Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Dengue-Fieber

Aktuelle Situation

Dengue-Ausbruch im französischen Übersee-Département Réunion:

Seit Anfang des Jahres 2018 wird, im Vergleich zu den Jahren davor, von einem außergewöhnlich starken Anstieg von Dengue-Fieber-Erkrankungen im französischen Übersee-Département Réunion berichtet. Inzwischen wurden mehr als 1.300 Erkrankungen gemeldet (Stand: 15. April 2018).

Hauptsächlich betroffen ist derzeit die Gemeinde Saint-Paul. Weitere Dengue-Fälle wurden auch in der westlichen Region (La Possession, Le Port, Saint-Leu) sowie in der südlichen Region (Saint-Pierre, Ravine des Cabris) der Insel registriert.

Die Behörden gehen davon aus, dass sich der Ausbruch in den kommenden Wochen verstärken könnte, weil die Wetterbedingungen die Mückenvermehrung begünstigen.

Die lokalen Behörden versuchen mit geeigneten Maßnahmen den Dengue-Ausbruch einzudämmen.

Informationen zur aktuellen Situation in Brasilien:

Erreger und Übertragung

Das Dengue-Fieber ist eine Erkrankung, die vom Dengue-Virus ausgelöst wird. Das Dengue-Virus wird durch den Stich einer infizierten Stechmücke der Gattung Aedes, hauptsächlich Aedes aegypti (Gelbfiebermücke), aber auch Aedes albopictus (Tigermücke) übertragen und verbreitet.

Krankheitsbild

Die Krankheitszeichen treten meist vier bis sieben Tage, selten bis zu 14 Tage, nach dem Stich auf. Typisch ist die sogenannte Dengue-Trias: Fieber, Ausschlag sowie Kopf-, Muskel-, Glieder-, Knochen- oder Gelenkschmerzen. In ungefähr zwei bis vier Prozent der Fälle nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf (innere Blutungen, Schock) und es kann zu einem tödlichen Ausgang kommen. Der schwere Verlauf tritt oft nach einer wiederholten Ansteckung mit Dengue-Virus auf.

Personen, die eine Dengue-Infektion durchgemacht haben, sind gegen diesen einen der vier Viren-Serotypen lebenslänglich immun. Bei einer weiteren Infektion mit einem anderen Dengue-Virus-Serotyp ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf jedoch erhöht.

Bisher gibt es kein wirksames Medikament, es kann daher nur eine symptomatische Behandlung des Fiebers und der Schmerzen erfolgen. Es sollten aber keinesfalls Acetylsalicylsäure (z.B. Wirkstoff in Aspirin) oder andere Salicylate eingenommen werden, da diese aufgrund der blutverdünnenden Effekte, die durch die Infektion vorhandene Blutungsneigung noch erhöhen!

Verbreitung und Häufigkeit

In den letzten Jahrzehnten hat sich diese Erkrankung weltweit stark ausgebreitet, viele tropische sowie subtropische Städte und Regionen (vor allem in Südost-Asien, Süd- und Zentralamerika, der Karibik und Teilen Afrikas) sind als Risikogebiete einzustufen. Die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) als mögliche Überträgerin konnte sich in den letzten Jahren jedoch auch im Süden Europas teilweise etablieren.

In Österreich ist Dengue-Fieber meldepflichtig, bislang wurden nur aus dem Ausland importierte Fälle gemeldet.

Vorbeugung

Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung einer Ansteckung besteht im Schutz vor Mückenstichen. Die Aedes- Mücken sind tagaktiv und stechen von der Morgen- bis zur Abenddämmerung. Es empfiehlt sich, langärmelige, mit Insektiziden behandelte weite Kleidung zu tragen, tagsüber und abends ein Mückenschutzmittel aufzutragen und unter einem Moskitonetz zu schlafen. Brutstätten der Mücken können selbst kleinste Ansammlungen von Wasser in Stadt und Land gleichermaßen sein (u.a alte Reifen, Übertöpfe/Untersetzer von Pflanzgefäßen, Regentonnen).

Für Reisende ist in der EU noch kein Impfstoff zugelassen.

Weitere Informationen zur weltweiten Verbreitung und Vorbeugung der Krankheit erhalten Sie bei einem Facharzt oder einer Fachärztin für Reisemedizin. (24.04.2018)

Zusatzinformationen

Fachinformation

Inhaltlicher Stand: 30. September 2019