Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Marburg-Fieber - virales hämorrhagisches Fieber

Erreger und Übertragung

Das Marburgvirus gehört zu der Familie der Filoviridae. Der natürliche Wirt des Virus ist noch immer unbekannt. Affen und bestimmte Antilopen können Zwischenwirte für das Marburgvirus sein.

Die Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Urin, etc) oder durch den Kontakt mit infizierten Tieren. Die Menschen bleiben ansteckend, solange Blut oder Körperflüssigkeiten das Virus enthalten. Das Marburgvirus kann noch mehrere Monate nach der Genesung im Körper, unter anderem in der Samenflüssigkeit, überleben.

Krankheitsbild

Die Krankheitszeichen treten meist fünf bis zehn Tage nach der Ansteckung auf.

Die ersten Beschwerden ähneln einem grippalen Infekt mit plötzlich hohem Fieber, Muskelschmerzen, Schwächegefühl, Kopf- und Halsschmerzen sowie einem schlechten Allgemeinzustand. Es folgen Erbrechen, Durchfall und Hautausschläge. Bei schwerem Krankheitsverlauf kann es zu starken Blutungen, Versagen von lebenswichtigen Organen (z.B. Leber und Nieren) oder einem Schock kommen. Die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 22 und 90 Prozent.

Verbreitung und Häufigkeit

Das Marburgvirus wurde erstmals 1967 bei zeitgleichen Ausbrüchen in Labors in Marburg, Frankfurt und Belgrad beschrieben. Weitere Ausbrüche fanden in Zimbabwe (1975), Kenia (1980, 1987), Angola (2005) und Uganda (2007, 2012) statt.

Vorbeugung

Momentan sind keine Impfungen gegen das Marburgvirus zugelassen.

Zusatzinformationen

Fachinformation

Inhaltlicher Stand: 30. September 2019