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Qualitätssicherung

Zur Qualitätssicherung werden im Auftrag des Sozialministeriums über ganz Österreich kostenlose und freiwillige Hausbesuche bei Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbeziehern sowie verpflichtende Hausbesuche bei Förderwerberinnen und Förderwerbern einer 24-Stunden-Betreuung durchgeführt.

Qualitätssicherung durch Hausbesuche

Im Rahmen der Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege werden im Auftrag des Sozialministeriums über ganz Österreich kostenlose und freiwillige Hausbesuche bei Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbeziehern, die in ihrer häuslichen Umgebung gepflegt werden, durchgeführt. Es werden auch verpflichtende Hausbesuche bei Förderwerberinnen und Förderwerbern einer 24-Stunden-Betreuung seit 1. Oktober 2018 flächendeckend über ganz Österreich unabhängig der Qualifikationsart der Betreuungskraft (siehe dazu § 21b Abs. 2 Ziffer 5 lit. a, b, c BPGG) durchgeführt.

Ziel der Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege ist es, durch persönliche Kontaktaufnahme seitens diplomierter Gesundheits- und Krankenpflegepersonen mit den Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbeziehern und deren Betreuungspersonen die tatsächliche Pflegesituation anhand eines Situationsberichtes zu erheben und bei Bedarf notwendige Informationen und Beratungen durchzuführen, um Betroffenen notwendige Unterstützungen für die alltägliche Betreuung zu gewährleisten.

In der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen wurde dazu das Kompetenzzentrum für Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege eingerichtet, welches die Hausbesuche für alle Pflegegeldentscheidungsträger organisiert und koordiniert.

Die Erhebung der Versorgungssituationen erfolgt nach einem vom Forschungsinstitut für Altersökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien entwickelten Konzept in sechs ausgewählten Lebensbereichen (Funktionale Wohnsituation, Körperpflege, medizinisch-pflegerische Versorgung, Ernährung inklusive Flüssigkeitszufuhr, hygienische Wohnsituation, Aktivitäten/Beschäftigung/Sozialleben), die von Betreuung und Pflege beeinflusst werden können. Das Bewertungsschema können sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.

Schema
A die Person ist vollständig und zuverlässig versorgt
B geringfügige Beeinträchtigung der Lebensqualität; nicht vollständige Deckung des Bedarfs
C+ die mentale/physische Gesundheit könnte beeinträchtigt werden, wenn die Situation nicht verbessert wird
C- die mentale/physische Gesundheit ist beeinträchtigt

Qualität der Pflege

Seit dem Jahr 2015 gibt es auch die Möglichkeit, einen kostenlosen Hausbesuch auf Wunsch durch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen beim Kompetenzzentrum Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege zu beantragen. Der Hausbesuch auf Wunsch kann kostenlos und für ganz Österreich per E-Mail unter wunschhausbesuch@svqspg.at oder telefonisch unter +50 808 20 87angefordert werden.

Die Erkenntnisse einer Auswertung der Hausbesuche hinsichtlich der Versorgungssituation finden Sie auf der Website der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen.

Handbuch zur Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege

Zur praktischen Anwendung wurde ein Handbuch aufgelegt, in dem der Aufbau des Erhebungsinstruments erklärt wird, das Konzept sowie die Qualitätsindikatoren vorgestellt werden und das insbesondere tätigen diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen als Orientierungshilfe dient.

Qualitätssicherung in der 24-Stunden-Betreuung

Pflichthausbesuche im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung in der 24-Stunden-Betreuung

Im Rahmen der Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege werden seit 2009 auch verpflichtende Hausbesuche bei Personen, die eine Förderung zur 24-Stunden-Betreuung nach § 21 b Abs. 2 Ziffer 5 BPGG beziehen, durchgeführt.

In Entsprechung der Empfehlungen des Rechnungshofes zur Sicherstellung der Betreuungsqualität wurde im Jahr 2018 die Ausweitung der Hausbesuche der Qualitätssicherung auf alle Förderwerberinnen und Förderwerber einer 24-Stunden-Betreuung, unabhängig von der Qualifikationsart der Betreuungskraft, d.h. auch auf Förderfälle nach § 21b Abs 2 Z 5 lit a und c BPGG durchgeführt . Seit diesem Zeitpunkt wird bei allen Förderwerberinnen und Förderwerbern einer 24-Stunden-Betreuung ein verpflichtender Hausbesuch, unabhängig der Qualifikationsart der Betreuungskraft durchgeführt. Die Hausbesuche werden ebenso, wie die freiwilligen Hausbesuche bei dem Pflegegeldbezug über das Kompetenzzentrum Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege von der Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen für alle Pflegegeldentscheidungsträger koordiniert und durchgeführt.

Die Erhebung der Versorgungssituationen erfolgt nach einem vom Forschungsinstitut für Altersökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien entwickelten Konzept in sechs ausgewählten Lebensbereichen (Funktionale Wohnsituation, Körperpflege, medizinisch-pflegerische Versorgung, Ernährung inklusive Flüssigkeitszufuhr, hygienische Wohnsituation, Aktivitäten/Beschäftigung/Sozialleben), die von Betreuung und Pflege beeinflusst werden können. Das Bewertungsschema können sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.

Schema
A die Person ist vollständig und zuverlässig versorgt
B geringfügige Beeinträchtigung der Lebensqualität; nicht vollständige Deckung des Bedarfs
C+ die mentale/physische Gesundheit könnte beeinträchtigt werden, wenn die Situation nicht verbessert wird
C- die mentale/physische Gesundheit ist beeinträchtigt

Pilotprojekt Unangekündigte Hausbesuche in der 24-Stunden-Betreuung

Nachdem verschiedene Stellen, wie etwa der Rechnungshof oder die Volksanwaltschaft die Ansicht vertreten, dass die sehr guten Ergebnisse der Hausbesuche durch die Vorankündigung der Hausbesuche beeinflusst würden und unangekündigte Hausbesuche davon abweichende Ergebnisse bringen würden, führt das Sozialministerium seit Anfang Jänner 2019 nunmehr das Pilotprojekt Unangekündigte Hausbesuche durch.

Seit Jänner 2019 finden in den Regionen Wien und Tirol die verpflichtenden Hausbesuche bei Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbeziehern, die eine Förderung zur 24-Stunden-Betreuung beantragt haben, unangemeldet statt – d.h. Förderwerberinnen und Förderwerbern wird der Hausbesuch vorher nicht schriftlich im Zuge der Gewährung einer Förderung angekündigt. Bei Verweigerung des unangekündigten Hausbesuches soll der Grund dafür erfragt und festgehalten werden.

In weiterer Folge soll relativ rasch ein angekündigter Hausbesuch erfolgen, wobei der Termin nach Möglichkeit bereits vor Ort von der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegefachkraft vereinbart werden soll. Für Rückfragen vor Ort wurden Kontaktpersonen seitens des Sozialministeriumservices namhaft gemacht.

Die Erkenntnisse einer Auswertung der Hausbesuche hinsichtlich der Versorgungssituation finden Sie auf der Website der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen.

Das österreichische Qualitätszertifikat für Vermittlungsagenturen in der 24-Stunden-Betreuung (ÖQZ 24)

Das Österreichische Qualitätszertifikat für Vermittlungsagenturen in der 24-Stunden-Betreuung stellt eine wichtige Maßnahme der Qualitätssicherung dar. Das Zertifikat soll die Situation aller Betroffenen stärken und so zur nachhaltigen Qualitätssteigerung der Pflege und Betreuung beitragen. Nähere Informationen finden Sie im Bereich ÖQZ 24.

Inhaltlicher Stand: 27. November 2019