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Alterspension

Um auch im Alter finanziell abgesichert zu sein, steht die Alterspension allen Versicherten offen die die Voraussetzungen erfüllen.

Um auch im Alter finanziell abgesichert zu sein, steht die Alterspension allen Versicherten offen die das gesetzliche Pensionsantrittsalter (Regelpensionsalter) erreicht haben und die Mindestversicherungsdauer (Wartezeit) erfüllen. Wer beide Voraussetzungen erfüllt, die Pension aufschiebt und weiterarbeitet, erhält einen Bonus.

Bevor eine Alterspension ausbezahlt werden kann, muss – wie bei jeder Leistung aus der Pensionsversicherung – ein entsprechender Antrag bei dem Versicherungsträger gestellt werden, bei dem man die letzten 15 Jahre überwiegend versichert war.

Gesetzliches Pensionsantrittsalter (Regelpensionsalter)

Je nach Geburtsjahrgang gelten unterschiedliche Anspruchsvoraussetzungen für eine Alterspension.

Mit Stichtag 1. Jänner 2024 wird das derzeitige Pensionsantrittsalter von Frauen (60. Lebensjahr) um jeweils sechs Monate pro Jahr bis zum Jahr 2033 (65. Lebensjahr) angehoben. Erstmals davon betroffen sind Frauen mit einem Geburtsdatum ab 2. Dezember 1963 (60. Lebensjahr und sechs Monate). Für Frauen mit einem Geburtsdatum ab 2. Juni 1968 gilt das 65. Lebensjahr als generelles Pensionsantrittsalter.

Für männliche Versicherte gilt das vollendete 65. Lebensjahr als Regelpensionsalter.

Mindestversicherungsdauer – Erfüllung der Wartezeit

Für den Bezug einer Alterspension ist die Erfüllung einer Mindestversicherungsdauer vorgesehen. Folgende Möglichkeiten sind möglich:

  • 180 Versicherungsmonate (15 Versicherungsjahre) innerhalb der letzten 360 Kalendermonate (30 Jahre) oder
  • 180 Beitragsmonate (15 Beitragsjahre) der Pflichtversicherung bzw. der freiwilligen Versicherung ohne zeitliche Lagerung oder
  • 300 Versicherungsmonate (25 Versicherungsjahre) bis zum Stichtag.

Alternativ dazu ist auch folgende erfüllte Wartezeit gültig:

  • 180 Versicherungsmonate (15 Versicherungsjahre). Davon müssen mindestens 84 Versicherungsmonate (sieben Jahre) aus einer Erwerbstätigkeit heraus entstanden sein. Zu den Zeiten der Erwerbstätigkeit zählen auch Zeiten der Pflege eines behinderten Kindes, eines/einer nahen Angehörigen (ab Pflegestufe 3) sowie Zeiten der Familienhospizkarenz.

Seit 1. Jänner 2017 werden auch Kindererziehungszeiten, die vor dem Jahr 2005 erworben wurden, für die Wartezeit berücksichtigt.

Bonus bei späterem Pensionsantritt

Wird die Alterspension trotz Erfüllung der Wartezeit bzw. Mindestversicherungszeit erst nach Erreichen des Regelpensionsalters (derzeit bei Frauen das vollendete 60. Lebensjahr, bei Männern das vollendete 65. Lebensjahr) in Anspruch genommen, wird die Leistung für die Monate der späteren Inanspruchnahme um 4,2 Prozent pro Jahr erhöht. Die Bonusphase wird maximal für drei Jahre gewährt.

Als zusätzliche Förderung für den längeren Verbleib im Erwerbsleben wird in der Bonusphase der Anteil des Dienstnehmers und des Dienstgebers am Pensionsversicherungsbeitrag jeweils um die Hälfte reduziert, wodurch sich das monatliche Arbeits-Nettoeinkommen erhöht. Für die Gutschrift am Pensionskonto werden bei der späteren Pensionsberechnung jedoch weiterhin die vollen Beitragsgrundlagen herangezogen.

Wenn Sie Ihren Pensionsantrag zwei bis drei Monate vor dem geplanten Pensionsantritt stellen, können noch offene Fragen geklärt werden und eine Verzögerung bei der Pensionsauszahlung wird vermieden.

Letzte Aktualisierung: 18. Oktober 2019