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Trachom (Körnerkrankheit, Ägyptische Augenentzündung)

Erreger und Übertragung

Das Trachom ist eine bakterielle Erkrankung der Binde- und Hornhaut, die durch Chlamydia trachomatis vom Serotyp A, B und C hervorgerufen wird. Die Serotypen D-K verursachen Geschlechtskrankheiten und Augeninfektionen, während die Serotypen L1, L2 und L3 das Lymphogranuloma venereum auslösen, eine Geschlechtskrankheit die meist in tropischen Gebieten vorkommt.

Die Übertragung erfolgt in der Regel mit den Händen (Schmierinfektion). Infektiös ist hauptsächlich das Augensekret der Erkrankten. Ferner kann die Erkrankung über Fliegen übertragen werden.

Krankheitsbild

Von der Infektion bis hin zu den ersten Symptomen vergehen in der Regel ein bis drei Wochen. Die meisten Betroffenen erkranken im frühen Kindesalter am Trachom. Die Erkrankung gliedert sich in vier Stadien. Im ersten Stadium zeigt sich eine beidseitige Bindehautentzündung (Konjunktivitis) mit typischen Symptomen wie Lichtscheu, Brennen, Tränenfluss, Ausfluss von Sekret und Fremdkörpergefühl im Auge. In Spätstadien kommt es zu geschwollenen Augen, Vernarbungen und Sehstörungen.

Verbreitung und Häufigkeit

Die Erkrankung ist vor allem in tropischen Ländern mit einem eher niedrigen Hygienestandard verbreitet. Das Trachom ist die häufigste Augenerkrankung der Welt und stellt nach dem Katarakt die zweithäufigste Ursache von Erblindung dar.

Vorbeugung

Das Trachom gilt in Europa als weitgehend ausgerottet. Zu verdanken ist dies vor allem den hohen Hygienestandards. Insbesondere die Versorgung mit sauberem Wasser zur Körperpflege spielt eine große Rolle.

Zusatzinformationen

Fachinformation

Inhaltlicher Stand: 30. September 2019