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Mitteilungen für das öffentliche Gesundheitswesen

In dieser Ausgabe der "Mitteilungen des öffentlichen Gesundheitswesens" finden Sie weiterhin einen Link auf die Homepage des ho. Ressorts zu Informationen, Empfehlung und Rechtliches zu CoV-19.

Wie in jedem Quartal finden Sie auch im vorliegenden Newsletter die aktuellen Preisveröffentlichungen. Weiters liegt der erste Jahresbericht zum Gesundheitsberuferegister vor, der u.a. Zahlen zu den registrierten Berufsangehörigen enthält.

Im Bereich der Übertragbaren Krankheiten werden Jahresberichte zu Meningokokken, Yersinien, etc. der jeweiligen Nationalen Referenzzentrale veröffentlicht.

In der Rubrik "Veranstaltungen und Tagungen" wird einerseits eine Zusammenfassung des Symposium zum Internationalen Tag der Händehygiene dargestellt und andererseits auf das bevorstehende Symposium zum Europäischen Antibiotikatag hingewiesen.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe aus dem laufenden Quartal. Die bisherigen Ausgaben stehen Ihnen in unserem Archiv zur Verfügung.

Aktuelle Ausgabe 3. Quartal 2020

 

Aktuelles

Coronavirus

Auf der Homepage des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz finden Sie nicht nur eine aktuelle Übersicht, sondern auch Informationsmaterialien, Empfehlungen und Rechtliches.

HP BMSGPK

Arzneimittel

Preisveröffentlichungen von Juli bis September 2020

Die Höchstpreise laut Preisgesetz (BGBl. Nr. 145/1992) werden laufend auf der Website des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) verlautbart.

Arzneimittelpreise

Nicht übertragbare Erkrankungen

Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung

Am heurigen Welttag der Suizidprävention (10. September 2020) wurde bereits zum zweiten Mal der Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung vergeben. Den diesjährigen Papageno von Bundesminister Rudolf Anschober in Empfang nehmen, durfte ORF-Journalistin Mag. Ursula Theiretzbacher für ihren Beitrag „Tabuthema Suizid: Reden hilft“, ausgestrahlt im Ö1 – Journal Panorama. Ein zentrales Ziel des Papageno-Medienpreises ist die weitere Verbreitung der Richtlinien zur medialen Berichterstattung, die national wie international eine Erfolgsgeschichte der Suizidprävention darstellen. Mediale Berichterstattung kann Menschen in suizidalen Krisen zu einer suizidalen Handlung animieren, aber auch, nachgewiesen durch den Papageno-Effekt, konstruktive Alternativen aufzeigen. Die Verleihung fand wie bereits im Vorjahr im Presseclub Concordia statt.

Papageno-Medienpreis-für-suizidpraeventive-Berichterstattung-zum-zweiten-Mal-verliehen

Übertragbare Krankheiten

Diphtherie – Labor
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Im Jahr 2019 wurden an der Nationalen Referenzzentrale für Diphtherie - Labor 11 Proben humaner Herkunft untersucht. In 9 Proben konnte Corynebacterium diphtheriae nachgewiesen werden. In einer Probe wurde Corynebacterium ulcerans nachgewiesen. Es wurden keine toxigenen Korynebakterien nachgewiesen.

Diphtherie_-_Labor_Jahresbericht_2019.pdf (PDF, 560 KB)

Meningokokken
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Im Jahr 2019 wurden an der Nationalen Referenzzentrale für Meningokokken 24 laborbestätigte Fälle invasiver Meningokokken-Erkrankungen registriert. In 21 Fällen konnte eine Serogruppen-Bestimmung durchgeführt werden. Von den 21 Fällen wurden 8 durch N. meningitidis der Serogruppe C (8/21; 38,1 %), 7 durch N. meningitidis der Serogruppe B (7/21; 33,3 %), 3 durch N. meningitidis der Serogruppe Y (3/21; 14,3 %), 2 Fälle durch N. meningitidis der Serogruppe W (2/21; 9,5 %) und 1 Fall durch N. meningitidis der Serogruppe X (1/21; 4,8 %) verursacht.

Meningokokken_Jahresbericht_2019.pdf (PDF, 431 KB)

Pneumokokken
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Im Jahr 2019 wurden 615 invasive Pneumokokken-Erkrankungen (IPE) durch das nationale Surveillancesystem für IPE registriert. Bei 542 Fällen (88,1 %) konnte der Serotyp bestimmt werden. Es wurden 45 verschiedene Serotypen identifiziert. Serotyp 3 wurde mit 22,0 % am häufigsten nachgewiesen, gefolgt von den Serotypen 19A (17,3 %) und 8 (9,2 %).

Pneumokokken_Jahresbericht_2019.pdf (PDF, 502 KB)

Shigellen
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Shigellen sind gramnegative, fakultativ anaerob wachsende Stäbchenbakterien der Familie Enterobacterales. Anhand ihrer biochemischen Merkmale und spezifischen O-Antigene werden sie in vier Spezies (auch als Untergruppen bezeichnet) unterteilt: S. dysenteriae (Untergruppe A); S. flexneri (Untergruppe B); S. boydii (Untergruppe C); S. sonnei (Untergruppe D). Shigellosen werden in Österreich hauptsächlich durch S. sonnei und S. flexneri verursacht. Die Infektionsdosis ist bei Shigellen sehr niedrig. Aufgrund relativ hoher Säuretoleranz des Erregers genügen bereits 10 bis 200 Keime, um klinische Symptome auszulösen. Im Jahr 2019 wurden in Österreich 72 Fälle von Infektionen mit Shigellen gemeldet.

Shigella_JB_2019.pdf (PDF, 431 KB)

Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Im Jahr 2019 wurden in Österreich 48 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche mit 793 Erkrankten in das Epidemiologische Meldesystem (EMS) gemeldet. 159 Personen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden, eine Person verstarb als Folge eines Ausbruchs durch Listeria monocytogenes. Verglichen mit dem Jahr 2018 (52 Ausbrüche) kam es zu einem leichten Rückgang an Ausbrüchen. 43 Ausbrüche wurden durch Bakterien verursacht, die 5 übrigen durch Noroviren. Von den gemeldeten Ausbrüchen durch Bakterien wurden die meisten durch Campylobacter (46 %) und durch Salmonellen (35 %) ausgelöst.

LMBKA_JB_2019.pdf (PDF, 543 KB)

Salmonellen
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

In der Europäischen Union stellt die Salmonellose, nach der Campylobacteriose, die zweithäufigste lebensmittelassoziierte Infektion dar. Im letzten Jahr ist es zwar im Vergleich zum Jahr 2018 wieder zu einer Zunahme der Salmonella-Erstisolate um 22,0 % gekommen, diese ist aber ausschließlich auf einen bundesländer-übergreifenden lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch zurückzuführen. Seit 2002 ist ein Rückgang von mehr als 75 % zu verzeichnen. Dies beruht zum einen auf der Umsetzung des Zoonosegesetzes (epidemiologische und mikrobiologische Abklärung von lebensmittelbedingten Ausbrüchen), zum anderen auf Maßnahmen im Legehennenbereich.

Salmonellen_JB_2019.pdf (PDF, 626 KB)

Noroviren
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Noroviren sind weltweit die häufigste Ursache der akuten viralen Gastroenteritis. Im Jahr 2019 wurden in Österreich 1.968 Norovirus-Infektionen an die zuständigen Gesundheitsbehörden gemeldet. Typischerweise beginnt die Noroviren-Saison im Oktober und dauert bis zum Monat April an. Der saisonale Verlauf der Norovirus-Infektionen lässt sich auch im Jahr 2019 wieder deutlich erkennen.

Eine Analyse der Altersverteilung bei den gemeldeten Norovirus-Fällen 2019 zeigt, dass die höchste Inzidenz in der Altersgruppe über 70 Jahre vorkommt (50 %) gefolgt von der Altersgruppe bis zu 4 Jahren (18 %).

Noroviren_JB_2019.pdf (PDF, 281 KB)

Clostridioides difficile (C. difficile)
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Im Jahr 2019 wurden in das EMS 453 Fälle schwer verlaufender C. difficile-Infektionen eingemeldet, für 66 (15 %) davon wurden Isolate oder Probenmaterial an die Referenzzentrale eingesandt. Der hochvirulente PCR-Ribotyp 027 fand sich bei 12 (8 %) der 157 typisierten Isolate des Jahres 2019. Im Jahr 2019 waren der Referenzzentrale 9 tödlich verlaufene C. difficile-Infektionen bekannt.

Clostridoides_difficile_JB_2019.pdf (PDF, 335 KB)

Yersinien
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Zur Gattung Yersinia gehören 14 Spezies, von denen Y. pestis, Y. pseudotuberculosis und einige Biovare von Y. enterocolitica als obligat pathogen gelten. Die enteropathogenen Yersinien (pathogene Y. enterocolitica und Y. pseudotuberculosis) sind Zoonose-Erreger. Die Übertragung erfolgt meist über kontaminierte Nahrungsmittel (Fleisch, Milchprodukte, Wasser). Eine direkte Übertragung von infizierten Tieren auf Menschen oder von Mensch zu Mensch findet sich nur selten. Yersiniosen sind im Vergleich zu anderen Durchfall-Erkrankungen, wie z.B. Campylobacteriosen und Salmonellosen in Österreich eine nach wie vor nur selten vorkommende Erkrankung.

Yersinien_JB_2019.pdf (PDF, 2 MB)

Botulismus
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Botulismus kommt beim Menschen in drei Formen vor: Nahrungsmittelbotulismus, Säuglingsbotulismus sowie Wundbotulismus. Im Jahr 2019 wurden von der Nationalen Referenzzentrale für Botulismus in Österreich 2 Fälle von humanem Botulismus dokumentiert. Bei zwei jeweils sechs Monate alte Säuglingen aus Oberösterreich wurde Clostridium botulinum in Stuhlproben nachgewiesen.

Botulismus_JB_2019.pdf (PDF, 351 KB)

Campylobacter
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2019

Bakterien der Gattung Campylobacter zählen zu den wichtigsten Erregern von bakteriellen Darminfektionen beim Menschen. Bereits geringe Keimzahlen können beim Menschen eine Infektion auslösen und leichte bis schwere Durchfallerkrankungen verursachen. Im Jahr 2019 wurden in Österreich 6.558 Fälle von Campylobacteriose registriert. Die Jahresinzidenz betrug 74,0 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, was einer Abnahme um 18,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Campylobacter_JB_2019.pdf (PDF, 626 KB)

Tagungen und Kongresse - Berichte

Symposium am 24. September 2020 zum Internationalen Tag der Händehygiene

Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Symposium zum Internationalen Tag der Händehygiene verschoben werden. Die Veranstaltung wurde am 24. September 2020 in Form einer Hybridveranstaltung nachgeholt und wurde trotz der schwierigen Situation ein voller Erfolg.

Artikel_HH_2020.pdf (PDF, 358 KB)

Symposium zum 12. Europäischen Antibiotikatag am 18. November 2020 in Wien

Der Europäische Antibiotikatag (European Antibiotic Awareness Day, EAAD) wird auch dieses Jahr wieder am 18. November begangen. Aufgrund der derzeitige Lage im Zusammenhang mit COVID-19 wird die heurige Veranstaltung mittels Videokonferenz bzw. Webinar stattfinden. Nähere Informationen werden dem Zielpublikum zeitgerecht bekannt gegeben.

Letzte Aktualisierung: 1. Oktober 2020