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Sozialversicherung International

Das EU-Recht bzw. bilaterale Sozialversicherungsabkommen vermeiden Nachteile aus internationalen Versicherungskarrieren für Personen, die in mehreren Staaten Pensionsversicherungszeiten erworben haben. Internationale Regelungen schützen die Rechte von Arbeitenden.

Zwischenstaatliche Beziehungen Österreichs im Bereich der sozialen Sicherheit auf einen Blick

Die Zusammenfassung zu den Zwischenstaatlichen Beziehungen Österreichs im Bereich der sozialen Sicherheit auf einen Blick (PDF, 90 KB) soll eine Übersicht über die zwischenstaatlichen Beziehungen Österreichs mit anderen Staaten und internationalen Organisationen bieten.

Wegen der oftmals großen Unterschiede zwischen den jeweiligen Instrumenten kann die Übersicht aber keine umfassenden Antworten für konkrete Einzelfälle geben. Dafür ist jedenfalls eine Rückfrage bei den zuständigen Trägern oder ein Nachlesen in den einschlägigen Instrumenten dringend anzuraten.

Pensionsansprüche in mehreren Staaten

Wer in mehreren Ländern arbeitet und damit Pensionsversicherungszeiten im EU-Ausland oder in einem Staat erwirbt, mit dem ein Abkommen im Bereich der Pensionsversicherung besteht, kann Pensionsansprüche in mehreren Staaten geltend machen. Weiterführende Informationen zur zwischenstaatlichen Pensionsversicherung finden sich im Bereich Pensionsversicherung unter „Versicherung in mehreren Staaten“.

Anträge zur Weitergeltung der österreichischen Rechtsvorschriften

Antrag gemäß Art. 16 der VO (EG) 883/04 – dient ausschließlich im EU - Raum.

Der Dienstgeber und Dienstnehmer, der Selbständige, der Pensionist, etc. reichen gemeinsam den Antrag nach Art. 16 der VO (EG) 883/04 beim Sozialministerium ein, damit während der Tätigkeit im EU/EWR-Ausland und der Schweiz weiterhin die österreichischen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheiten (Sozialversicherung) bestehen bleiben.

Antrag gemäß Art. 9 des Abkommens über soziale Sicherheit – dient für solche Staaten, mit denen Österreich ein Abkommen über soziale Sicherheit geschlossen hat (Staaten siehe Antragsformular).

Der Dienstgeber und Dienstnehmer, der Selbständige, der Pensionist, etc. reichen gemeinsam den Antrag nach Art. 9 des jeweiligen Abkommens beim Sozialministerium ein, damit während der Tätigkeit im anderen Vertragsstaat weiterhin die österreichischen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheiten (Sozialversicherung) bestehen bleiben.

Antrag gemäß § 3 ASVG – gelten für jene Staaten, welche weder zur EU gehören bzw. für jene Staaten mit denen Österreich kein Abkommen geschlossen hat.

Damit soll gewährleistet werden, dass nach Ablauf der ersten 5 Jahre (Verlängerung für weitere 5 Jahre möglich) weiterhin die österreichischen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit zur Anwendung gelangen, unabhängig davon, ob man im Beschäftigungsstaat ebenfalls Beiträge zur Sozialversicherung zahlen muss.

Letzte Aktualisierung: 13. März 2020