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Gelbfieberimpfung und Gelbfieberimpfstellen

Hier finden Sie Informationen zur Gelbfieberimpfung und den Gelbfieberimpfstellen.

Vorbeugung – Eine Impfung schützt!

Die WHO empfiehlt die Impfung gegen Gelbfieber bei Reisen in Endemiegebiete, das sind Regionen, wo die Krankheit verbreitet ist, wie Afrika und Südamerika.

Gelbfieberimpfbescheinigungen werden im internationalen Reiseverkehr nur dann anerkannt, wenn sie durch eine autorisierte Gelbfieber-Impfstelle (PDF, 224 KB) ausgestellt wurden. Die Berechtigung, Gelbfieber-Impfungen in Österreich durchzuführen und Gelbfieberimpfbescheinigungen nach den Internationalen Gesundheitsvorschriften auszustellen, muss beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz beantragt werden. Sollte eine Impfung von einer nicht autorisierten Ärztin oder einem nicht autorisierten Arzt durchgeführt worden sein, so ist auch eine nachträgliche Bestätigung durch die Gesundheitsbehörde nicht möglich.

Wann und wie oft wird gegen Gelbfieber geimpft?

In bestimmten Ländern ist für die Einreise die Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Die Gelbfieberimpfung sollte bis spätestens zehn Tage vor der Reise verabreicht werden.

Vorgesehen ist eine einmalige Lebendimpfung, danach besteht lebenslanger Schutz. Diese Bestimmung trat mit 11. Juli 2016 in Kraft, danach sollte im internationalen Reiseverkehr eine einmalige Impfung formal lebenslang akzeptiert werden. Die WHO hat die derzeitigen Einreisebestimmungen zusammengefasst und diese Liste wird laufend aktualisiert. (Liste Einreisebestimmungen)

Für Reisende in besonders exotische Destinationen, die in der Gelbfieberzone liegen, ist eine Nachfrage bei der jeweiligen diplomatischen Vertretung hinsichtlich der Umsetzung des WHO Beschlusses zur verlängerten Gültigkeitsdauer ratsam.

Bei einigen Personengruppen könnte unabhängig von der WHO Richtlinie eine Wiederholungsimpfung jedenfalls sinnvoll sein, da sie über eine möglicherweise abgeschwächte Immunantwort verfügen. Außerdem kann auch nicht mit letztgültiger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass eine einzige Gelbfieberimpfung Reisende wirklich lebenslang schützt.

Kinder vor dem vollendeten 1. Lebensjahr, Schwangere und Stillende, Personen mit Thymusdrüsenerkrankungen oder Thymusoperationen sowie Patientinnen und Patienten mit Myasthenia gravis oder Multipler Sklerose sollten nicht bzw. nur nach besonderer Risikoabwägung geimpft werden. Auch für Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr muss auf Grund seltener schwerer eine besonders sorgfältige Nutzen-Risikoabwägung erfolgen.

Aktuelle Empfehlungen zur Impfung finden Sie im Impfplan Österreich. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bzw. Ihre Apotheke beraten Sie ausführlich zu den für Sie persönlich empfohlenen Impfungen.

Auch Maßnahmen, die das Risiko für Insektenstiche verringern, sollten jedenfalls durchgeführt werden (Expositionsprophylaxe, z.B. langärmlige Kleidung und lange Hosen, mückenabwehrende Substanzen, Sonnenschutz muss dabei vor dem Mückenschutz aufgetragen werden, Schlafen unter Moskitonetz, etc.). Zudem sollten sich Reisende über die Symptome von Gelbfieber informieren und beim Auftreten von Gelbfiebersymptomen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Welche konkreten vorbeugenden Maßnahmen und Impfungen für eine Reise im Einzelfall sinnvoll bzw. notwendig sind, sollte in jedem Fall rechtzeitig mehrere Wochen vor Reiseantritt mit einer Ärztin oder einem Arzt abgeklärt werden.

Letzte Aktualisierung: 13. Oktober 2020