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Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Schutz vor dem Eintritt und den Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Vom Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung waren im Jahr 2020 im Jahresdurchschnitt 6,5 Millionen Menschen (73 Prozent) in Österreich erfasst.

Historisch ist die Unfallversicherung als Ablöse der Dienstgeberhaftpflicht zu sehen – und damit gleichsam die „Haftpflicht-Versicherung“ der Dienstgeber:innen für die Dienstnehmer:innen. Das erklärt auch, warum bei unselbständig Erwerbstätigen ausschließlich die Dienstgeber:innen Beiträge zahlen und warum nur solche Unfälle und Krankheiten dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung unterstehen, die direkt mit der Beschäftigung zusammenhängen.

Selbständig Erwerbstätige zahlen ihre Beiträge selbst. Schüler:innen und Studierende sowie Mitglieder von Hilfsorganisationen und Lebensretter:innen sind ebenfalls grundsätzlich vom Versicherungsschutz umfasst, und das, ohne eigene Beiträge bezahlen zu müssen.

Die gesetzliche Unfallversicherung ist somit bei Unfällen im privaten Bereich nicht leistungszuständig. Die gesetzliche Sozialversicherung erbringt in derartigen Fällen dennoch Leistungen aus der Kranken- und Pensionsversicherung.

Versicherungsträger der Sozialen Unfallversicherung

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ist zuständig für die Unfallversicherung der Arbeiter:innen und Angestellten, Schüler:innen und Studierende.

Bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) sind die selbständig Erwerbstätigen in der gewerblichen Wirtschaft und selbständige Landwirtinnen bzw. Landwirte sowie Forstwirtinnen bzw. Forstwirte und ihre mitarbeitenden Angehörigen versichert.

Bei der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) sind pragmatisierte Beamtinnen bzw. Beamte und Vertragsbedienstete des Bundes, der Länder und Gemeinden (sofern sie nicht einer auf Landesebene eingerichteten Unfallfürsorgeanstalt angehören) versichert, ebenso wie die Beamtinnen bzw. Beamtn der ÖBB, Bedienstete der Eisenbahnen und der Wiener Verkehrsbetriebe.

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung

Die Unfallversicherung trifft Vorsorge für die 

  • Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Erste Hilfe bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Unfallheilbehandlung
  • Rehabilitation von Versehrten
  • Entschädigung nach Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Auszahlung von Renten
  • Zuschüsse für Entgeltfortzahlung
  • Forschung nach den wirksamsten Methoden und Mitteln zur Erfüllung dieser Aufgaben
  • sonstigen Aufgaben im Bereich der arbeitsmedizinischen Betreuung der Versicherten

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung im Jahr 2020

Mit Stand Dezember 2020 wurden 91.448 Renten ausbezahlt. Davon entfielen 78.710 (bzw. 86,1 %)  auf Versehrtenrenten und 12.738 (bzw. 13,9 %) auf Hinterbliebenenrenten.

 

Letzte Aktualisierung: 20. Oktober 2021