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Pensionserhöhung

Damit die Kaufkraft der ausgezahlten Pensionen erhalten bleibt, werden diese mit Wirksamkeit ab dem 1. Jänner eines jeden Jahres mit dem gesetzlich festgesetzten Anpassungsfaktor vervielfacht.

 

Die Grundlage für den Anpassungsfaktor ist der Richtwert. Der Richtwert für die Pensionsanpassung wird so festgesetzt, dass die Erhöhung der Pensionen auf Grund der Anpassung dem Richtwert der Erhöhung der Verbraucherpreise entspricht.

Der Richtwert für das Jahr 2021 lautet 1,015. Im Jahr 2021 wird jedoch eine abweichende Pensionsanpassung vorgenommen.

Im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2021, das am 15. Dezember 2020 mit dem BGBl. I Nr. 135/2020 kundgemacht wurde, wurde eine gestaffelte Pensionserhöhung festgelegt.

Grundlage für die Erhöhung sind dabei nicht die einzelnen Pensionsleistungen sondern das Gesamtpensionseinkommen, das aus der gesetzlichen Pensionsversicherung bezogen wird. Bekommt eine Person beispielsweise eine Alterspension und eine Hinterbliebenenleistung, werden diese beiden Leistungen zusammengezählt. Durch die soziale Staffelung kommt es zu einer deutlich stärkeren Erhöhung kleinerer Pensionen:

  • Kleinere Pensionen bis zu einer Höhe von 1.000 Euro werden um 3,5 Prozent erhöht.
  • Bei Gesamtpensionen über 1.000 Euro bis zu 1.400 Euro erfolgt eine Absenkung der Anpassung von 3,5 Prozent bis auf 1,5 Prozent.
  • Darüber bis zu einer Gesamtpension in Höhe von 2.333 Euro entspricht die Erhöhung dem Richtwert von 1,5 Prozent.
  • Pensionen über 2.333 Euro werden mit einem Fixbetrag von 35 Euro erhöht.

Die durchschnittliche Erhöhung der Verbraucherpreise, die der Errechnung des Anpassungsfaktors zugrunde liegt, betrug 1,5 Prozent. Für Bezieher kleiner Pensionen bedeutet dies, dass ihre Pensionserhöhung mehr als doppelt so hoch ausfällt als gesetzlich vorgeschrieben.

Durch die Pensionsanpassung 2021 entfallen von den rund 2,2 Millionen Beziehern einer oder mehrer gesetzlichen Pensionen rund 855.000 Personen in jene Stufe, die eine Pensionserhöhung von 3,5 Prozent erhält. Etwas mehr als 340.000 Personen fallen in den Einschleifbereich, d.h., sie erhalten eine Erhöhung zwischen 3,5 Prozent und 1,5 Prozent. Bei rund 600.000 Personen wird die Pension um 1,5 Prozent erhöht und rund 370.000 erhalten eine Pensionserhöhung mit dem Fixbetrag von 35 euro. Das bedeutet, dass fast 1,2 Millionen Pensionen stärker erhöht werden, als sich aus der Inflation ergibt.

Erstmalige Pensionserhöhung

Damit die Kaufkraft der ausgezahlten Pensionen erhalten bleibt, werden die Pensionen jedes Jahr erhöht. Bis zum Jahr 2019 wurden dabei aber nur jene Pensionen erhöht, die nicht erst im Jahr zuvor zuerkannt wurden. Bekam beispielsweise eine Person im Jahr 2018 eine Alterspension zuerkannt, erfolgte die erste Erhöhung dieser Pension im Jahr 2020. Ausnahmen gab es dabei bei Hinterbliebenenleistungen.

Mit dem Pensionsanpassungsgesetz 2020 bzw. dem Steuerreformgesetz 2020 wurde festgelegt, dass ab 1. Jänner 2020 alle Pensionen am 1. Jänner eines Jahres erhöht werden. Das bedeutet beispielsweise, dass alle Pensionen, auf die im Jahr 2019 Anspruch bestanden hat, am 1. Jänner 2020 erhöht wurden.

Mit dem Sozialversicherungs-Änderungsgesetz 2020 wird die Vorgehensweise für die erstmalige Pensionsanpassung erneut geändert. Das volle Ausmaß der Pensionsanpassung erhalten im ersten Jahr nach Pensionsantritt nur jene Pensionsbezieher, die am 1. Jänner ihre Pension angetreten haben. Für spätere Zugangstermine gebührt in Abhängigkeit vom Monat des Zugangs ein aliquoter Anteil der Anpassung.

 

Letzte Aktualisierung: 7. Jänner 2021