattung in Österreich wurde ein Indikatorenset unter Beteiligung der österreichischen Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung von der Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums entwickelt. Es umfasst Indikatoren zu Lebensstandard, Wohnraum, Erwerbsleben, Bildungschancen und Gesundheit.

Die aktuellen Ergebnisse sowie eine Darstellung der Entwicklungen zwischen 2008 und 2017 finden Sie in der Publikation "Eingliederungsindikatoren 2017". Eine Sonderauswertung in dieser Publikation zeigt, dass armuts- und ausgrenzungsgefährdete Menschen sowie wohnungslose Menschen eine zum Teil deutlich verringerte Lebenserwartung aufweisen.  

Die Publikation „Armut und soziale Ausgrenzung 2008 bis 2016. Entwicklung von Indikatoren und aktuelle Ergebnisse zur Vererbung von Teilhabechancen in Österreich“ (Reiter "Weitere Informationen" -> SILC 2016) zeigt Ergebnisse zur Vererbung von Bildung, Armut, Gesundheit etc.

Die Indikatoren zur sozialen Eingliederung sind eine wichtige Grundlage für  sozialpolitische Analysen und die Identifizierung von Handlungsfeldern. Dieses Set von Indikatoren aus den Bereichen

  • Lebensstandard
  • Wohnraum
  • Erwerbsleben
  • Bildungschancen und
  • Gesundheit

soll die EU-Armutsberichterstattung in Österreich ergänzen. Dies ermöglicht ein dauerhaftes Monitoring der Armutslagen in Österreich.

Österreichische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung

Im Rahmen der "Europa 2020"-Strategie wurde die Europäische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung initiiert. Sie soll den Mitgliedstaaten dabei helfen, das Kernziel zu erreichen – 20 Millionen Menschen aus Armut und sozialer Ausgrenzung zu befreien. In Österreich wurde vom Sozialministerium dazu eine eigene Plattform eingerichtet.

Neben den Sozialpartnern beteiligen sich auch regionale und lokale AkteurInnen sowie AkteurInnen der Zivilgesellschaft an der Plattform. Die Mitglieder der Plattform treffen sich zweimal jährlich, um aktuelle Themen zu diskutieren. Die nächste Sitzung wird im Herbst 2019 stattfinden.

Sozialberichte

Der Sozialbericht wird alle zwei Jahre vom Sozialministerium herausgegeben und dokumentiert in einem ersten Teil aktuelle sozialpolitische Entwicklungen und Maßnahmen in den Bereichen Arbeit und Beschäftigung, Soziales, Konsumentenpolitik sowie europäische und internationale Zusammenarbeit.

Der aktuelle Bericht aus dem Jahr 2016 enthält darüber hinaus folgende sozialpolitische Analysen, welche hier auch als Einzelkapitel abrufbar sind:


Alle Sozialberichte der letzten Jahre stehen ebenfalls als Download zur Verfügung. Beim Broschürenservice können kostenlose Druckexemplare bestellt werden.

Sozialreform – Mikrosimulation

Die Sozialreform-Mikrosimulation (SORESI) ermöglicht es, bestimmte Reformmaßnahmen in den Bereichen monetäre Sozialleistungen, Sozialbeiträge sowie Einkommensteuer zu simulieren. Ergebnisse werden in Bezug auf die Einkommensverteilung, Armutsgefährdung und fiskalischen Folgen berechnet. Sie können außerdem zwischen drei Output-Ebenen wählen: Haushalts-, Individual- und Modellhaushaltsebene.

Sozialreform - Mikrosimulation Online

Sozialpolitik in Unterricht und Forschung

Auf den angegebenen Webseiten finden Sie Informationen von Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern des Sozialministeriums z.B. in Form von Links, Berichten und Forschungsergebnissen zu verschiedenen Überblicks- sowie Spezialthemen:

 
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