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Allgemeine Sozialpolitik

In diesem Bereich finden Sie detaillierte Informationen über Statistiken und Erhebungen zu sozialpolitisch relevanten Themen

AKTUELL

Sozialbericht 2019

Der Sozialbericht wird regelmäßig vom Sozialministerium erstellt. Er dokumentiert die Entwicklungen und Maßnahmen in den Bereichen Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz und umfasst sozialpolitische Analysen zu aktuellen Themen.

Der Sozialbericht 2019 ist vor kurzem erschienen und hier abrufbar.

Soziale Mobilität und Vermögensverteilung

Es „herrscht doch weite Einigkeit darüber, dass demokratische Gesellschaften Chancengleichheit fördern sollten. Das heißt, sie sollten dafür sorgen, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund, über die gleichen Möglichkeiten für ein erfolgreiches Leben verfügen“ schreiben Michael Förster und Sebastian Königs in ihrem Beitrag. Wenn der Erfolg im Leben davon abhängt, in welche Familie jemand geboren wird, spricht man von geringer sozialer Mobilität einer Gesellschaft. Die beiden Autoren der OECD messen die soziale Mobilität in Österreich und zeigen, welche Maßnahmen die soziale Mobilität in Österreich fördern können.

Darauf aufbauend beschreiben Pirmin Fessler und Martin Schürz von der Oesterreichischen Nationalbank wie die privaten Vermögen in Österreich verteilt sind. Sie zeigen die steigende Bedeutung von Vermögen gegenüber Einkommen in den letzten Jahrzehnten und vermitteln, wie stark Erbschaften den Vermögensaufbau bestimmen. Die Autoren analysieren den Zusammenhang von Vermögen mit sozioökonomischen Merkmalen wie Alter, Beruf, Bildung, Einstellungen, Sozialisation und lebensgeschichtliche Erfahrungen. Damit werden Vermögensakkumulation und soziale Mobilität inhaltlich verknüpft.

Die beiden Studien sind kürzlich in der Sozialpolitischen Studienreihe des Sozialministeriums erschienen und hier abrufbar.

Leistbares Wohnen

Eine vor kurzem für das Sozialministerium fertiggestellte Studie der IBW – Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen GmbH untersucht Rahmenbedingungen und Handlungsoptionen für leistbares und inklusives Wohnen in Österreich.

Die Studie ist hier abrufbar.

Armut, Lebensbedingungen und Wohnen

Armutsreduktion ist für die Sozialpolitik ein wesentliches Thema. Insgesamt sind 17,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung von Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung betroffen. Der EU-Durchschnitt liegt bei 22,4 Prozent. 

EU- weite Erhebung der Einkommens- und Lebensbedingungen

Basis für die Berechnung der Armutsgefährdungsquote ist die Erhebung der Einkommens- und Lebensbedingungen (EU-SILC). Die Erhebung erfolgt in allen EU-Mitgliedstaaten. Für Österreich werden die Daten jährlich von der Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums erhoben.

Alle Ergebnisse zu EU-SILC 2018 können im aktuellen Tabellenband abgerufen werden.

Indikatoren für soziale Eingliederung

Zur Verbesserung der Armutsmessung in Österreich wurde ein Indikatorenset unter Beteiligung der österreichischen Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung von der Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums entwickelt.

Die Indikatoren zur sozialen Eingliederung sind eine wichtige Grundlage für sozialpolitische Analysen und die Identifizierung von Handlungsfeldern. Dieses Set von Indikatoren aus den Bereichen

  • Lebensstandard
  • Wohnraum
  • Erwerbsleben
  • Bildungschancen und
  • Gesundheit

soll die EU-Armutsberichterstattung in Österreich ergänzen. Dies ermöglicht es die Armutslagen in Österreich dauerhaft im Auge zu behalten.

Die aktuellen Ergebnisse sowie eine Darstellung der Entwicklungen zwischen 2008 und 2017 finden Sie in der Publikation "Eingliederungsindikatoren 2017". Eine Sonderauswertung in dieser Publikation zeigt, dass armuts- und ausgrenzungsgefährdete Menschen sowie wohnungslose Menschen eine zum Teil deutlich verringerte Lebenserwartung aufweisen.  

Hier finden Sie eine inhaltliche Darstellung der Ergebnisse aus EU-SILC 2016 mit dem Schwerpunkt Vererbung von Armut und Chancenungleichheiten „Armut und soziale Ausgrenzung 2008 bis 2016. Entwicklung von Indikatoren und aktuelle Ergebnisse zur Vererbung von Teilhabechancen in Österreich“ (Reiter "Weitere Informationen", SILC 2016).

Die Powerpoint Präsentation und Zahlen zu: Lebensbedingungen von Beziehenden der Mindestsicherung finden Sie unter: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/soziales/armut_und_soziale_eingliederung/index.html (Reiter „Weitere Informationen“, EU SILC 2017)

Österreichische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung

Im Rahmen der "Strategie Europa 2020" wurde die Europäische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung initiiert. Sie soll den Mitgliedstaaten dabei helfen, das Kernziel zu erreichen – 20 Millionen Menschen aus Armut und sozialer Ausgrenzung zu befreien. In Österreich wurde vom Sozialministerium dazu eine eigene Plattform eingerichtet.

An der Plattform beteiligen sich neben den Sozialpartnern, Bund und Länder sowie Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft. Die Mitglieder der Plattform treffen sich zweimal jährlich, um aktuelle Themen zu diskutieren. Die nächste Sitzung wird im ersten Halbjahr 2020 stattfinden.

Statistik über die Sozialausgaben in Österreich

Wie viel für Sozialleistungen ausgegeben wird, ist ein wichtiger Maßstab, um die künftige Finanzierung des Sozialsystems planen zu können. Deshalb werden alle Ausgaben detailliert statistisch erfasst. Seit 1996 gibt es für die gesamte Europäische Union  eine einheitliche Methode, wie Sozialleistungen erhoben werden: das Europäische System der Integrierten Sozialschutzstatistik (ESSOSS). Ab 1980 liegen Daten vor.

Das ESSOSS-Kernsystem besteht aus einem Datensatz, der jährlich von Statistik Austria erhoben wird. Dieser gibt Auskunft über sämtliche Finanzierungsquellen und Ausgaben des Sozialschutzes.

Es ist möglich die Daten nach Sozialschutzschemen, nach Funktionen oder nach Leistungsbeziehenden abzurufen.

Zu den Ausgaben des Sozialsystems zählen:

  • Sozialleistungen (Geld- und Sachleistungen)
  • umgeleitete Sozialbeiträge (zum Beispiel Überweisungen der Pensionsbeiträge für Kinderbetreuungsgeldbeziehende aus dem Familienlastenausgleichsfonds an die Pensionsversicherung)
  • Übertragungen an andere Systeme (darunter fällt die Übertragung von Mitteln, um das Defizit in einem anderen System zu verringern)
  • Verwaltungskosten
  • sonstige Ausgaben

Finanzierung des Sozialsystems

Das Sozialsystem wird finanziert durch:

  • die Sozialbeiträge der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
  • die Sozialbeiträge der geschützten Personen (Arbeitnehmerinnen, Arbeiternehmer, Pensionsbeziehende und Selbstständige)
  • umgeleitete Sozialbeiträge
  • Übertragungen von anderen Systemen
  • staatliche Zuweisungen, also zweckgebundene oder allgemeine (Steuer-)Mittel des Staates zur Finanzierung des Sozialschutzes
  • sonstige Einnahmen

Eigenbeiträge der Leistungsbeziehenden

Eigenbeiträge der Leistungsbeziehenden sind diverse Selbstbehalte, die im Zusammenhang von Sozialleistungen zu bezahlen sind. Diese Beträge der Leistungsbeziehenden werden in ESSOSS getrennt erfasst und gelten nicht als Ausgaben des Sozialsystems.

Hier finden Sie die ESSOSS-Tabelle zu Ausgaben und Finanzierung als Download:
ESSOSS Überblickstabelle 1 (Ausgaben, Finanzierung)

30 Sozialschutzschemen  

Um Ausgaben bei Sozialleistungen vergleichbar zu machen, hat jeder EU-Mitgliedstaat eine Liste von Sozialschutzschemen erstellt. Alle Sozialleistungen werden einem Schema zugeordnet. In Österreich gibt es 30 Sozialschutzschemen (zum Beispiel Familienlastenausgleichsfonds oder Sozialleistungen der Länder und weitere.
Hier finden Sie die 30 Sozialschutzschemen als Download: Sozialausgaben-Tabellen: 30 Sozialschutzschemen und soziale Risiken

Acht standardisierte Funktionen

Alle Leistungen der Sozialschutzschemen werden acht, auf EU-Ebene standardisierten, Funktionen zugeordnet, um eine Vergleichbarkeit der Sozialausgaben unter den Mitgliedsstaaten zu ermöglichen.

Die Funktionen sind:

  • Krankheit/Gesundheitsversorgung
  • Invalidität/Gebrechen
  • Alter
  • Hinterbliebene
  • Familie/Kinder
  • Arbeitslosigkeit
  • Wohnen
  • Sonstige Leistungen

Die ESSOSS Überblickstabelle 2 (Funktionen) zu den Funktionen ist als Download verfügbar.

ESSOSS Netto-Sozialausgaben bis 2016

Teilweise sind für Sozialleistungen in Österreich (zum Beispiel Pensionen) Lohnsteuer beziehungsweise Sozialbeiträge (zum Beispiel Krankenversicherung zu entrichten. Diese Beiträge werden von den Sozialausgaben abgezogen und ergeben damit die Nettosozialausgaben.

Die Netto-Sozialausgaben bis 2016 (Stand Dezember 2018) finden Sie in der folgenden Datei. Diese informiert über die – jeweils letztverfügbare(n) –

  • Nettosozialausgaben und Netto-Sozialquote
  • Nettosozialausgaben nach Sozialschutzsystemen ohne Übertragungen (Transfers) zwischen Sozialschutzsystemen
  • Nettosozialausgaben nach Sozialschutzsystemen einschließlich Übertragungen (Transfers) zwischen Sozialschutzsystemen
  • Nettosozialleistungen nach Funktionen ohne Übertragungen (Transfers) zwischen Systemen
  • Bedürftigkeitsprüfung

ESSOSS Netto-Sozialausgaben bis 2016

Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher

Neben dem Kernsystem bietet ESSOSS eigene Module für Leistungsbeziehende. Die aktuellen Daten zu diesen Modulen können Sie auf den folgenden Links öffnen bzw. stehen diese auch zum Download zur Verfügung.
 

Die folgenden Tabellen stellen die (Pensions-)Leistungsbezieherinnen und (Pensions-)Leistungsbezieher u.a. nach Geschlecht für die jeweiligen Funktionen sowie nach einzelnen Sozialschutzsystemen der Jahre 2015-2018 dar.

  • Pensionsleistungsbeziehende, Gesamtüberblick xls und pdf

Diese Datei bzw. die einzelnen Tabellenblätter stellen die Pensionsleistungsbezieherinnen und - bezieher nach Sozialschutzsystemen, nach Funktionen gesamt und im Detail (Funktion Invalidität / Gebrechen,

Funktion Alter, Hinterbliebene, Arbeitslosigkeit dar.

  • Pensionsleistungsbeziehende
  1. Gesetzliche Pensionsversicherung (xls und pdf)
  2. Öffentliche Rechtsträger (xls und pdf)
  3. Versorgungsgesetze  (xls und pdf)
  4. Nachtschwerarbeitsgesetz (xls und pdf)
  5. Betriebliche Pensionsvorsorge (xls und pdf)
  6. Arbeitslosenversicherung (xls und pdf)
  7. Sozialleistungen der Länder (xls und pdf)

Zudem werden im nachfolgenden Modul die Bezieherinnen und Bezieher von einzelnen ESSOSS-Sozialleistungen, gegliedert nach Funktionen, dargestellt:

  • ESSOSS-Leistungsbeziehende (xls und pdf)

Sozialberichte

Der Sozialbericht aus dem Jahr 2016 umfasst folgende sozialpolitische Analysen, die hier auch als Einzelkapitel abrufbar sind:

Alle Sozialberichte der letzten Jahre stehen im Broschürenservice als Download zur Verfügung. 

Sozialstaat Österreich

Einen kompakten Überblick über den Sozialstaat Österreich und seine Leistungen, Ausgaben und deren Finanzierung sowie Servicestellen bietet die Publikation Sozialstaat Österreich, die kostenfrei beim Broschürenservice des Sozialministeriums bestellt werden kann.

Simulation: Auswirkungen sozialpolitischer Maßnahmen

Die Sozialreform-Mikrosimulation (SORESI) ermöglicht es, bestimmte Reformmaßnahmen in den Bereichen monetäre Sozialleistungen, Sozialbeiträge sowie Einkommensteuer zu simulieren. Ergebnisse werden in Bezug auf die Einkommensverteilung, Armutsgefährdung und fiskalischen Folgen berechnet. Sie können außerdem zwischen drei Output-Ebenen wählen: Haushalts-, Individual- und Modellhaushaltsebene.

Wohnen und Wohnkosten in Österreich

Wohnen ist neben Nahrung und Wasser, Luft, Kleidung, und medizinische Versorgung ein existenzielles Grundbedürfnis des Menschen.  Nationale und internationale Expertinnen und Experten bescheinigen Österreich eine quantitativ und qualitativ gute und relativ effiziente Wohnversorgung.  Ein österreichischer Haushalt muss für eine Wohnung in Hauptmiete (inkl. Betriebskosten) 518 Euro aufwenden. Das klingt auf den ersten Blick nach nicht allzu viel, wie sich jedoch zeigt sind die individuellen Belastungen sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt der österreichischen Haushalte muss 21% des Haushaltseinkommens für Wohnen aufgewendet werden. Während besserverdienende Haushalte allerdings nur knapp 10 Prozent ihres verfügbaren Einkommens dafür brauchen, sind es bei Niedrigeinkommensgruppen oftmals mehr als 40 Prozent.

Eine vor kurzem für das Sozialministerium fertiggestellte Studie der IBW – Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen GmbH untersucht Rahmenbedingungen und Handlungsoptionen für leistbares und inklusives Wohnen in Österreich.

Die Studie ist hier abrufbar.

Umfassende Daten und Indikatoren zum Thema bietet darüber hinaus die Statistik Austria.

Themen wie z.B. Wohnkostenüberlastung, registrierte Wohnungslosigkeit werden unter anderem im Rahmen der Nationalen Eingliederungsindikatoren abgebildet.

Die Auswirkung von Immobilienbesitz auf die Einkommensverteilung wird durch eine Studie untersucht.

Sozialpolitische Forschung

Studien des Bereiches der Sozialpolitische Forschung:

Auf den angegebenen Webseiten finden Sie Informationen von Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern des Sozialministeriums zum Beispiel in Form von Links, Berichten und Forschungsergebnissen zu verschiedenen Überblicks- sowie Spezialthemen:

 

Inhaltlicher Stand: 20.11.2019