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Vorzeitige Alterspensionen für langjährig Versicherte

Langjährig Versicherte haben unter Umständen die Möglichkeit, vorzeitig eine Pension zu beanspruchen.

Das Regelpensionsalter für die Alterspension beträgt bei Männern 65 Jahre und noch bis zum Jahr 2024 bei Frauen 60 Jahre. Langjährig Versicherte haben jedoch unter Umständen die Möglichkeit vorzeitig eine Pension zu beanspruchen. Versicherte, die vorzeitig eine Pension beanspruchen, müssen unter Umständen auf einen Teil der Pensionsleistung aufgrund von Abschlägen verzichten.

Frühpensionsarten

Korridorpension

Die Korridorpension ist neben der Langzeitversichertenpension („Hacklerregelung“) die häufigste in Anspruch genommene Frühpensionsart. Die Korridorpension kann frühestens nach Vollendung des 62. Lebensjahres in Anspruch genommen werden. Ein Pensionsantritt ist möglich, wenn zusätzlich abhängig vom Stichtag die jeweilige Mindestzahl an Versicherungsmonaten vorliegt (480 Versicherungsmonate bzw. 40 Versicherungsjahre).

Für Frauen ist dies erst ab dem Jahr 2028 relevant, da bis dahin bereits vor Vollendung des 62. Lebensjahres eine Alterspension möglich ist.

Schwerarbeitspension

Diese Pensionsart gilt für versicherte Personen, die lange Zeit unter psychisch und physisch besonders belastenden Bedingungen Schwerarbeit geleistet haben. Die Schwerarbeitspension kann frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahres in Anspruch genommen werden, wenn mindestens 540 Versicherungsmonate (45 Jahre) erworben wurden, wobei innerhalb der letzten 240 Kalendermonate (20 Jahre) vor dem Stichtag mindestens 120 Schwerarbeitsmonate (10 Jahre) vorliegen müssen.

Ein Antrag auf Schwerarbeitspension ist beim jeweiligen Pensionsversicherungsträger zu stellen. Welche Tätigkeiten als Schwerarbeit gelten, ist durch eine Verordnung geregelt.

Schwerarbeitspension für Frauen 

Für Frauen wird die Schwerarbeitspension erst ab dem Jahr 2024 relevant. Bis dahin haben weibliche Versicherte noch die Möglichkeit, eine vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer bzw. eine Alterspension in Anspruch zu nehmen.

Langzeitversicherungspension „Hacklerregelung“

Die Langzeitversicherungspension „Hacklerregelung“ ist neben der Korridorpension die häufigste Frühpensionsart in der gesetzlichen Pensionsversicherung. Je nach Geschlecht und Geburtsjahrgang gelten unterschiedliche Anspruchsvoraussetzungen:

Männer benötigen ab dem Jahrgang 1954 das vollendete 62. Lebensjahr und 540 Beitragsmonate.

Für Frauen ab Jahrgang 1959 gilt folgende Tabelle:

Geburtsdatum Vollendete Lebensjahre Erforderliche Beitragsmonate
01.01.1959 – 31.12.1959 57 504 (42 Jahre)
01.01.1960 – 31.12.1960 58 516 (43 Jahre)
01.01.1961 – 31.12.1961 59 528 (44 Jahre)
01.01.1962 – 01.12.1963 60 540 (45 Jahre)
02.12.1963 – 01.06.1964 60,5 540 (45 Jahre)
02.06.1964 – 01.12.1964 61 540 (45 Jahre)
02.12.1964 – 01.06.1965 61,5 540 (45 Jahre)
ab 02.06.1965 62 540 (45 Jahre)

Langzeitversicherungspension „Hacklerregelung“ mit Schwerarbeit

Die Langzeitversicherungspension „Hacklerregelung“ mit Schwerarbeit ist eine Sonderform der vorzeitigen Alterspension. Es gibt sie für Personen, die unter körperlich oder psychisch besonders belastenden Bedingungen erwerbstätig waren.

Möglich ist diese Sonderform für ab dem 1. Jänner 1959 und vor dem 1. Jänner 1964 geborenen Frauen sowie für ab dem 1. Jänner 1954 und vor dem 1. Jänner 1959 geborenen Männern.

Die notwendigen Voraussetzungen für diese Frühpensionsart sind:

  1. die Vollendung des 55. Lebensjahres bei Frauen bzw. 60. Lebensjahres bei Männern,
  2. die erforderliche Anzahl an Schwerarbeitsmonaten,
  3. mindestens 480 Beitragsmonate bei Frauen bzw. mindestens 540 Beitragsmonate bei Männern.

Individuelle Auskünfte sowie die Beantragung einer vorzeitigen Alterspension sind jeweils beim zuständigen Pensionsversicherungsträger erhältlich beziehungsweise zu stellen.

Pensionswegfall

Die Auszahlung aller Arten von vorzeitiger Alterspension wird gestoppt (Wegfall), wenn

  • ein Erwerbseinkommen über der Geringfügigkeitsgrenze von 460,66 Euro (2020) vorliegt,
  • eine Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung vorhanden ist,
  • selbständig ein landwirtschaftlicher Betrieb geführt wird, dessen Einheitswert 2400 Euro übersteigt,
  • ein monatlicher Bezug aus einem öffentlichen Mandat vorliegt, das den Grenzbetrag von 4290,32 Euro übersteigt.
Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2020