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Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Schutz vor dem Eintritt und den Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Vom Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung waren im Jahr 2019 6,5 Millionen Menschen (73 Prozent) in Österreich erfasst.

Historisch ist die Unfallversicherung als Ablöse der Dienstgeberhaftpflicht zu sehen – und damit gleichsam die „Haftpflicht-Versicherung“ des Dienstgebers bzw. der Dienstgeberin für die Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen. Das erklärt auch, warum bei unselbständig Erwerbstätigen ausschließlich die Dienstgeber und Dienstgeberinnen Beiträge zahlen und warum nur solche Unfälle und Krankheiten dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung unterstehen, die direkt mit der Beschäftigung zusammenhängen.

Selbständig Erwerbstätige zahlen ihre Beiträge selbst. Schüler und Schülerinnen und Studierende sowie Mitglieder von Hilfsorganisationen und Lebensretter und Lebensretterinnen sind ebenfalls grundsätzlich vom Versicherungsschutz umfasst, und das, ohne eigene Beiträge bezahlen zu müssen.

Die gesetzliche Unfallversicherung ist somit bei Unfällen im privaten Bereich nicht leistungszuständig. Die gesetzliche Sozialversicherung erbringt in derartigen Fällen dennoch Leistungen aus der Kranken- und Pensionsversicherung.

Versicherungsträger der Sozialen Unfallversicherung

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ist zuständig für die Unfallversicherung der Arbeiter und Arbeiterinnen und Angestellte, Schüler und Schülerinnen und Studierende.

Bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) sind die selbständig Erwerbstätigen in der gewerblichen Wirtschaft und selbständige Landwirte und Landwirtinnen bzw. Forstwirte und Forstwirtinnen und ihre mitarbeitenden Angehörigen versichert.

Bei der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) sind pragmatisierte Beamte und Beamtinnen und Vertragsbedienstete des Bundes, der Länder und Gemeinden (sofern sie nicht einer auf Landesebene eingerichteten Unfallfürsorgeanstalt angehören) versichert, ebenso wie die Beamten und Beamtinnen der ÖBB, Bedienstete der Eisenbahnen und der Wiener Verkehrsbetriebe.

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung

Die Unfallversicherung trifft Vorsorge für die 

  • Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Erste Hilfe bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Unfallheilbehandlung
  • Rehabilitation von Versehrten
  • Entschädigung nach Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Auszahlung von Renten
  • Zuschüsse für Entgeltfortzahlung
  • Forschung nach den wirksamsten Methoden und Mitteln zur Erfüllung dieser Aufgaben
  • sonstigen Aufgaben im Bereich der arbeitsmedizinischen Betreuung der Versicherten

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung im Jahr 2019

Im Jahr 2019 wurden 177.000 Versicherungsfälle anerkannt (davon 55.000 Schüler- und Studentenunfälle). Die Versicherungsfälle gliedern sich in 160.000 Arbeitsunfälle im engeren Sinn, rund 16.000 Wegunfälle und 1.400 Berufskrankheiten).

Mit Stand Dezember 2019 wurden rund 93.000 Renten ausbezahlt. Davon entfielen rund 80.000 auf Versehrtenrenten und rund 13.000 auf Hinterbliebenenrenten.

 

Letzte Aktualisierung: 3. Dezember 2020