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Pflegepersonal

Die demografischen Entwicklungen und sich verändernde Krankheitsbilder führen zu neuen Anforderungen an die Systeme der Langzeitbetreuung und -pflege.

Studie zum Pflegepersonalbedarf

Um eine hochwertige Pflege auch in Zukunft zu gewährleisten, gilt es frühestmöglich Planungen zur zukünftigen Deckung des Personalbedarfs zu setzen. Ein zentrales Element stellt die Sicherstellung sowie der bedarfsgerechte Aus- und Aufbau an professionellen Pflegedienstleistungen und der entsprechende Einsatz von qualifiziertem Personal dar.

Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) wurde daher vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz beauftragt eine bundesweite Studie zum Pflegepersonalbedarf durchzuführen, um den Bedarf an ausgebildeten Pflegepersonal quantifizieren zu können.

Die Studie aus dem Jahr 2019 liefert eine gesamthafte Darstellung der personellen lst-Situation auf der Basis vorhandener Daten und Angaben der Bundesländer sowie eine Prognose auf Basis einer Modellrechnung für den gesamten Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege-, sowie Sozialbetreuungsberufe mit Pflegekompetenz und der Heimhilfe im Bereich der Langzeitbetreuung und -pflege für das Jahr 2030.

In Österreich sind zurzeit rund 127.000 Pflege- und Betreuungspersonen (100.600 Vollzeitäquivalente) im akutstationären Bereich und im Langzeitbereich beschäftigt: rund 67.000 im Krankenhaus und rund 60.000 im Langzeitbereich. Der zukünftige Bedarf für das Jahr 2030 ergibt sich aus dem Ersatzbedarf aufgrund von Pensionierungen und dem Zusatzbedarf aufgrund der demografischen Entwicklung. Die Gesamtsumme aus Zusatzbedarf und Ersatzbedarf liegt somit bei rund 76.000 zusätzlich benötigten Personen in der Pflege im Zeitraum von 2017 bis 2030. Für Pflegefachkräfte (DGKP, PFA und PA) entspricht dies einem jährlichen Bedarf von 3.900 bis 6.700 zusätzlichen Personen (in Abhängigkeit von der demografischen Entwicklung).

Durch die Ergebnisse der Studie ist es erstmals möglich valide Aussagen zur personellen Situation des gesamten Bereichs zu tätigen. Dadurch können gemeinsam mit den Bundesländern Strategien entwickelt werden, um einen Personalnotstand abzuwenden.

Um dem künftigen Bedarf im Pflegebereich gerecht werden zu können, sind verschiedenste Maßnahmen zu treffen. Hier gilt es insbesondere die vorherrschenden Rahmenbedingungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, des Images und der beruflichen Perspektiven weiterzuentwickeln um dadurch sicherzustellen, dass Menschen auch in Zukunft Pflege- und Betreuungsberufe ergreifen und auch nach erfolgten Ausbildungen versorgungswirksam den Sektoren zur Verfügung stehen.

Downloads:
Pflegepersonal-Bedarfsprognose Kurzfassung (PDF, 210 KB)
Pflegepersonal-Bedarfsprognose
Zukünftige Finanzierung der Langzeitpflege Kurzfassung
Zukünftige Finanzierung der Langzeitpflege
Letzte Aktualisierung: 18. Dezember 2019