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Ausgleichszulage und Pensionsbonus

In der gesetzlichen Pensionsversicherung werden bei finanzieller Bedürftigkeit niedrige Pensionen auf einen gewissen Schwellenwert angehoben. Dieser Schwellenwert ist der Ausgleichszulagenrichtsatz.

Ausgleichszulage

Liegt die Gesamtsumme aus Pension, sonstigen Nettoeinkünften und anzurechnenden Beträgen wie z.B. den Unterhaltsleistungen unter diesem Schwellenwert, so gebührt den jeweiligen Pensionsbezieherinnen und Pensionsbeziehern eine Ausgleichszulage in Höhe des Differenzbetrages.

Neben dem Einkommen der Pensionistinnen und Pensionisten werden auch die Einkommen der Ehegattinnen und Ehegatten bzw. Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten bei den Ermittlungen in Betracht gezogen. Eine Reihe von Leistungen – wie Pflegegeld oder Wohnbeihilfen – und auch das persönliche Vermögen sind allerdings von der Anrechnung auf die Ausgleichszulage ausgenommen.

Jeder Pensionsantrag wird auch als Antrag auf die Ausgleichszulage gewertet. 2020 beträgt der Richtsatz für Alleinstehende 966,65 Euro , für Ehepaare sowie Paare in eingetragener Partnerschaft 1.524,99 Euro.

Pensionsbonus

Abhängig von der Anzahl der erreichten Mindestanzahl an Beitragsjahren werden ab dem Jahr 2020 bei Vorliegen der Voraussetzungen folgende Pensionsboni gewährt.

Bonus bei Vorliegen von mindestens 30 Beitragsjahren der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit

Alleinstehenden Pensionistinnen und Pensionisten gebührt zu einer Ausgleichszulage oder zu einer Pension aus eigener Pensionsversicherung ein Bonus, wenn

  • die Person mindestens 360 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben hat (maximal 60 Kindererziehungsmonate sowie maximal zwölf Monate eines Präsenz- oder Zivildienstes sind als Zeiten auf Grund einer Erwerbstätigkeit mit zu berücksichtigen) und
  • wenn das Gesamteinkommen samt dem anzurechnenden Nettoeinkommen den Betrag von monatlich 1.080 Euro nicht übersteigt. 

Der Bonus gebührt in der Differenz zwischen 1.080 Euro und dem festgestellten Gesamteinkommen, aber maximal in der Höhe der Differenz zwischen Ausgleichszulagenrichtsatz und Bonus.

Bonus bei Vorliegen von mindestens 40 Beitragsjahren der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit (bei Alleinstehenden)

Alleinstehenden Pensionistinnen und Pensionisten gebührt zu einer Ausgleichszulage oder zu einer Pension aus eigener Pensionsversicherung ein Bonus, wenn

  • die Person mindestens 480 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben hat (maximal 60 Kindererziehungsmonate sowie maximal zwölf Monate eines Präsenz- oder Zivildienstes sind als Zeiten auf Grund einer Erwerbstätigkeit mit zu berücksichtigen) und
  • wenn das Gesamteinkommen samt dem anzurechnenden Nettoeinkommen den Betrag von monatlich 1.315 Euro nicht übersteigt. 

Der Bonus gebührt in der Differenz zwischen 1.315 Euro und dem festgestellten Gesamteinkommen, aber maximal in der Höhe der Differenz zwischen Ausgleichszulagenrichtsatz und Bonus.

Bonus bei Vorliegen von mindestens 40 Beitragsjahren der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit (bei Verheirateten)

Verheirateten Pensionistinnen und Pensionisten gebührt zu einer Ausgleichszulage oder zu einer Pension aus eigener Pensionsversicherung ein Bonus, wenn

  • die Person mindestens 480 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben hat (maximal 60 Kindererziehungsmonate sowie maximal zwölf Monate eines Präsenz- oder Zivildienstes sind als Zeiten auf Grund einer Erwerbstätigkeit mit zu berücksichtigen) und
  • wenn das Gesamteinkommen samt dem Nettoeinkommen der bzw. des im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegattin bzw. Ehegatten den Betrag von monatlich 1.782 Euro nicht übersteigt.

Der Bonus gebührt in der Differenz zwischen 1.782 Euro und dem festgestellten Gesamteinkommen (u.a. inkl. Nettoeinkommen der Ehepartnerin bzw. des Ehepartners), aber maximal in der Höhe der Differenz zwischen Ausgleichszulagenrichtsatz und Bonus.

Letzte Aktualisierung: 12. März 2020