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SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom)

Erreger und Übertragung

Das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS) ist eine durch das SARS-Coronavirus (SARS-CoV) hervorgerufene Infektionskrankheit, die das klinische Bild einer atypischen Lungenentzündung (Pneumonie) vorweist. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt überwiegend über das Einatmen infektiöser Tröpfchen bei Kontakt mit erkrankten Personen. Auch eine indirekte Übertragung über kontaminierte Oberflächen und Materialien ist möglich. Bei wildlebenden chinesischen Kleinsäugern (z.B. Zibetkatze, Waschbärhund) wurden mittlerweile dem SARS-Virus ähnliche Coronaviren nachgewiesen, sodass anzunehmen ist, dass die Infektion primär von solchen Tieren ausging.

Krankheitsbild

Die Inkubationszeit kann bei bis zu zehn Tagen liegen. Die Infektion beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit und Atemnot.

In der Folge kann sich eine Lungenentzündung, die in schweren Fällen in ein akutes Atemnotsyndrom übergehen kann, entwickeln. Bei schweren Verläufen kann die Infektion zum Tod führen.

Verbreitung und Häufigkeit

Im Zeitraum von November 2002 bis Juni 2003 sind durch das SARS-Coronavirus weltweit über 8.000 SARS-Fälle mit 776 Todesfällen aufgetreten. Hauptsächlich betroffen waren China, Taiwan, Vietnam, Singapur und Kanada (Toronto).

Bei allen Fällen außerhalb des asiatischen Raumes handelte es sich um Patienten, die sich vorher im Fernen Osten aufgehalten hatten oder mit einem Patienten engeren Kontakt hatten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat im Juli 2003 den SARS-Ausbruch für beendet erklärt. Da kein weiterer SARS-Fall nach dem Juni 2004 aufgetreten ist, gilt das SARS-verursachende Coronavirus als ausgerottet (eradiziert).

In Österreich kam es zu keinem bestätigten Krankheitsfall. Im Rahmen der Epidemie sind erkrankte Menschen die einzige Quelle für die Infektion.

Vorbeugung

Ein Schutzimpfstoff gegen das SARS-CoV ist derzeit nicht erhältlich. Sollte es zu einem erneuten SARS-Ausbruch kommen, sollten betroffene Gebiete gemieden werden. Ebenso sollten Tiermastanlagen und Menschenansammlungen gemieden bzw. Nasen-Mund-Schutz getragen werden. Häufiges Händewaschen und strenge Hygiene in öffentlichen Sanitäreinrichtungen sind ebenfalls erforderlich.

Zusatzinformationen

Fachinformation

Letzte Aktualisierung: 30. September 2019