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Pensionserhöhung

Damit die Kaufkraft der ausgezahlten Pensionen erhalten bleibt, werden diese mit Wirksamkeit ab dem 1. Jänner eines jeden Jahres mit dem gesetzlich festgesetzten Anpassungsfaktor vervielfacht.

Die Grundlage für den Anpassungsfaktor ist der Richtwert. Der Richtwert für die Pensionsanpassung wird so festgesetzt, dass die Erhöhung der Pensionen auf Grund der Anpassung dem Richtwert der Erhöhung der Verbraucherpreise entspricht.

Der Richtwert für das Jahr 2020 lautet 1,018. Im Jahr 2020 wird jedoch eine abweichende Pensionsanpassung vorgenommen.

Die Vertreter des Österreichischen Seniorenrates (Dachverband der großen Pensionisten- und Seniorenorganisationen) sowie die Klubobleute der Parteien ÖVP, SPÖ und FPÖ haben sich am 28. August 2019 auf eine Pensionsanpassung für 2020 geeinigt, die am 19. September 2019 im Nationalrat beschlossen wurde.

Die Pensionsanpassung 2020 sieht eine Staffelung vor, die eine deutliche Erhöhung kleinerer Pensionen vorsieht:

  • Kleinere Pensionen bis zur Steuergrenze von 1.111 Euro erhalten eine Erhöhung um den doppelten Wert des gesetzlichen Anpassungsfaktors von 1,8 Prozent, also von 3,6 Prozent,
  • von 1.112 Euro beginnend bis zu einer Pensionshöhe von 2.500 Euro erfolgt eine Absenkung der Anpassung von 3,6 Prozent bis auf 1,8 Prozent, alle Pensionen (bzw. Ruhegenüsse für Beamte) 
  • darüber bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 5.220 Euro erhalten eine Erhöhung mit 1,8 Prozent, darüber liegende Pensionen werden mit einem Fixbetrag von 94 Euro erhöht.

Die durchschnittliche Erhöhung der Verbraucherpreise, die der Errechnung des Anpassungsfaktors zugrunde liegt, betrug 1,8 Prozent. Für Bezieher kleiner Pensionen bedeutet dies, dass ihre Pensionserhöhung doppelt so hoch ausfällt, als gesetzlich vorgeschrieben. Pensionen in dieser Höhe fallen unter die Steuergrenze, d.h. auch die Pensionserhöhung ist steuerfrei.

Durch die Pensionsanpassung 2020 entfallen von den rund 2,1 Mio. Beziehern einer gesetzlichen Pension rund 970.000 Personen in jene Stufe, die eine Pensionserhöhung von 3,6 Prozent erhalten wird. Etwas mehr als 900.000 Personen fallen in den Einschleifbereich, d.h. sie erhalten 3,6 Prozent bis 1,8 Prozent. Etwas mehr als 230.000 Personen erhalten eine Pension zwischen 2.500 Euro und 5.220 Euro und damit eine Pensionserhöhung von 1,8 Prozent.

Letzte Aktualisierung: 18. Oktober 2019