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Giardiose (Lambliose, Lambliasis)

Erreger und Übertragung

Die Giardiose ist eine Durchfallerkrankung die durch den einzelligen Parasiten Giardia lamblia (manchmal auch „Lamblien“ genannt) hervorgerufen wird. Der Parasit kann in Form widerstandsfähiger Zysten in Wasser und Erde oder auf Lebensmitteln überleben. Die Übertragung erfolgt durch Aufnahme meist durch fäkal verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel.

Krankheitsbild

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung dauert es zwischen drei und 25 Tagen, gelegentlich länger. Zeichen einer akuten Infektion mit Giardiose sind Bauch- oder Magenkrämpfe, Erbrechen, Durchfall oder Dehydration (aufgrund des hohen Verlusts von Flüssigkeit). In manchen Fällen bleiben bei infizierten Personen die Symptome aus. Ohne Behandlung kommt es meist nach zwei bis drei  Wochen zur Besserung. Vereinzelt kann es bei längerdauerndem Verlauf zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut mit daraus resultierender Laktoseintoleranz kommen. In aller Regel bleibt der Parasit auf den Dünndarm beschränkt. Bei massivem Befall oder Immunschwäche kann es auch zu Gallenwegs- und Bauchspeicheldrüsenentzündungen kommen.

Verbreitung und Häufigkeit

Giardia lamblia ist ein weltweit verbreiteter Dünndarmparasit des Menschen. Das Vorkommen des Parasiten ist in wärmeren Ländern grundsätzlich höher und schlechte hygienische Bedingungen insbesondere beim Umgang mit Lebensmitteln und bei der Speisezubereitung erhöhen das Risiko einer Ansteckung. In Österreich zählen Lamblieninfektionen zu den häufigsten parasitären Infektionen bei Reiserückkehrern nach längeren Auslandsaufenthalten, insbesondere aus Asien und Afrika.

Vorbeugung

Als effektive Präventionsmaßnahme gelten strikte Hygienemaßnahmen, insbesondere eine gründliche Händehygiene und das Vermeiden von möglicherweise verunreinigtem Wasser und kontaminierten Lebensmitteln.

Zusatzinformationen

Fachinformation

Inhaltlicher Stand: 30.09.2019