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Kryptosporidiose

Erreger und Übertragung

Die Kryptosporidiose ist eine Durchfallerkrankung, die durch die Erreger Cryptosporidium hominis und C. parvum (Protozoa; Sporozoa) hervorgerufen wird. Der Erreger wird vom infizierten Wirt über den Stuhl ausgeschieden und vom Menschen mittels kontaminierten Wassers (z.B. Trinkwasser, Eiswürfel, Badewasser) aufgenommen. Aber auch fäkal-orale Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch, Tier zu Mensch oder Infektionen durch kontaminierte Nahrung (infiziertes Fleisch) sind möglich.

Krankheitsbild

Die Inkubationszeit beträgt ein bis zwölf Tage, in der Regel sieben bis zehn Tage. Solange der Erreger mittels Stuhl ausgeschieden wird besteht Ansteckungsfähigkeit. Dabei kann es sich um bis zu mehrere Wochen handeln. Die Infektion kann zwar asymptomatisch verlaufen, allerdings können ebenfalls wässriger Durchfall (mit großem Flüssigkeitsverlust) und Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber und/oder Gewichtsverlust auftreten.

Verbreitung und Häufigkeit

Kryptosporidien wurden bei mehr als 40 Wirbeltierarten festgestellt. Das Hauptreservoir stellen insbesondere Rinder, Pferde, Ziegen und Schafe, aber auch Hunde, Katzen und Vögel dar. In Entwicklungsländern liegt die Prävalenz der Kryptosporidiose deutlich höher als in Industriestaaten.

Neben HIV-infizierten Personen sind auch andere immungeschwächte Personen (z.B. Organtransplantierte) besonders gefährdet, an einer klinisch manifesten Kryptosporidiose zu erkranken. Zudem sind Kinder im Alter von sechs bis 24 Monaten besonders häufig von einer Kryptosporidiose betroffen. Kryptosporidien können vor allem wasser-, aber auch lebensmittelassoziierte Krankheitsausbrüche verursachen. Da die Erreger sehr widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und Chemikalien sind, können sie im feuchten Milieu über Monate, in Einzelfällen bis zu zwei Jahre infektiös bleiben.

Vorbeugung

Die Erreger widerstehen allen Desinfektionsmitteln. Erhitzen auf 60 Grad für mindestens 30 Minuten tötet die Erreger sicher ab. Ansteckungen und Übertragungen werden durch gründliche Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen nach der Toilettenbenutzung oder dem Kontakt mit Windeln etc. und vor jeder Zubereitung von Nahrungsmitteln vermieden. Infizierte sollten keine Schwimmbäder, Saunen etc besuchen.

 (28. Juli 2017)

Zusatzinformationen

Fachinformaion

Letzte Aktualisierung: 30. September 2019