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Chikungunya-Fieber

Erreger und Übertragung

Das Chikungunya-Fieber wird durch das gleichnamige Virus verursacht. Der Name bedeutet „der gekrümmt Gehende“, ein Hinweis auf die teilweise stark einschränkenden Gelenksbeschwerden bei Erkrankung. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich durch den Stich von infizierten Mücken der Gattungen Aedes albopictus (Tigermücke) und Aedes aegypti (Gelbfiebermücke). Diese Mücken kommen in vielen Städten und Regionen der Subtropen und Tropen vor und stechen hauptsächlich tagsüber.

Krankheitsbild

Die Erkrankung tritt meist sieben bis neun Tage, selten drei bis zwölf Tage, nach dem Stich durch eine infizierte Mücke auf und äußert sich durch schnell ansteigendes hohes Fieber, starke Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Kopfschmerzen, manchmal begleitet von einem Hautausschlag. Der Großteil der Fälle verläuft ungefährlich, bei Neugeborenen, älteren Menschen und Personen mit chronischen Krankheiten wurden teilweise schwere Verläufe beobachtet. Bisher gibt es kein gegen das Virus wirksames Medikament, die Therapie kann deshalb nur beschwerdelindernd erfolgen. Nach überstandener Erkrankung besteht lebenslange Immunität.

Verbreitung und Häufigkeit

Chikungunya-Fieber hat sich im letzten Jahrzehnt weltweit verbreitet und in vielen Regionen mit entsprechenden Überträgermücken Ausbrüche verursacht. In Europa ist es ebenfalls bereits zu Übertragungen gekommen. So hat sich in Italien 2007 erstmals ein Ausbruch mit mehr als 300 Erkrankten ereignet, und auch aus Südfrankreich wurden in den letzten Jahren kleine Ausbrüche gemeldet. Alle in Österreich betroffenen Personen haben sich auf einer Reise angesteckt, eine Übertragung im Inland wurde noch nie gemeldet.

Vorbeugung

Bisher ist keine Schutzimpfung gegen das Chikungunya-Virus verfügbar. Ein Erkrankungsrisiko besteht bei Auslandsaufenthalten in Risikogebieten. Die einzige vorbeugende Maßnahme bei Reisen in betroffene Länder ist gegenwärtig der Schutz vor Mückenstichen. Es empfiehlt sich, langärmelige, mit Insektiziden behandelte weite Kleider zu tragen, tagsüber und abends ein Mückenschutzmittel aufzutragen und unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Um aktuelle Informationen zur weltweiten Verbreitung und Vorbeugung der Krankheit einzuholen, empfehlen wir eine persönliche reisemedizinische Beratung rechtzeitig vor Reiseantritt. (12.7.2017)

Zusatzinformationen

Fachinformation

Inhaltlicher Stand: 30. September 2019