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Toxokarose

Erreger und Übertragung

Die Toxokarose ist eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Infektionskrankheit, die durch den Hundespulwurm Toxocara canis oder den Katzenspulwurm Toxocara cati ausgelöst wird. Der Parasit lebt im Darm von Hunden, Füchsen und Katzen.

Die orale Aufnahme von Wurmeiern, die über den Kot von Katzen und Hunden ausgeschieden werden, kann zu einer Infektion führen. Die Übertragung der Wurmeier erfolgt in der Regel durch ungewaschenes Gemüse, kontaminierte Erde oder ungewaschene Hände nach Kontakt zu Hunden und Katzen (Schmutz- und Schmierinfektion). Deshalb sind Kinder häufiger betroffen, insbesondere, wenn Katzen und Hunde als Haustiere gehalten werden.

Krankheitsbild

Die meisten Toxocara-Infektionen des Menschen bleiben asymptomatisch, nur ein Teil der befallenen Personen erkrankt.

Bei den klinisch auffälligen Infektionen sind fünf verschiedene Krankheitsbilder bekannt:

  • Das Larva-migrans-visceralis-Syndrom tritt am häufigsten bei Kleinkindern auf und ist vor allem durch Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Fieber und Bronchitis gekennzeichnet.
  • Das Okuläres Larva-migrans-Syndrom, das sich mit Sehverlust, Sehstörungen und Entzündungsreaktionen innerhalb des Auges äußert und bei älteren Kindern und Erwachsenen beobachtet wird.
  • Das „covert toxocarosis“-Syndrom wurde bei Kindern beobachtet und ist durch Verhaltensauffälligkeiten, Schlafstörungen, Bauch- und Kopfschmerzen gekennzeichnet.
  • Die gemeine oder gewöhnliche Toxokarose umfasst vor allem allgemeine Schwäche, Hautauschläge, Atembeschwerden und Bauchschmerzen.
  • Die Neurotoxokarose (zerebrale Toxokarose) kann Symptome wie Kopfschmerzen oder Krampfanfälle verursachen.

Verbreitung und Häufigkeit

Die Parasiten von T. canis und T. cati sind auf allen Kontinenten verbreitet. Auch in Österreich sind die Hunde- und Katzenspulwürme weit verbreitete Parasiten, obwohl die Erkrankung bei Menschen nur selten diagnostiziert wird.

Vorbeugung

Um das Risiko einer Infektion zu vermindern, sollten Hunde und Katzen regelmäßig entwurmt, Kinder von kontaminierten Spielplätzen ferngehalten und Hände nach Kontakt mit Tieren und Erde gründlich gewaschen werden.

Zusatzinformationen

Fachinformation

Inhaltlicher Stand: 30. September 2019