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Trichinellose

Erreger und Übertragung

Die Trichinellose ist eine lebensmittelbedingte Erkrankung, die durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch erfolgt, das Trichinella-Larven (Trichinellen, Trichinen, Fadenwürmer) enthält. Gefährlich ist vor allem Schweinefleisch, aber auch Fleisch von anderen Haus- oder Wildtieren.

Krankheitsbild

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt je nach Anzahl der aufgenommenen Larven zwischen sieben und 30 Tagen, vereinzelt bis zu 46 Tagen.

Anfangs zeigt ein Patient mit einer Trichinellose Symptome einer Magen-Darm-Erkrankung (Durchfälle, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen). In der zweiten Phase kommt es zu den eigentlichen Symptomen der Infektionskrankheit. Die Würmer haben die Blutbahn und schließlich die Muskeln erreicht und rufen hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, geschwollene Augenlider, Schluck- und Atembeschwerden hervor.

Als Komplikationen können Herzerkrankungen, Lungenentzündung oder Blutvergiftung, psychotische Zustände und Krampfanfälle bis hin zum Koma auftreten.

Verbreitung und Häufigkeit

Die Trichinen sind durch mehrere Arten weltweit verbreitet und kommen bei Fleisch- und Allesfressern sowie dem Menschen vor. Vor allem in Osteuropa, den USA und Kanada gibt es regelmäßig Infektionen. In Österreich sind Trichinellose-Fälle beim Menschen sehr selten und seit 1970 ausschließlich importiert.

Vorbeugung

Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme ist, Fleisch nicht roh oder ungenügend durchgegart zu verzehren. Eine Gartemperatur von mindestens 65 Grad Celsius tötet Larven im Fleisch ganz sicher ab. Eine längere Tiefkühlung (mindestens 20 Tage unter -15 Grad Celsius) überleben die Erreger ebenfalls nicht.

Zusatzinformationen

Fachinformation

Inhaltlicher Stand: 30.09.2019