Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Sozialpolitische Analysen

In diesem Bereich finden Sie detaillierte Informationen zu folgenden sozialpolitisch relevanten Themen:

Sozialpolitik kompakt

Sozialpolitische Fragestellungen beschäftigten sich oftmals mit Querschnittsmaterien oder komplexen Zusammenhängen. Diese komplexen Themen werden in geeigneten (Kurz-)Publikationen auf die wesentlichen Punkte, allgemein verständlich, zusammengefasst.

Sozialpolitische Indikatoren im EU-Vergleich

Im regelmäßig aktualisierten, sozialpolitischen Vergleich wird die Situation in Österreich anhand von Indikatoren aus verschiedenen sozialpolitischen Bereichen mit jener in anderen EU-Staaten verglichen.

Verwendet werden Indikatoren wie z.B. die Lebenserwartung, die Sozialquote und die Armutsgefährdung aus folgenden Bereichen:

  • Gesellschaftspolitischer Kontext 
  • Arbeit
  • Sozialausgaben
  • Armut
  • Pension

Die Daten stammen hauptsächlich von Eurostat, der Europäischen Kommission und der OECD, in Einzelfällen wird auf individuelle Studien zurückgegriffen.
 

Lebensbedingungen und Armut

Armutsreduktion ist für die Sozialpolitik ein wesentliches Thema. Insgesamt sind rd. 18 Prozent der österreichischen Bevölkerung von Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung betroffen. Der EU-Durchschnitt liegt bei rd. 24 Prozent. 

EU- weite Erhebung der Einkommens- und Lebensbedingungen

Basis für die Berechnung der Armutsgefährdungsquote ist die Erhebung der Einkommens- und Lebensbedingungen. Die Erhebung erfolgt in allen EU-Mitgliedstaaten. Die Daten werden jährlich von der Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums erhoben.

Alle Ergebnisse zu EU-SILC 2017 können im aktuellen Tabellenband abgerufen werden.

Der Sozialbericht-Analysebeitrag "Lebensbedingungen, Armut und Einkommen in Österreich" basiert auf EU-SILC-Daten aus dem Jahr 2015.  Eine inhaltliche Darstellung der Ergebnisse aus EU-SILC 2016 mit dem Schwerpunkt Vererbung von Armut und Chancenungleichheiten finden Sie im Bericht „Armut und soziale Ausgrenzung 2008 bis 2016. Entwicklung von Indikatoren und aktuelle Ergebnisse zur Vererbung von Teilhabechancen in Österreich“ (Reiter "Weitere Informationen" -> SILC 2016).

Indikatoren für soziale Eingliederung

Zur Verbesserung der Armutsberichterstattung in Österreich wurde ein Indikatorenset unter Beteiligung der österreichischen Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung von der Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums entwickelt. Es umfasst Indikatoren zu Lebensstandard, Wohnraum, Erwerbsleben, Bildungschancen und Gesundheit.

Die aktuellen Ergebnisse sowie eine Darstellung der Entwicklungen zwischen 2008 und 2016 finden Sie ebenfalls in der Publikation „Armut und soziale Ausgrenzung 2008 bis 2016. Entwicklung von Indikatoren und aktuelle Ergebnisse zur Vererbung von Teilhabechancen in Österreich“ (Reiter "Weitere Informationen" -> SILC 2016).

Die Indikatoren zur sozialen Eingliederung sind eine wichtige Grundlage für  sozialpolitische Analysen und die Identifizierung von Handlungsfeldern. Dieses Set von Indikatoren aus den Bereichen

  • Lebensstandard
  • Wohnraum
  • Erwerbsleben
  • Bildungschancen und
  • Gesundheit

soll die EU-Armutsberichterstattung in Österreich ergänzen. Dies ermöglicht ein dauerhaftes Monitoring der Armutslagen in Österreich.

Österreichische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung

Im Rahmen der "Europa 2020"-Strategie wurde die Europäische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung initiiert. Sie soll den Mitgliedstaaten dabei helfen, das Kernziel zu erreichen – 20 Millionen Menschen aus Armut und sozialer Ausgrenzung zu befreien. In Österreich wurde vom Sozialministerium dazu eine eigene Plattform eingerichtet.

Neben den Sozialpartnern beteiligen sich auch regionale und lokale AkteurInnen sowie AkteurInnen der Zivilgesellschaft an der Plattform. Die Mitglieder der Plattform treffen sich zweimal jährlich, um aktuelle Themen zu diskutieren. Die nächste Sitzung wird voraussichtlich im Sommer 2018 stattfinden.

Sozialberichte

Der Sozialbericht wird alle zwei Jahre vom Sozialministerium herausgegeben und dokumentiert in einem ersten Teil aktuelle sozialpolitische Entwicklungen und Maßnahmen in den Bereichen Arbeit und Beschäftigung, Soziales, Konsumentenpolitik sowie europäische und internationale Zusammenarbeit.

Der aktuelle Bericht aus dem Jahr 2016 enthält darüber hinaus folgende sozialpolitische Analysen, welche hier auch als Einzelkapitel abrufbar sind:


Alle Sozialberichte der letzten Jahre stehen ebenfalls als Download zur Verfügung. Beim Broschürenservice können kostenlose Druckexemplare bestellt werden.

Sozialausgaben - Europäische Sozialschutzstatistik: ESSOSS

Wie viel für Sozialleistungen ausgegeben wird, ist ein wichtiger Maßstab, um die künftige Finanzierung des Sozialsystems planen zu können. Deshalb werden alle Ausgaben detailliert statistisch erfasst. Seit 1996 gibt es für die gesamte EU eine einheitliche Methode, wie Sozialschutzausgaben erhoben werden: das Europäische System der Integrierten Sozialschutzstatistik (ESSOSS). Ab 1980 liegen Daten vor.

Das ESSOSS-Kernsystem besteht aus einem Datensatz, der jährlich erhoben wird. Dieser gibt Auskunft über sämtliche Finanzierungsquellen und Ausgaben des Sozialschutzes.

Zu den Ausgaben des Sozialsystems zählen:

  • Sozialleistungen (Geld- und Sachleistungen)
  • umgeleitete Sozialbeiträge (z.B. Überweisungen der Pensionsbeiträge für Kinderbetreuungsgeldbeziehende aus dem Familienlastenausgleichsfonds an die Pensionsversicherung)
  • Übertragungen an andere Systeme (darunter fällt die Übertragung von Mitteln, um das Defizit in einem anderen System zu verringern)
  • Verwaltungskosten
  • sonstige Ausgaben

Finanzierung des Sozialsystems

 Das Sozialsystem wird finanziert durch:

  • die Sozialbeiträge der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
  • die Sozialbeiträge der geschützten Personen
  • umgeleitete Sozialbeiträge
  • Übertragungen von anderen Systemen
  • staatliche Zuweisungen, also zweckgebundene oder allgemeine (Steuer-)Mittel des Staates zur Finanzierung des Sozialschutzes
  • sonstige Einnahmen

Eigenbeiträge der Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher

Wenn Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher direkt in das Sozialsystem einzahlen, um Kosten zu decken (zum Beispiel bei Selbstbehalten im Gesundheitswesen oder Kostenbeiträgen in der Sozialhilfe), gilt das nach ESSOSS nicht als Einnahme und wird nicht in den Daten erfasst. Die Eigenbeträge der Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher werden getrennt erfasst.

Hier finden Sie die ESSOSS-Tabelle zu Ausgaben und Finanzierung als Download:

Sozialschutzschemen  

Zudem ist es möglich die Daten strukturiert nach Sozialschutzsystemen, nach Funktionen oder danach abzurufen, welche Personengruppe die Leistung bezieht.

Jeder EU-Mitgliedstaat hat eine Liste von Sozialschutzsystemen (auch Sozialschutzschemen) erstellt. Alle Leistungen des Sozialschutzes werden einem Schema zugeordnet. In Österreich gibt es 30 Sozialschutzschemen. Die Ausgaben und die Finanzierung dieser Schemen werden jährlich von der Bundesanstalt Statistik Austria erhoben.

Hier finden Sie die 30 Sozialschutzschemen als Download:

Soziale Risiken

Zusätzlich werden die Leistungen aller Sozialschutzsysteme den acht folgenden sozialen Risiken (ESSOSS-Begriff „Funktionen“) zugeordnet.

  • Krankheit/Gesundheitsversorgung
  • Invalidität/Gebrechen
  • Alter
  • Hinterbliebene
  • Familie/Kinder
  • Arbeitslosigkeit
  • Wohnen
  • Sonstige Leistungen

Hier finden Sie die ESSOSS-Tabelle zu den Funktionen als Download:

Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher

Neben dem Kernsystem bietet ESSOSS eigene Module für Leistungsbeziehende. Die aktuellen Daten zu diesen Modulen stehen als Download zur Verfügung.

In den folgenden Darstellungen (Links) finden Sie die (Pensions-)Leistungsbezieherinnen und (Pensions-)Leistungsbezieher nach Geschlecht für die Funktionen Invalidität, Alter, Hinterbliebene und Arbeitslosigkeit bzw. nach einzelnen Sozialschutzsystemen (z.B. Gesetzliche Pensionen, Arbeitsunfallversicherung).

Zudem werden im nachfolgenden Modul die Bezieherinnen und Bezieher von einzelnen
ESSOSS-Sozialleistungen, gegliedert nach Funktionen, dargestellt.

Sozialreform – Mikrosimulation

Die Sozialreform-Mikrosimulation (SORESI) ermöglicht es, bestimmte Reformmaßnahmen in den Bereichen monetäre Sozialleistungen, Sozialbeiträge sowie Einkommensteuer zu simulieren. Ergebnisse werden in Bezug auf die Einkommensverteilung, Armutsgefährdung und fiskalischen Folgen berechnet. Sie können außerdem zwischen drei Output-Ebenen wählen: Haushalts-, Individual- und Modellhaushaltsebene.

Sozialreform - Mikrosimulation Online

Sozialpolitik in Unterricht und Forschung

Auf den angegebenen Webseiten finden Sie Informationen von Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern des Sozialministeriums z.B. in Form von Links, Berichten und Forschungsergebnissen zu verschiedenen Überblicks- sowie Spezialthemen:

 
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