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Krankenversicherung

Nahezu die gesamte österreichische Wohnbevölkerung (99,9 Prozent) ist von der gesetzlichen Krankenversicherung erfasst. Die gesetzliche Krankenversicherung bietet den Versicherten und deren mitversicherten Angehörigen umfassenden Schutz im Krankheitsfall.

Die Krankenbehandlung muss entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ausreichend und zweckmäßig sein, darf jedoch das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.

Der gesetzliche Anspruch auf Leistungen umfasst – unabhängig von der Höhe des Krankenversicherungsbeitrages – den Anspruch auf Sachleistungen bei Vertragsärztinnen und -ärzten in eigenen Einrichtungen der Versicherungsträger oder in Vertragseinrichtungen (Spitälern) für die im konkreten Fall medizinisch erforderlichen Leistungen. Alle Versicherten und Anspruchsberechtigten haben denselben Anspruch.

Die Leistungserbringung erfolgt großteils ohne zusätzliche Kostenbelastung der Versicherten, doch bei einigen Versichertengruppen bestehen Kostenbeteiligungen („Selbstbehalte“) für die Versicherten.

Berufsständische Zugehörigkeit

Die österreichische Sozialversicherung ist berufsständisch organisiert. Das heißt, dass die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Träger grundsätzlich von der ausgeübten Tätigkeit abhängt.

Seit 1. Jänner 2020 sind die bisher bei den Gebietskrankenkassen versicherten unselbständig Erwerbstätigen bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) versichert. Ebenfalls bei der ÖGK versichert sind die bislang bei den Gebietskrankenkassen versicherten Pensionisten und Pensionistinnen sowie alle Personen, die bisher bei einer Betriebskrankenkasse versichert waren.

Seit 1. Jänner 2020 sind bei der neuen Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) sowohl die ehemaligen Versicherten der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau als auch die bisher bei der Versicherungsanstalt der öffentlich Bediensteten versicherten Beamtinnen und Beamte und Vertragsbedienstete, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2000 begründet wurde (sofern sie nicht einer auf Landesebene eingerichteten Krankenfürsorgeanstalt (KFA) angehören), versichert.

Seit 1. Jänner 2020 sind die bisher bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) versicherten Gewerbetreibenden, Freiberufler und Freiberuflerinnen bei der neuen Sozialversicherungsanstalt für Selbständige (SVS) versichert. Ebenfalls bei der SVS versichert sind die bisher bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) versicherten selbständig Erwerbstätigen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft.

 

Mitversicherung und Selbstversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung schützt – ohne zusätzliche Versicherungsbeiträge oder jedenfalls zu einem begünstigten Beitrag (Zusatzbeitrag) – auch Angehörige der Versicherten.

Nichtversicherte Personen haben prinzipiell die Möglichkeit, sich auf Antrag freiwillig selbst zu versichern.

Was leistet die Krankenversicherung?

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung umfassen unter anderem:

  • Jugendlichen- sowie Vorsorge- und Gesundenuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten
  • Krankenbehandlung (ärztliche Hilfe, Heilmittel [Medikamente], Heilbehelfe), Anstaltspflege bzw. erforderlichenfalls auch medizinische Hauskrankenpflege
  • Zahnbehandlung und Zahnersatz
  • Krankengeld zur finanziellen Absicherung im Fall der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit und Rehabilitationsgeld aus dem Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit, Wiedereingliederungsgeld aus dem Versicherungsfall der Wiedereingliederung nach langem Krankenstand
  • Sach- und Geldleistungen (Wochengeld) im Fall der Mutterschaft

Für eine fachgerechte Beratung steht der zuständige Krankenversicherungsträger zur Verfügung.

Durch das Sozialversicherungs-Organisationsgesetz ändert sich für viele Versicherte ab 1. Jänner 2020 der zuständige Versicherungsträger. Als versicherte Person müssen Sie nichts unternehmen. Allenfalls nötige Änderungen werden für Sie ohne Ihr Zutun erledigt. Sie werden rechtzeitig und umfassend über die neue Organisationsstruktur und Ihre Ansprechpartner informiert.

Letzte Aktualisierung: 6. Februar 2020