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MERS-CoV (Middle East Respiratory Syndrome - Coronavirus)

Erreger und Übertragung

MERS steht für das Middle East Respiratory Syndrome und bezeichnet eine Infektion der Atemwege, die durch das MERS-Coronavirus (MERS-CoV) verursacht wird. Das MERS-CoV gehört zu der Familie der Coronaviridae. Das Dromedar ist der Hauptwirt. Das Virus kann bei engem Kontakt mit den Tieren auf den Menschen übertragen werden. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung erfolgt bei engem Kontakt (z.B. in der Familie oder im Spital) mittels Tröpfcheninfektion, das Risiko dafür ist relativ niedrig.

Krankheitsbild

Die Inkubationszeit kann zwischen zwei und 14 Tagen betragen. Am Beginn der Erkrankung stehen grippeähnliche Symptome, wie Fieber, Husten und Atemnot. Eine häufige Begleiterscheinung ist Durchfall. Oft entwickelt sich aus dem Atemwegsinfekt eine Pneumonie, die in ein akutes Atemnotsyndrom übergehen kann. Es kann ebenfalls zu Nierenversagen kommen. Schwere Verläufe treten überwiegend bei Menschen mit chronischen Vorerkrankungen oder einer geschwächten Immunabwehr auf, wie z.B. Diabetes, einer Krebserkrankung oder Immunsuppression.

Verbreitung und Häufigkeit

In Österreich besteht derzeit kein erhöhtes Risiko für eine MERS-CoV Erkrankung in der Allgemeinbevölkerung. Bisher gab es lediglich zwei importierte Fälle, wobei es sich um Touristen aus dem arabischen Raum handelte. Alle bisher an MERS-CoV erkrankten Personen haben sich im Nahen Osten auf der Arabischen Halbinsel angesteckt, oder hatten Kontakt mit Personen, die dort erkrankten.

Ein Import aus einem betroffenen Gebiet kann jedoch nicht ausgeschlossen werden; vor allem während Perioden mit erhöhter Übertragungsaktivität auf der arabischen Halbinsel. Nachdem im Jahr 2014 in Österreich der erste Fall von MERS-CoV aufgetreten ist, wurde am 8. September 2016 dem Gesundheitsministerium ein zweiter bestätigter Fall von den zuständigen österreichischen Behörden gemeldet.

Vorbeugung

Ein Infektionsrisiko besteht vor allem bei einem Aufenthalt im Nahen Osten, insbesondere nach Kontakt mit Dromedaren, deren Produkten oder MERS-Erkrankten. Während eines Aufenthaltes auf der Arabischen Halbinsel, sollte der Kontakt zu kranken Personen und Tieren (vor allem Dromedaren) vermieden werden und zusätzlich ist besonders auf die Hand- und Lebensmittelhygiene zu achten.

Das heißt:

  • Hände mit Wasser und Seife reinigen - vor allem vor und nach dem Berühren von Tieren
  • kein ungenügend gekochtes Fleisch verzehren
  • nur pasteurisierte Milch trinken

Reisende, die Symptome während ihrer Reise oder innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr aus einem betroffenen Gebieten entwickeln, sollten unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Eine Impfung gegen MERS-Coronavirus steht derzeit in Österreich nicht zur Verfügung.

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Inhaltlicher Stand: 30.09.2019