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Geschichte

Das Sozialministerium befindet sich in einem historischen Bau aus der Zeit der Monarchie.

Gebäude

Das Sozialministerium befindet sich in der Wiener Innenstadt am Stubenring. Der Stubenring ersetzte das Stubentor und die Stubenbastei, welche ab 1857 geschleift wurden. Sein Name leitete sich von den dort befindlichen Badestuben ab, wo die Menschen in hölzernen Wannen badeten und mit Hilfe von Gießkannen duschten.

Der riesenhafte Bau mit seinen nahezu dreitausend Fenstern wurde 1909 bis 1913 für die k. u. k. Armee Österreich-Ungarn – eine der sechs Großmächte des alten Europas – als letztes der großen Ringstraßengebäude errichtet, als das alte Gebäude des Hofkriegsrates "Am Hof" längst zu klein geworden war.

In einem Wettbewerb der bedeutendsten Architekten wurde schließlich Ludwig Baumann beauftragt, die Pläne zu entwerfen. Feldmarschall-Leutnant Josef Edler von Ceipek begann an der Spitze der Militärbauverwaltung den Neubau. Den Baublock von 326.000 Kubikmeter verbauten Raumes bezogen im Mai 1913 über zweitausend Offiziere und Beamte der Heeresverwaltung. Als fünf Jahre später die Donaumonarchie verschwand und die vielen Zimmerfluchten leer standen, brachte man verschiedene Ministerien darin unter

Im März 1938 machte der Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland dieser Verwendung ein Ende – das XVII. Armeekorps der deutschen Wehrmacht bezog mit seinen Ämtern alle Räume.

Wiederbezug nach dem Zweiten Weltkrieg

Eine Fliegerbombe, die gegen Kriegsende schräg in einen der neun Höfe einschlug, richtete nicht sonderlich viel Schaden an. Erst in den Kampftagen des April 1945 vernichtete ein Großbrand alles Brennbare: Stahlbetondecken zerrissen, viele Kilometer an Rohrleitungen schmolzen. Die Explosion der in einem Hoftrakt eingelagerten Munition vollendete das Vernichtungswerk.

Doch bereits 1952 konnte der Riesenbau dank der Arbeit des Sohnes des einstigen Erbauers, Ministerialrat Eugen Ceipek, neuerlich bezogen werden. Die pompösen Kuppelaufbauten von einst sind verschwunden. Ruhiger wirkt das erneute Regierungsgebäude, in dem wie vor 1938 Bundesministerien untergebracht sind. Nur die Soldatenköpfe über den Fenstern des Erdgeschosses erinnern an die kriegerische Vergangenheit.

Am Giebel des Gebäudes waren die Worte "Si vis pacem, para bellum" ("Wenn du den Frieden willst, so rüste zum Kriege") eingraviert. Diese wurden im Zuge einer Gebäudesanierung nach 1945 entfernt

Heute beherbergt der neobarocke Komplex mehrere Ministerien.

Radetzky-Reiterstatue

Die Reiterstatue des Johann Joseph Wenzel Graf Radetzky wurde 1892 von Caspar von Zumbusch und George Niemann erschaffen. Sie befand sich zuerst auf dem Platz "Am Hof" vor dem ehemaligen Kriegsministerium. Die Reliefs von Hans Bitterlich zeigen Radetzky links beim Kriegsrat im Kreise seiner Generäle und rechts umjubelt von Soldaten der verschiedenen Waffengattungen der k. u. k. Armee Österreich-Ungarn. An der Vorderseite sind über dem Doppeladler Grillparzers Worte "In deinem Lager ist Österreich" zu lesen.

Feldmarschall Johann Joseph Wenzel Graf Radetzky von Radetz (geboren am 2. November 1766 in Trebnitz, Böhmen, gestorben am 5. Jänner 1858 in Mailand, Italien) war 1848/49 Oberbefehlshaber der österreichischen Truppen, die den Aufstand der Italiener gegen die österreichische Fremdherrschaft niederschlugen. Ihm zu Ehren komponierte Johann Strauss, der Vater des Walzerkönigs, den Radetzkymarsch.

Letzte Aktualisierung: 19. September 2019