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Brucellose (Morbus Bang, Malta-Fieber)

Erreger und Übertragung

Brucellose wird durch Bakterien aus der Gattung Brucella verursacht. Es gibt verschiedene Arten von Brucellen, die mehrheitlich bei bestimmten Tiergruppen vorkommen und von denen einige auch auf den Menschen übertragbar sind:

  • Brucella melitensis als Schaf- und Ziegenbrucellose verursacht beim Menschen das Maltafieber,
  • B. abortus die Rinderbrucellose und beim Menschen den Morbus Bang,
  • B. suis die Schweinebrucellose und
  • B. canis die Hundebrucellose.

Zur Ansteckung kommt es in der Regel durch den Genuss von verunreinigten Lebensmitteln (insbesondere nicht-pasteurisierten Milchprodukten) oder durch den direkten Kontakt mit infizierten Tieren und deren Ausscheidungen wie z.B. Milch, Stuhl oder Urin. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist normalerweise nicht möglich.

Krankheitsbild

Normalerweise vergehen etwa fünf bis 60 Tage von der Ansteckung bis zu den ersten, grippeähnlichen Krankheitszeichen. Nach einer kurzen beschwerdefreien Zeit folgt typischerweise ein rascher Fieberanstieg bis 40°C, verbunden mit Schüttelfrost sowie Schwellungen von Leber, Milz und Lymphknoten. Charakteristisch für Brucellose durch B. melitensis oder B. suis ist ein wellenförmiger Fieberverlauf, die Fieberschübe können ein bis drei Wochen anhalten.

Je nach Brucellen-Art kommt es fallweise zu Komplikationen wie Entzündungen des Knochenmarks bzw. der Gelenke, des Herzens, der Lunge oder der Hirnhaut. Die Erkrankung kann von selbst abheilen oder bei etwa fünf Prozent der Erkrankten zu einem langandauernden Verlauf führen. Bei korrekter Behandlung mit Antibiotika besteht ein fast hundertprozentiger Heilungserfolg. Die Sterblichkeit liegt bei unter zwei Prozent.

Verbreitung und Häufigkeit

Die Krankheit ist bei Haus- und Nutztieren weltweit unterschiedlich verbreitet. In Europa tritt sie bei Tieren lediglich noch im Mittelmeerraum auf; außerhalb Europas im Nahen Osten sowie in Afrika, Zentralasien, Indien und Lateinamerika. In Österreich ist die Brucellose sehr selten, es werden vereinzelte Fälle bei Reiserückkehrern nach Infektion im Ausland gemeldet.

Vorbeugung

Um das Risiko einer Ansteckung mit Brucellen zu minimieren, sollte auf Produkte aus nicht-pasteurisierter Milch in und aus betroffenen Regionen verzichtet werden. Zudem ist der direkte Kontakt mit möglicherweise infizierten Tieren zu vermeiden.

In Österreich konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Erkennung, Isolierung und Ausmerzung der infizierten Tiere sowie die Kontrolle des Tierverkehrs, um die Erregerverbreitung zu verhindern.

Zusatzinformationen

Fachinformation

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Inhaltlicher Stand: 30. September 2019