Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Toxoplasmose

Erreger und Übertragung

Die Toxoplasmose ist eine häufig auftretende Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Toxoplasma (T.) gondii verursacht wird. Der Parasit kann Vögel, Säugetiere und Menschen als Zwischenwirte befallen. Endwirt dieses Parasiten ist die Katze, in deren Darm er sich vermehrt. Vorstadien des Parasiten werden mit dem Katzenkot ausgeschieden und gelangen über Tierfutter in andere Tiere, wo sie sich weiter vermehren und besonders in den Muskeln Zysten bilden.

Menschen stecken sich meist über verunreinigte Lebensmittel, kontaminiertes Wasser oder Hände mit dem Toxoplasmose-Erreger an. Eine Infektion ist auch durch Konsum von ungenügend erhitztem oder rohem Fleisch, vor allem von Schweine-, Schafs- und Ziegenfleisch, aber auch von Wild und Geflügel möglich. Auch Lebensmittel, die in der Erde oder in Bodennähe wachsen (Gemüse, Obst), können mit den Toxoplasmen-Eiern (etwa durch Katzenkot) verunreinigt und damit infektiös sein. Bei einer Infektion in der Schwangerschaft kann der Erreger auch an das ungeborene Kind weitergegeben werden.

Krankheitsbild

Die Zeit zwischen der Ansteckung mit Toxoplasmose und dem Beginn der ersten Beschwerden (Inkubationszeit) beträgt einige Tage bis drei Wochen.

Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Infektion mit T. gondii meist ohne Krankheitszeichen oder mit uncharakteristischen, grippeähnlichen Symptomen. Auch Lymphknotenschwellungen (besonders im Hals- und Nackenbereich) sind möglich.

Für Personen mit schwachem Immunsystem (z.B. HIV-Infizierte) sowie für Schwangere und ungeborene Kinder stellt eine Toxoplasmose jedoch ein besonderes Risiko dar. In seltenen Fällen kann dies beim Kind zu Augenentzündungen und Hirnschäden führen.

Verbreitung und Häufigkeit

Infektionen mit T. gondii sind bei Tieren und Menschen weltweit verbreitet.

Vorbeugung

Eine Erstinfektion in der Schwangerschaft kann durch Verzicht auf halbgegartes Fleisch und gründliches Waschen von Obst und Gemüse vor Konsum verhindert werden. Nach der Verarbeitung von rohem Fleisch sowie nach Gartenarbeit oder Besuch von Sandspielplätzen sollten Hände gründlich gewaschen werden. Der Umgang mit Hauskatzen erfordert ebenso sorgfältigste Hygiene.

Zusatzinformationen

Fachinformation

Inhaltlicher Stand: 30.09.2019