Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Scabies (Krätze)

Erreger und Übertragung

Bei Scabies oder auch „Krätze“ handelt es sich um eine Hautkrankheit, die durch die Krätzmilbe verursacht wird. Die Krätzmilbe ist 0,2 bis 0,5 mm groß, die Infektion findet meist durch begattete Weibchen statt, die sich in die oberste Hautschicht ihres Wirtes einbohren, wo sich die Milben von Zellflüssigkeit, Lymphe und Hautzellen ernähren. Übertragen wird Scabies vor allem durch enge Hautkontakte. Eine rasche Ausbreitung erfolgt daher vor allem dort wo Menschen zusammenleben (z.B. in Gemeinschaftseinrichtungen, in der Familie). Beengte und hygienisch mangelhafte Wohnverhältnisse begünstigen eine Ausbreitung zusätzlich.

Krankheitsbild

Die Eier der Milben aber auch ihre Ausscheidungen lösen bei den meisten Menschen Hautreaktionen aus. Die ersten Symptome treten nach zwei bis sechs Wochen auf und bestehen meist aus leichtem Brennen bis heftigem Juckreiz, der vor allem in der Nacht auftritt. In der Folge können sich Blasen, Knötchen und Pustel bilden. Meist besonders betroffen sind Zwischenfingerräume, Handgelenke, die Umgebung der Brustwarzen, Ellenbogen, Leistenregion und der Penis. Eine sehr starke Form der Krätze kann insbesondere bei Personen mit Abwehrschwäche auftreten. Es handelt sich hierbei um die „Borkenkrätze“ (Scabies norvegica), die gekennzeichnet ist durch eine große Anzahl von Milben sowie starke Ausbildung von Krusten am Körper.

Verbreitung und Häufigkeit

Die Krätzmilbe ist weltweit verbreitet.

Vorbeugung

Da die Krätze bereits vor ersten Hautreaktionen und daher unbemerkt übertragen werden kann, sind vorbeugende Maßnahmen in der Regel nicht möglich. Personen, die an Krätze erkrankt oder dieser verdächtig sind, sollten sich nicht in Gemeinschaftseinrichtungen aufhalten, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Krätze durch sie nicht mehr zu befürchten ist. Lässt sich ein enger Kontakt mit an Krätze erkrankten Personen nicht vermeiden (z.B. aufgrund eines Pflegeverhältnisses) sollten Hygienemaßnahmen strikt eingehalten werden.

Zusatzinformationen

Fachinformation

Zusätzliche Fachinformation

Letzte Aktualisierung: 30. September 2019