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Botulismus

Erreger und Übertragung

Botulismus wird die durch das Bakterium Clostridium botulinum verursachte Vergiftung genannt. Die von diesem Bakterium gebildeten Nervengifte zählen zu den stärksten bekannten Giften und werden unter speziellen Umständen wie Sauerstoffabschluss gebildet.

In erster Linie sind nicht adäquat zubereitete Konserven aber auch Honig betroffen, diese sind meist hausgemacht bzw. selten industriell gefertigt. Wenn entsprechend kontaminierte Nahrungsmittel vor dem Verzehr nicht ausreichend gekocht werden, kann es zur Vergiftung kommen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist bisher nicht beschrieben worden.

Krankheitsbild

Typisch sind Krankheitszeichen etwa zwölf bis 36 Stunden, teilweise jedoch auch mehrere Tage, nach Verzehr von betroffenen Lebensmitteln. In der Folge können Sehstörungen (Doppelbilder, Verschwommen sehen, Lichtscheu), Schluckstörungen sowie eine schnell fortschreitende schlaffe Lähmung auftreten. Patienteninnen und Patienten mit diesen Symptomen gehören umgehend in ärztliche Behandlung. Botulismus kommt als Spezialfall auch als Säuglingsbotulismus und Wundbotulismus vor.

Verbreitung und Häufigkeit

Die Erkrankung ist in Österreich meldepflichtig und tritt sehr selten auf: seit dem Jahr 2000 wurden bundesweit 20 Erkrankungsfälle gemeldet. Seit Einführung der künstlichen Beatmung wurde österreichweit kein Todesfall bei labordiagnostisch bestätigtem Botulismus mehr dokumentiert.

Vorbeugung

Kommerzielle Hersteller von Dosen werden gut kontrolliert. Zur Vorbeugung sollten Konserven mit gewölbtem Deckel und ausgebeulter Dose oder Lebensmittel aus undichten Einmachgläsern verworfen werden. Säuglinge sollten keine Honigprodukte erhalten.

Zusatzinformationen

Fachinformation

Linktipp

Inhaltlicher Stand: 30.09.2019