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Verbrechensopfer

Das Verbrechensopfergesetz regelt Ansprüche von Personen, die Opfer einer Straftat wurden.

Anspruchsberechtigt sind Staatsbürgerinnen und Staatsbürger der EU und des Europäischer Wirtschaftsraum (EWR) sowie in Österreich geschädigte Personen mit rechtmäßigem Aufenthalt, wenn sie durch eine vorsätzliche Straftat, die mit mehr als sechs Monaten Freiheitsstrafe bedroht ist, eine Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung erlitten haben. Auch Hinterbliebene haben Ansprüche, wenn die Tat den Tod des Opfers verursacht hat.

Ausgeschlossen wird eine Leistung, wenn das Opfer oder der Hinterbliebene an der Tat beteiligt war, den Täter provoziert hat, oder es schuldhaft unterlassen hat, an der Aufklärung der Tat mitzuwirken.

Leistungen gemäß dem Verbrechensopfergesetz umfassen unter anderem den Ersatz des Verdienstentgangs, Heilfürsorge, orthopädische Versorgung oder den Ersatz von beschädigten Hilfsmitteln wie Brillen oder Zahnprothesen. Eine vollständige Auflistung aller Leistungen für Opfer und Hinterbliebene sowie weitere Informationen zu den Antragsfristen und Antragsformulare finden Sie auf der Website des Sozialministeriumservice

Opferunterstützung bietet die Organisation "WEISSER RING".
Weitere Informationen stellt das Bundesministerium für Justiz zur Verfügung.

Darüber hinaus enthält die Website des europäischen Justizportals mehrsprachiges Informationsmaterial.

Häufig gestellte Fragen für zusätzliche Hilfeleistungen für die Opfer des terroristischen Anschlags am 2. November 2020

Ja, unter bestimmten Umständen können von der Opferhilfeeinrichtung WEISSER RING (im Folgenden: Verein WEISSER RING), Alserbachstraße 18/6, 1090 Wien, Rufnummer: 01 712 14 05, zusätzliche Hilfeleistungen zur Abdeckung der Ansprüche der Opfer des Terroranschlags vom 2.11.2020 gegen den Attentäter erbracht werden.

Mit der zusätzlichen Hilfeleistung sollen Ansprüche auf Schmerzengeld sowie auf Bestattungskosten einschließlich allfälliger Überführungskosten abgedeckt werden.

Um die Hilfeleistungen für Schmerzengeld zu erhalten, ist es erforderlich, dass der betreffenden Person bereits durch das Sozialministeriumservice eine Pauschalentschädigung für Schmerzengeld nach dem Verbrechensopfergesetz (VOG) zuerkannt wurde. Bestattungskosten können jener Person ersetzt werden, die sie getragen hat.

Es ist ein formloses Ansuchen beim Verein WEISSER RING, Alserbachstraße 18/6, 1090 Wien, einzubringen. Auf der Website des Vereins WEISSER RING sind Formulare abrufbar.

Ansuchen können ab sofort beim Verein WEISSER RING eingebracht werden.

Das Verfahren über die zusätzliche Hilfeleistung beim Verein WEISSER RING ist kostenlos.

Die zusätzliche Hilfeleistung für Ansprüche auf Schmerzengeld wird als Einmalzahlung gewährt und bemisst sich in Höhe des Anspruches, der der betroffenen Person nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes gegen den Attentäter zustehen würde. Dazu wird durch gerichtlich beeidete Sachverständige die erlittene Körperverletzung bzw. Gesundheitsschädigung und die Schmerzperioden festgestellt.

Über die konkrete Höhe des Schmerzengeldes entscheidet der Verein WEISSER RING auf Grundlage der Empfehlung eines fünfköpfigen Gremiums aus Expertinnen und Experten. Dabei werden die eingeholten Gutachten der Sachverständigen berücksichtigt.

Der Verein WEISSER RING wird ausschließlich gerichtlich beeidete Sachverständige für das jeweilige Fachgebiet beauftragen.

Für den Erhalt einer zusätzlichen Hilfeleistung für Ansprüche auf Schmerzengeld ist es notwendig, dass der betroffenen Person bereits mit Bescheid des Sozialministeriumservice nach dem Verbrechensopfergesetz (VOG) eine Pauschalentschädigung für Schmerzengeld zuerkannt wurde. Zusätzlich sind alle Unterlagen erforderlich, die für die Beurteilung der erlittenen Körperverletzung bzw. Gesundheitsschädigung von Bedeutung sein können.

In diesem Fall muss zunächst ein Antrag auf Zuerkennung der Pauschalentschädigung für Schmerzengeld beim Sozialministeriumservice eingebracht werden. Nach der positiven Erledigung kann der Verein WEISSER RING über das Ansuchen um die zusätzliche Hilfeleistung entscheiden.

Ja, die vom Sozialministeriumservice nach dem Verbrechensopfergesetz (VOG) zuerkannte Pauschalentschädigung für Schmerzengeld wird auf die zusätzliche Hilfeleistung für Ansprüche auf Schmerzengeld vom Verein WEISSER RING angerechnet. Damit wird von dem auf Grundlage eines Sachverständigengutachtens festgestellten Anspruch auf Schmerzengeld der bereits erhaltene Betrag einer Pauschalentschädigung nach dem Verbrechensopfergesetz (VOG) abgezogen und der so errechnete Betrag ausbezahlt.

Nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes stellt das Schmerzengeld grundsätzlich eine Globalabfindung dar, durch die alle bereits eingetretenen und nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen abgegolten werden sollen, die  rechtswidrig zugefügt wurden. Für seine Bemessung ist das Gesamtbild der Verletzungsfolgen maßgebend.

Die zusätzliche Hilfeleistung für Bestattungs- und/oder Überführungskosten wird jener Person geleistet, welche die Kosten einer Bestattung und/oder Überführung getragen hat.

Ersetzt werden die angemessenen Kosten sowohl der Bestattung als auch der Überführung.

Zum Nachweis der entstandenen Kosten sind die entsprechenden Rechnungen vorzulegen. Darüber hinaus muss nachgewiesen werden, dass die Kosten tatsächlich von der das Ansuchen einbringenden Person getragen wurden.

Ja, der bereits vom Sozialministeriumservice nach dem Verbrechensopfergesetz (VOG) erhaltene Ersatzbetrag wird von den errechneten Kosten für Bestattungs- und/oder Überführungskosten durch den Verein WEISSER RING abgezogen und der so errechnete Betrag als Hilfeleistung ausbezahlt.

Sowohl der Verein WEISSER RING als auch das Sozialministeriumservice und das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz müssen die Daten soweit verarbeiten, als es für die Zuerkennung der zusätzlichen Hilfeleistungen erforderlich ist. Hierzu braucht es eine datenschutzrechtliche Einwilligung im Zuge der Ansuchenstellung.

Ja. Für die Zuerkennung einer zusätzlichen Hilfeleistung vom Verein WEISSER RING ist es Voraussetzung, dass sich die betroffene Person auf allfällige über das Verbrechensopfergesetz (VOG) hinausgehende Ansprüche gegen den Bund die zusätzliche Hilfeleistung anrechnen lässt.

Zur Finanzierung der zusätzlichen Hilfeleistungen wurde ein Fonds aus Bundesmitteln eingerichtet.

Letzte Aktualisierung: 23. September 2021