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Neuartiges Coronavirus (COVID-19)

Umbenennung von Krankheit und Erreger

Am 11.02.2020 verlautbarte die WHO einen offiziellen Namen für die Erkrankung: COVID-19 (coronavirus disease 2019). Die Bezeichnung für den Erreger wurde von 2019-nCoV auf SARS-CoV-2 geändert.

Aktuelle Situation Österreich 28.02.2020 / 16:00 Uhr

In Österreich wurden 6 bestätigte Erkrankungsfälle gemeldet, vier davon in Wien und zwei in Tirol.

Am 25.2.2020 wurden zum ersten Mal in Österreich (Tirol, Innsbruck) zwei Personen positiv auf COVID- 19 getestet. Es handelt sich um zwei junge Erwachsene, die vor wenigen Tagen aus Norditalien zurückgekehrt sind. Die beiden Patienten werden nun in der Innsbrucker Klinik isoliert. Weitere Maßnahmen, wie etwa die Kontaktpersonennachverfolgung, werden derzeit durch die zuständige Gesundheitsbehörde umgesetzt.

Das Gesundheitsministerium beobachtet die aktuellen Entwicklungen sehr genau und ist mit den zuständigen nationalen und internationalen Behörden im stetigen Austausch.

Am Flughafen Wien Schwechat gilt eine erhöhte Aufmerksamkeit. Passagiere, die derzeit direkt aus Peking in Wien landen, werden vor ihrem Abflug in China bereits untersucht und die Behörden kontrollieren auch, ob sie in der jüngsten Vergangenheit in der Krisenregion rund um Wuhan waren.

Zudem werden Reisende, die direkt aus China nach Österreich mit dem Flugzeug einreisen, mit einem Temperaturscanner kontrolliert, um eine etwaige Erkrankung, die während des Flugs von Peking nach Wien aufgetreten sein könnte, zu erkennen. Das ist eine weitere Sicherheitsmaßnahme, um ein mögliches Auftreten von SARS-CoV-2 in Österreich zu verhindern.

Darüber hinaus gibt es für Reisende zusätzliches mehrsprachiges Informationsmaterial (Plakate, Flyer), das über SARS-CoV-2 und entsprechende Verhaltensregeln informiert.

Aktuelle Situation International 28.02.2020

Weltweit wurden bisher insgesamt 83.370 bestätigte Fälle bekannt gegeben, 78.855 davon meldete China (VRC). Die Anzahl der Todesfälle beträgt derzeit 2.858. Diese traten fast alle in China (VRC) auf. Todesfälle wurden auch in Hong Kong (2), im Iran (26), Südkorea (13), im Zuge eines Aufenthalts auf einem Kreuzfahrtschiff (4/Japan), in Italien (17), Taiwan (1), auf den Philippinen (1), in Japan (3) und Frankreich (2) gemeldet.

Derzeit betroffene Länder und Territorien sind China (einschließlich der Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macau), Taiwan, Thailand, Philippinen, Indien, Vietnam, Singapur, Malaysia, Nepal, Sri Lanka, Kambodscha, Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland, Kanada, USA, Vereinigte Arabische Emirate, Iran, Ägypten, Algerien, Libanon, Bahrain, Israel, Oman, Afghanistan, Pakistan, Irak, Kuwait, Brasilien, Russland, Weißrussland, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Kroatien, Spanien, Griechenland, Georgien, Rumänien, Belgien, Nordmazedonien, Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Estland, Litauen und San Marino.

In der EU, dem EWR, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz wurden bisher 816 bestätigte Fälle gemeldet.

Weltweit haben sich bereits ungefähr 36.000 Menschen von COVID-19 wieder erholt. (Diese Zahl stützt sich auf öffentlich verfügbare Daten aus mehreren Quellen).

Aktuelle Situation in Italien 28.2.2020

Seit 22.2.2020 kommt es zu einem rapiden Anstieg an COVID-19-Fällen in Italien. Bis dato wurden aus Italien 650 bestätigte Fälle und 17 Todesfälle gemeldet. Betroffene Regionen sind die Lombardei, Venetien, Piemont, Emilia-Romagna, Latium, Toskana, Sizilien, Ligurien, Marken, Apulien, Abruzzen und Kampanien. Zurzeit werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, unter anderem Verbote verhängt, betroffene Gemeinden/Regionen zu betreten oder diese zu verlassen. Demonstrationen und Veranstaltungen wurden abgesagt, Museen geschlossen und Quarantäne und aktive Überwachung jener betrieben, die engen Kontakt zu Menschen hatten, die vom Virus betroffen sind.

Für die Region Lombardei gilt die Sicherheitsstufe 3. Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Lombardei wird aufgrund der Verbreitung des Coronavirus abgeraten.

Eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) gilt für die Gemeinden Codogno, Castiglione d’Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano in der Lombardei und Vò Euganeo in Venetien, da von den italienischen Behörden für diese Ein- bzw. Ausreisesperren verhängt wurden. Vor Reisen in diese Gemeinden wird gewarnt.

Reiseinformationen für Italien mit entsprechenden aktuellen Hinweisen finden Sie auf der Seite des Außenministeriums unter https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/land/italien/

Übersicht

In China werden seit Dezember 2019 Krankheitsfälle, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst wurden, gemeldet. Am stärksten betroffen ist die Provinz Hubei, insbesondere die Metropole Wuhan (circa 11 Millionen Einwohner). Den Ausgangspunkt bildet ein dortiger Tiermarkt, auf dem sich zunächst die meisten der später erkrankten Personen aufhielten. Der Markt wurde daraufhin am 1. Jänner 2020 geschlossen und desinfiziert. Die genaue Ausbruchsquelle ist derzeit noch unbekannt. Die Möglichkeit einer Mensch-zu Mensch-Übertragung ist laut Weltgesundheitsorganisation nachgewiesen. Als häufigste initiale Symptome werden Fieber, Husten und Atembeschwerden beschrieben. Bei 81% der Erkrankten wurde ein milder Verlauf festgestellt. Zu schweren Verläufen kam es bei 14% der Fälle. Neben China wurden nach und nach auch Fälle in anderen Ländern gemeldet, darunter auch in Europa (siehe „Aktuelle Situation international“). Laut chinesischen Behörden sind derzeit Reiseverbindungen von und zu Wuhan sowie weiteren Städten eingestellt. Öffentliche Veranstaltungen wurden abgesagt, um eine Verbreitung der Krankheit einzudämmen. Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit werden laufend erweitert.

Am 30.01.2020 trat das Notfallkomitee der WHO zusammen und rief einen Gesundheitsnotstand internationaler Tragweite aus (Public Health Event of International Concern). In einem offiziellen Statement wurden die Hintergründe und damit einhergehende Maßnahmenempfehlungen zusammengefasst. Weltweit werden alle Staaten dazu aufgerufen, das gemeinsame Vorgehen gegen eine Weiterverbreitung des Virus zu verstärken. Neben bisher getroffenen Maßnahmen sollen der Informationsaustausch und das Zusammenwirken in Forschungsbelangen intensiviert werden. Betont wurde die Notwendigkeit der gegenseitigen Unterstützung, eine Reise- oder Handelseinschränkung wurde nicht ausgesprochen.

Für Österreich hat der Ausruf des internationalen Gesundheitsnotstandes zunächst keine direkten Konsequenzen, da den Empfehlungen der WHO bereits nachgekommen wird.

Am 13.02.2020 berieten in Brüssel die EU-Gesundheitsminister bei einer Sonderratssitzung über COVID-19 mit dem Hauptziel der Aufrechterhaltung der Situation in Europa.

Risikoeinschätzung: (kann sich durch neue Erkenntnisse kurzfristig ändern):

  • Das Risiko einer COVID-19-Infektion für die Bevölkerung innerhalb der EU, des EWR sowie des Vereinigten Königreiches ist derzeit moderat.
  • Das Risiko einer Häufung (sog. „Cluster“) an COVID-19-Fällen, ähnlich denen in Italien, in anderen Ländern der EU, des EWR sowie im Vereinigten Königreich, ist derzeit moderat bis hoch.
  • Das Risiko für BürgerInnen der EU, des EWR sowie des Vereinigten Königreichs, die in Gebiete, in der von anhaltender Übertragung ausgegangen werden muss, reisen oder sich in diesen Gebieten aufhalten, ist derzeit hoch.

Nähere Informationen zur Risikoeinschätzung der ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) finden Sie hier: https://www.ecdc.europa.eu/en/current-risk-assessment-novel-coronavirus-situation

Empfehlungen für Reisende in/aus Risikogebiete/n

Aktuelle Hinweise des Außenministeriums hinsichtlich Sicherheitsrisiko und Reisewarnungen finden Sie unter: https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/

Reisende nach China sollten Folgendes während Ihres Aufenthalts beachten:

  • Aktuelle Hinweise des Außenministeriums hinsichtlich Sicherheitsrisiko und Reisewarnungen finden Sie unter: https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mit alkoholhaltigem Desinfektionsmitteln bzw. Wasser und Seife
  • Wenn Sie husten oder niesen, bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bzw. Ihrer Ellenbeuge (nicht mit den Händen); entsorgen Sie das Papiertaschentuch umgehend und waschen Sie danach Ihre Hände
  • Vermeiden Sie den Kontakt zu kranken Menschen, die an Fieber und Husten leiden
  • Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden entwickeln, suchen Sie medizinische Hilfe auf und beschreiben Sie Ihre Reiseroute
  • Vermeiden Sie Kontakt zu Tieren (lebend oder tot)
  • Meiden Sie Märkte mit lebenden Tieren oder tierischen Produkten
  • Vermeiden Sie den Verzehr von rohen oder nicht gar gekochten Tierprodukte

Reisende in andere Risikogebiete (außer China) sollten Folgendes während Ihres Aufenthalts beachten:

  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mit alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln bzw. Wasser und Seife
  • Wenn Sie husten oder niesen, bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bzw. Ihrer Ellenbeuge (nicht mit den Händen); entsorgen Sie das Papiertaschentuch umgehend und waschen Sie danach Ihre Hände
  • Vermeiden Sie den Kontakt zu kranken Menschen, die an Fieber und Husten leiden
  • Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Atembeschwerden entwickeln, suchen Sie medizinische Hilfe auf und beschreiben Sie Ihre Reiseroute

Reiserückkehrer aus Risikogebieten, die Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Atemprobleme bekommen, sollten Folgendes beachten:

Sollten Sie während Ihrer Reise oder 14 Tage nach Ihrer Rückkehr aus einem Risikogebiet Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Atembeschwerden entwickeln, gelten folgende Empfehlungen:

  • Bleiben Sie zu Hause und kontaktieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin
  • Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin über Ihre Reise in das Risikogebiet und halten Sie sich an weitere Anweisungen Ihres Arztes/Ihrer Ärztin
  • Wenn Sie husten oder niesen, bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bzw. Ihrer Ellenbeuge (nicht mit den Händen); entsorgen Sie das Papiertaschentuch umgehend und waschen Sie danach Ihre Hände

Information für medizinisches Fachpersonal bezüglich SARS-CoV-2

Eine Verordnung zur Einführung einer amtlichen Meldepflicht für Verdachts-, Erkrankungs- und Todesfälle durch  SARS-CoV-2 wurde vom Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit, und Konsumentenschutz erlassen.

Zusätzlich wurde die Verordnung betreffend die Absonderung Kranker, Krankheitsverdächtiger und Ansteckungsverdächtiger und die Bezeichnung von Häusern und Wohnungen (Absonderungsverordnung), BGBl. Nr. 39/1915, durch BGBl. II Nr. 21/2020, abgeändert.

Falldefinition SARS-CoV-2 (vormals 2019-nCoV)
 

Verdachtsfall

Personen mit akuten Symptomen einer respiratorischen Infektion (plötzliches Auftreten von mindestens einem der folgenden Symptome: Husten, Fieber, Kurzatmigkeit)

UND in den 14 Tagen vor Auftreten der Symptome:

  • Kontakt mit einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall

ODER

  • Aufenthalt in einer Region in der von anhaltender Übertragung von SARS-CoV-2 ausgegangen werden muss: China, Italien (Regionen: Piemont, Emilia-Romagna, Lombardei und Venetien), Südkorea, Iran, Hongkong, Japan, Singapur.

Bestätigter Fall: Person mit labordiagnostischem Nachweis von SARS-CoV-2, unabhängig der Symptomatik

Risikogebiete (Regionen, in denen von anhaltender Übertragung von SARS-CoV-2 ausgegangen werden muss, tagesaktuell gültige Fassung, Stand: 28.02.2020):

  • China
  • Italien (Regionen: Piemont, Emilia-Romagna, Lombardei und Venetien)
  • Südkorea
  • Iran
  • Hongkong
  • Japan
  • Singapur

Eine aktualisierte Liste der betroffenen Regionen ist auf der ECDC Webseite verfügbar unter: https://www.ecdc.europa.eu/en/areas-presumed-ongoing-community-transmission-2019-ncov

Fachinformationen

Ein entsprechender Virusnukleinsäure-Nachweis ist nach telefonischer Rücksprache (01 40160 65517) am Zentrum für Virologie an der medizinischen Universität Wien möglich: https://www.virologie.meduniwien.ac.at/                                                       

Information für niedergelassene Ärztinnen/Ärzte: Vorgehen bei Verdacht auf SARS-CoV-2 Infektion

Information zur Kontakpersonennachverfolgung: Management von Kontaktpersonen (SARS-CoV-2)  

Informationen zur krankenhaushygienischen Vorgangsweise erhalten Sie unter dem folgenden Link: nCoV - Krankenhaushygienische Informationen

Weitere Informationen zu Blut- und Gewebespenden finden Sie unter folgendem Link: https://www.basg.gv.at/marktbeobachtung/amtliche-nachrichten/detail/novel-corona-virus-2019-ncov                                  

Weitere Informationen

Von der WHO wurden unterstützende Dokumente erstellt, die auf der WHO-Webseite abrufbar sind: https://www.who.int/

Weitere aktuelle Informationen sind auch auf der Webseite der ECDC abrufbar: https://www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china

Informationen der „National Health Commission of the People’s Republic of China” unter: http://www.nhc.gov.cn/

Inhaltlicher Stand: 28.02.2020