Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Steuerentlastung und Pension

Durch die ökosoziale Steuerreform und das dritte Maßnahmenpaket zur Abfederung der Teuerung wird für Niedrigverdiener:innen und Pensionistinnen und Pensionisten eine finanzielle Entlastung erreicht.
 

Drittes Maßnahmenpaket zur Abfederung der Teuerung

Aufgrund der allgemein gestiegenen Teuerung hat die Regierung ein Maßnahmenpaket mit einem Volumen von insgesamt rund EUR 28 Mrd. für den Zeitraum 2022 bis 2026 in Aussicht gestellt. Ein Teil des Paketes wurde bereits Ende Juni beschlossen und entspricht einem Volumen von rund EUR 5 Mrd.

Zu den bereits beschlossenen Maßnahmen zählen:

  • Einmalzahlungen in der Höhe von EUR 300 für bestimmte Personengruppen (u.a. Ausgeichszulagenbezieher:innen, arbeitslose Personen, Sozialhilfeempfänger:innen und Studienbeihilfebezieher:innen).
  • Bezieher:innen kleiner und mittlerer Pensionen erhalten – abhängig von der Höhe ihrer Pension - eine außertourliche Einmalzahlung von bis zu EUR 500 im September.
  • Des Weiteren wurde ein Bonus von EUR 500 für alle beschlossen. Dieser Bonus besteht aus einem  Mix aus Klimabonus (EUR 250) und Anti-Teuerungs-Bonus (EUR 250) . Für Kinder wird die Hälfte (EUR 250) zur Auszahlung gelangen.
  • Ebenfalls wird es einmalig zusätzlich EUR 180 für jedes Kind zur Familienbeihilfe im August geben und der Familienbonus wurde vorzeitig auf EUR 2.000 pro Jahr angehoben.
  • Für Geringverdiener:innen wurde ein einmaliger Teuerungsabsetzbetrag in der Höhe von EUR 500 beschlossen.

Die Abschaffung der kalten Progression und eine Valorisierung von bestimmten Sozialleistungen (u.a. dem Krankengeld und Rehabilitationsgeld) ab dem kommenden Jahr wurde seitens der Bundesregierung akkordiert.

Das vorliegende Paket ist das dritte Maßnahmenpaket, auf das sich die Regierung mit dem Ziel zur Abfederung der gestiegenen Teuerung, geeinigt hat.

Eine Vielzahl der beschlossenen und auch der noch zu beschließenden Maßnahmen wird auch eine spürbare Entlastung für Pensionistinnen und Pensionisten bringen.

Unter anderem erhielten Ausgleichszulagenbezieher:innen im März und im April diesen Jahres eine Einmalzahlung von EUR 250.

Ebenso wurde ein Energiegutschein in der Höhe von EUR 150 für alle Personen auf den Weg gebracht. Anspruch besteht für alle Haushalte, deren Einkünfte den maßgebenden Höchstbetrag (EUR 55.000 Euro bei Einpersonenhaushalt bzw. EUR 110.000 Euro bei Mehrpersonenhaushalt) nicht übersteigen.

Änderung der Steuertarifstufen

2020 wurde die erste Steuertarifstufe, die für Einkommensteile über 11.000 Euro bis 18.000 Euro zur Anwendung gelangt, von 25 Prozent auf 20 Prozent gesenkt. Im Rahmen der ökosozialen Steuerreform wurde eine Senkung der beiden nächsthöheren Steuertarifstufen, die für Einkommensteile über 18.000 Euro bis 31.000 Euro und über 31.000 Euro bis 60.000 Euro gelten, beschlossen.

Die Senkung der zweiten Tarifsteuerstufe wurde bereits umgesetzt, indem für das gesamte Jahr 2022 ein Mischsteuersatz von 32,5% zur Anwendung gelangt.

Zur Abfederung der anhaltenden Teuerung hat sich die Regierung im Juni 2022 auf ein drittes Maßnahmenpaket geeinigt. Zu den in Aussicht gestellten Maßnahmen zählt auch die Abschaffung der „kalten Progression“ ab dem Jahr 2023. Die gesetzliche Grundlage dazu muss noch erarbeitet werden.

Negativsteuer

Jene, die nur wenig oder keine Steuern zahlen, erhalten eine Negativsteuer (SV-Bonus) von bis zu 550 Euro jährlich. Die maximale Rückerstattung der Sozialversicherungsbeiträge wurde damit um 250 Euro angehoben.

Pensionistenabsetzbetrag

Der Pensionistenabsetzbetrag wurde von 600 Euro auf 825 Euro erhöht und steht fortan steuerpflichtigen Pensionistinnen und  Pensionisten zu, deren Pensionseinkünfte den Betrag von jährlich EUR 17.500 nicht übersteigen. Für Pensionseinkünfte zwischen 17.500 Euro und 25.250 Euro vermindert sich der Pensionistenabsetzbetrag gleichmäßig einschleifend auf Null.

Der erhöhte Pensionistenabsetzbetrag wurde von 964 Euro auf 1.214 Euro erhöht. Er kommt steuerpflichtigen Pensionistinnen und Pensionisten zugute, deren Pensionseinkünfte 19.930 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen. Für zu versteuernde Pensionseinkünfte zwischen 19.930 Euro und 25.250 Euro vermindert sich der Absetzbetrag gleichmäßig einschleifend auf Null.

Die Negativsteuer und der (erhöhte) Pensionistenabsetzbetrag gelten bereits für das Veranlagungsjahr 2021.

Gutschrift von Krankenversicherungsbeiträgen für selbstständig Erwerbstätige und Bauern mit niedrigen und mittleren Einkommen

Selbständige und Bauern erhalten abhängig von der Höhe der monatlichen Beitragsgrundlage eine Beitragsgutschrift. Entsprechend einer gesetzlich festgelegten Staffelung beträgt diese zwischen 90 Euro und 315 Euro. Die Kosten dieser Gutschrift werden vom Bund getragen.

Familienbonus plus, Kindermehrbetrag und Verkehrsabsetzbetrag

Beschlossen wurde ebenfalls die Erhöhung des Familienbonus Plus von (jährlich) 1.500 Euro auf 2.000,16 Euro pro Kind unter 18 Jahren bzw. von 500,16 Euro auf 650,16 Euro pro Kind ab 18 Jahren (ab Juli 2022) sowie die Erhöhung des Kindermehrbetrag von 250 Euro auf 450 Euro pro Kind und Jahr. Auch der Verkehrsabsetzbetrag wurde für Einkommen bis 16.000 Euro auf 650 Euro erhöht. Bis zu einem Einkommen von 24.500 Euro reduziert sich der erhöhte Verkehrsabsetzbetrag auf Null.

Neben den getroffenen Maßnahmen zur Entlastung des Mittelstandes, ist die Förderung umweltfreundlichen Verhaltens durch eine CO2-Bepreisung und durch die Einführung eines Klimabonus sowie ein Standortpaket für die heimische Wirtschaft Kern der ökosozialen Steuerreform.

Weiterführende Informationen:
Bundesministerium für Finanzen
Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2022